Der Ziegelstein ist eine eigenwillige, aber auch pfiffige Konstruktion.
Die Owner schreiben stolz, dass das Ding seiner Zeit weit voraus war
und ich finde so ganz unrecht haben sie damit nicht.
Klar ist es ein Eisenhaufen, der Motor legte Zeugnis davon ab, dass BMW
vorrangig ein Autobauer ist.
Das Getriebe ist separat angeflanscht, genauso wie die Lichtmaschine,
die aussen sitzt. Trockenkupplung versteht sich von selbst. Nicht, dass das technische
Highlights wären, aber die Technik ist sichtbar hörbar und beschraubbar.
Wenn man einen anderen Lenker draufmontiert wird die Sitzposition sogar ganz kommod.
Verschieden hohe Sitzbänke gab es ab Werk und der Zubehörmarkt bot alles, was man
darüber hinaus noch begehrte.
Das Fahrwek läuft auch bei 220 noch stur geradeaus. Alles, was an dem Motorrad
dran ist, macht den Eindruck für die Ewigkeit gebaut zu sein. Ob das die klobigen
Verkleidungsteile sind, der Griff zum Aufbocken, der am Rahmen ausgeklappt werden
kann, der Tank aus Aluminium oder das komplette Bordwerkzeug.
Trotzdem gab es Schwachstellen, wie zum Beispiel die oft beschlagenen Instrumente
von Motometer. Diese beinhalteten damals (80erJahre) schon solche Gimmicks wie
Ganganzeige und Benzinstandswarnleuchte, auch Warnblinker gabs schon.
Die K, glaube ich, war das erste Motorrad mit ABS.
Meine K hat mich viel Nerven und Zeit gekostet. Das lag weniger an der K, weiß ich
heute, sondern mehr daran, dass ich mir ein ziemlich ausgelutschtes Exemplar
hatte andrehen lassen. Als ich fast alles saniert hatte, habe ich sie verkauft.
Zweimal hat sie beim Überholen einfach die Segel gestrichen, das gab mir den Rest.
Der Käufer hat dann später berichtet, dass es eine lose Masseverbindung war.
Sie läuft heute noch. Und ich fahre wieder Honda. Trotzdem war die k ein besonderes Teil.
Gruß
Norbert