Schwierigkeitsgrad von Touren

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ganz okay

Gast
Servus zusammen,

wißt ihr vielleicht, wonach Touren in etwa nach ihrem Schwierigkeitsgrad klassifiziert werden?

Was heißt "mittel", oder "anspruchsvoll" etc.

Gibt es hierzu vielleicht irgend etwas?

Gruß und Danke vorab
Achim
 
:computer_kaffee:
Denzel-Alpenstraßen-Skala

Nach der Denzel-Alpenstraßen-Skala werden in dem Großen Alpenstraßenführer aus dem Denzel-Verlag alle aufgeführten Pass- und Bergstraßen, die auch alte, geschotterte und schlecht erhaltene Militärtrassen umfassen, in fahrtechnische Schwierigkeitsgrade[1] eingeteilt. Zur Gesamtbeurteilung wurden verschiedene Faktoren wie Streckenverlauf, Belag, Breite, Randsicherung, Steigungen und Gefälle, absolute und relative Höhe etc. herangezogen. Die prinzipiell fahrzeugunabhängige Skala umfasst fünf Grundgrade SG 1 bis SG 5 und vier Zwischengrade (z. B. SG 3-4).

Auch außerhalb der Alpen wird diese Skala häufig verwendet, um die fahrtechnischen Anforderungen einer Strecke als Anhaltspunkt für Reiseplanungen zusammenzufassen.

Jetzt kannst Du den Gockel aufmachen - und da ist die Lösung
 
Wobei ich persönlich jetzt nicht die Streckenführung unbedingt, eher aber den Belag als Faktor sehe. Weniger Speed ist immer sicher, somit kann man viele Strassen "entschärfen".

Oder häng ich mich da jetzt als Brandenburger Bergspezi zuweit aus dem Fenster?

Wobei mir auch schon schwindelig im Auto wurde, als wir Fensterkante am Abhang gefahren sind^^ :frech4:
 
Hey Leute,

kommt doch Anfang September zum CBF-1000-Treffen in Bebra. Da könnt ihr erleben, wie vergleichbare Strecken in Qualitäten von "Blümchen-Pflücken" bis "Schnell" gefahren werden können.

Es kommt also drauf an, was man d'raus macht.

:ausschau:
 
Z.B. heißt es bei Gruppenfahrten:

Jeder fährt auf seine eigene Verantwortung und soll so fahren, wie er sich was zutraut.

Irgendwie sind bei den meisten Fahrten (Strecken) Mensch und Maschine unterschiedlich gefordert, und der Sicherheit wegen sollten die einzelnen Parameter gut abgestimmt sein.

Man kann immerhin einen Gang zurückschalten, umkehren, sich ein anderes, passendes Gerät zulegen oder das Motorradfahren aufhören - jeder nach seiner Fasson.

Alls Schwierigkeitsgrad würde ich eher eine unfallsgefährdete Strecke oder Überforderung des Fahrers, ev. dazu ungeeignetes Gerät, beurteilen.
 
Ob eine Strecke mittel oder anspruchsvoll oder leicht zu bewältigen ist, liegt meines Erachtens im Auge des Betrachters.

Soll heißen, dass z.B. ein Fahranfänger selbst mit den Mittleren gewisse Probleme bekommen kann.
Und "alte Hasen" lachen über eine anspruchsvolle Strecke und würden, wenn man ihnen am Ende einen Fragebogen geben würde, vielleicht "leicht" ankreuzen.

Bei Ausschreibungen zu Touren sollte man aber schon eine gewisse Klassifizierung vornehmen und vorgeben. Als Orientierung für die, die Interesse an der Tour haben.
Denzel ist gut, bewertet aber bei einer 300 km-Tour nicht die komplette Strecke, sondern lediglich Teilstrecken.
Und dann zusammenfassen und kalkulieren ist nicht jedermanns Sache.

Ich versuche bei meinen geplanten Touren immer einen Mix aus Kurverei und entspannten Teilstücken zu kombinieren.
Dann ist für jede/n was dabei. Genügend Kurven für die, die Schräglage auskosten wollen und entsprechende Teilstücke, wo man problemlos mitfahren kann, ohne 25-jährige Fahrpraxis haben zu müssen.

Wenn dann dort steht "40 Pässe in 3 Tagen" - dann ist es wohl anstrengend, aber schwer ???

Ein interessanter Mix ist - meiner Ansicht nach - das Beste, wenn man fremde Leute zu einer Tour einladen möchte.
 
Ich selbst teile den Schwierigkeitsgrad der von mir geplanten und geführten Touren mit anderen Teilnehmern wie folgt ein:

Zunächst einmal kenne ich das Alter der Truppe, bei mir gemischt zwischen Mitte 20 und dem ältesten Teilnehmer im Alter von 74 Jahren (der aber topfit!!!).

