Ich selbst teile den Schwierigkeitsgrad der von mir geplanten und geführten Touren mit anderen Teilnehmern wie folgt ein:
Zunächst einmal kenne ich das Alter der Truppe, bei mir gemischt zwischen Mitte 20 und dem ältesten Teilnehmer im Alter von 74 Jahren (der aber topfit!!!).
Dann kenne ich die Fahrzeuge die von den Teilnehmern bewegt werden.
Oft leider die völlig falschen Moppeds für die Ansprüche und körperlichen Voraussetzungen der Besitzer und oft leider auch deren Können und Fähigkeiten.
Das ist ein ganz wichtiger Faktor den es bei der Tourenplanung zu berücksichtigen gilt.
Ich hatte schon Motorrad fahrende Damen (ja, auch Herren der Schöpfung) dabei, die sich auf einem dicken Chopper sichtlich unwohl fühlten.
Die habe ich gebeten, mal ein paar Kilometer beispielsweise mit einer CB 500 zu fahren.
Alle dieser Damen (Männer geben das oft nicht so gern zu!!!) waren total verblüfft, wie einfach und spielerisch das Fahren mit dem richtigen Fahrzeug sein kann.
Für mich steht fest: Viele Motorradfahrer/innen sitzen- möglicherweise unbewußt- auf dem falschen Bock.
Meist plane ich zwischen 180 - 250 Kilometer Fahrstrecke über den Tag verteilt im Mittelgebirge, wie dem Sauerland.
Dazu sehe ich immer ausreichend lange Pausen vor. Pausen in denen ich aber die Teilnehmer bitte, nicht zu üppige Mahlzeiten zu sich zu nehmen, sowie ausreichend zu trinken.......
....natürlich keinen Alkohol!!!
Und dann beobachte ich meine Teilnehmer in den Pausen wenn sie vom Bock absteigen.
Gerade die älteren Fahrern/innen. Sehe ich da Müdigkeit, frage ich offen danach, ob wir besser abkürzen sollen.
Aber auch junge, eventuell unerfahrene Fahrer/innen mit wenig Fahrpraxis können von langen Touren überfordert werden.
Ich fahre zudem alle von mir mit Map Source geplanten Touren vorher mit dem Mopped allein ab. Einerseits möchte ich sichergehen, dass die Strecke nicht über Schotter oder
kleinste Wirtschaftswege führt, wo ein unsicherer Fahrer- mit Sozia/us hinten drauf eventuell passen oder gar wenden muß.
Dann habe ich auch immer gleich die Möglichkeit, schöne Einkehrmöglichkeiten herauszufinden.
Ganz nebenbei denke ich bei den Touren auch an den/die unterbeschäftigte Sozia/us. Die Strecken sollten durch landschaftlich abwechslungsreiche Gegenden führen, wo auch
die Person "hinten drauf" was zu schauen hat, es ihr/ihm nicht langweilig wird.
Dazu dann noch die üblichen Vorsorgemaßnahmen wie: versetztes Fahren, sichere Abstände und keine Panik wenn die Truppe mal auseinander gezogen wird.
An der nächsten Abbiegung oder Ampel wartet der Rest auf die Nachzügler.
Komplett die Empfehlungen anderer Fahrer oder Organisationen zu übernehmen halte ich für fragwürdig.
Die Truppe mit der ich fahre gibt den Ausschlag wie die Touren gestaltet sind.
Aber das ist halt nur meine Sichtweise.