Dann kenne ich die Fahrzeuge die von den Teilnehmern bewegt werden.
Oft leider die völlig falschen Moppeds für die Ansprüche und körperlichen Voraussetzungen der Besitzer und oft leider auch deren Können und Fähigkeiten.
Das ist ein ganz wichtiger Faktor den es bei der Tourenplanung zu berücksichtigen gilt.
Ich hatte schon Motorrad fahrende Damen (ja, auch Herren der Schöpfung) dabei, die sich auf einem dicken Chopper sichtlich unwohl fühlten.
Die habe ich gebeten, mal ein paar Kilometer beispielsweise mit einer CB 500 zu fahren.
Alle dieser Damen (Männer geben das oft nicht so gern zu!!!) waren total verblüfft, wie einfach und spielerisch das Fahren mit dem richtigen Fahrzeug sein kann.
Für mich steht fest: Viele Motorradfahrer/innen sitzen- möglicherweise unbewußt- auf dem falschen Bock.

Meist plane ich zwischen 180 - 250 Kilometer Fahrstrecke über den Tag verteilt im Mittelgebirge, wie dem Sauerland.
Dazu sehe ich immer ausreichend lange Pausen vor. Pausen in denen ich aber die Teilnehmer bitte, nicht zu üppige Mahlzeiten zu sich zu nehmen, sowie ausreichend zu trinken.......
....natürlich keinen Alkohol!!!
Und dann beobachte ich meine Teilnehmer in den Pausen wenn sie vom Bock absteigen.
Gerade die älteren Fahrern/innen. Sehe ich da Müdigkeit, frage ich offen danach, ob wir besser abkürzen sollen.
Aber auch junge, eventuell unerfahrene Fahrer/innen mit wenig Fahrpraxis können von langen Touren überfordert werden.
Ich fahre zudem alle von mir mit Map Source geplanten Touren vorher mit dem Mopped allein ab. Einerseits möchte ich sichergehen, dass die Strecke nicht über Schotter oder
kleinste Wirtschaftswege führt, wo ein unsicherer Fahrer- mit Sozia/us hinten drauf eventuell passen oder gar wenden muß.
Dann habe ich auch immer gleich die Möglichkeit, schöne Einkehrmöglichkeiten herauszufinden.
Ganz nebenbei denke ich bei den Touren auch an den/die unterbeschäftigte Sozia/us. Die Strecken sollten durch landschaftlich abwechslungsreiche Gegenden führen, wo auch
die Person "hinten drauf" was zu schauen hat, es ihr/ihm nicht langweilig wird.

Dazu dann noch die üblichen Vorsorgemaßnahmen wie: versetztes Fahren, sichere Abstände und keine Panik wenn die Truppe mal auseinander gezogen wird.
An der nächsten Abbiegung oder Ampel wartet der Rest auf die Nachzügler.

Komplett die Empfehlungen anderer Fahrer oder Organisationen zu übernehmen halte ich für fragwürdig.
Die Truppe mit der ich fahre gibt den Ausschlag wie die Touren gestaltet sind.

Aber das ist halt nur meine Sichtweise.
 
Gerade die älteren Fahrern/innen. Sehe ich da Müdigkeit, frage ich offen danach, ob wir besser abkürzen sollen.
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Hallo Jürgen,nach meinen 700 Km gestern hättest du mich mal fragen können, wieviel wir noch wollen !

Aber Spaß beiseite, deine Einschätzungen sind prima. Mein Senf dazu - vorm Start nochmal betonen, das jeder beim Führer Bescheid gibt, wenn es zu viel oder zu schnell ist. Keine falsche Scham zeigen.

Gruß Dieter
 
Hallo Jürgen,nach meinen 700 Km gestern hättest du mich mal fragen können, wieviel wir noch wollen !

Aber Spaß beiseite, deine Einschätzungen sind prima. Mein Senf dazu - vorm Start nochmal betonen, das jeder beim Führer Bescheid gibt, wenn es zu viel oder zu schnell ist. Keine falsche Scham zeigen.

Gruß Dieter

Hi Dieter,

meistens ist es so, dass die Teilnehmer an den Touren die ich plane relativ wenig Kilometer im Jahr fahren. Folglich wähle ich die Touren nicht all zu lang.
Natürlich sind darunter auch Alte Hasen (nicht nur aufs Alter bezogen :Froehlich3:) die auch durchaus längere Strecken fahren könnten.
Aber fast jedes Mopped ist mit einer Sozia- oder Sozius besetzt.
Und besonders die sind doch glücklicher, wenn die Tour auch irgendwann mal ein Ende hat.

Mit Deinem "Senf" hast du allerdings völlig recht: Jeder sollte sich trauen zu sagen, wann es ihm zu viel wird.
Wenn man körperlich angespannt oder müde ist, wird es für alle gefährlich.

Wobei 700 Kilometer an einem Tag natürlich schon mächtig an die Substanz gehen können.
Ich mache das nicht mehr. Wenn ich mit dem Motorrad reise, liegen die maximalen Tagesetappen bei 4- 500 Kilometern.
Es sei denn ich nehme das Mopped auf dem Anhänger mit.

Gruß zurück - Jürgen
 
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