Kosten der 24000 Inspektion

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Habe sie selbst durchgeführt - und weil noch nicht jeder Handgriff sofort sitzt, mit Sicherheit drei- oder viermal so lange dafür gebraucht, als wenn ein gelernter Mechaniker seine Kompetenz walten lassen würde. Aber dann hat es ja auch geklappt und ausser 50 Eurönchen fürs Reifen umziehen und nochmal 10 Stück der Währung für die Kaffeekasse der benachbarten Mopedwerkstatt für einen Schraubertipp gab es mal kein Lohnkosten.

Für diese Wartung musste mein Werkzeugfundus erweitert werden:
16,00 € Zündkerzenlehre
8,00 € Kerzenschlüssel
8,00 € Ölfilterschlüssel
6,00 € Bowdenzugöler (ob der Not tut?)
5,00 € Fühlerlehren

Materialkosten:
217,00 € Reifen T30 Evo
50,00 € Umziehen
80,00 € Bremsklötze Brembo v+h
5,00 € Keramikpaste
30,00 € Motoröl Liqui Moly 4T 4L
9,00 € Ölfilter
2,00 € Satz Kupferringe
11,00 € Dichtungspaste
8,00 € Silikonpaste
8,00 € Edelstahlpolitur
4,00 € Kettenreiniger
 
6,00 € Bowdenzugöler (ob der Not tut?)
Ich da gerne noch ein Frage an das allwissende Forum:

Hat die CBFF keine Teflonbowdenzüge?

Soweit ich weiß, soll man Teflonbowdenzüge nicht ölen, da sie dann aufquellen und nicht mehr leichtläufig sind. Hieß es zumindest bei BMW...
 
Viele Bowdenzüge haben innen eine Teflonbeschichtung. Dafür gibt es spezielles Schmiermittel, "Bowdenzugspray", bei Tante L. und Konsorten.
 
24000 km Inspektion

hatte auch das Vergnügen die 24000er Inspektion machen zu lassen
allerdings in einer freien Motorradwerkstatt.
Kosten 245,90 inkl.
Ventilspiel wurde nicht geprüft, seht zumindest nicht auf der Rechnung.
Nun da hier soviel über das Ventilspiel zu lesen ist, stell ich mal die Frage als Schrauberlaie,
wie machen sich falsch eingestellte Ventile den bemerkbar?
Kann man es nur durch messen herausfinden oder gibt es andere Anzeichen dafür?

Gruß Andreas:33 - Hinterkopf:
 
wie machen sich falsch eingestellte Ventile den bemerkbar?
Kann man es nur durch messen herausfinden oder gibt es andere Anzeichen dafür?

Ein zu weites Ventilspiel kann vermehrt Geräusche verursachen, sog. "Venilklappern". Wie stark es rappelt hängt aber ein bisschen von der Art des Ventiltriebs ab. Direkt betätigte Ventile via Tassenstößel neigen weniger zu Geräuschbildung als irgendwelche Kipphebelkonstruktionen. Man verliert auch ein bisschen an Leistung, weil die Ventile bei zu großem Spiel nicht so lange und nicht so weit öffnen, wir sie es könnten. Die "Beatmung" des Zylinders wird also etwas schlechter. Man muss das aber nicht unbedingt merken, wenn bei z.B. 100 PS einige wenige fehlen...

Zu enges Ventilspiel ist "böse", weil es bei bestimmten Betriebstemperaturen zu einem "negativen" Spiel werden kann. Das bedeutet, das Ventil schließt nicht mehr, die Kompression ist weg und damit auch die Leistung des entsprechenden Zylinders. Die Verbrennung des Gemischs passiert natürlich trotzdem, da weder Einspritzdüsen noch die Zündkerzen wissen, dass der Zylinder eigentlich nicht arbeitsfähig ist. Die Flammenfront entweicht also unkontrolliert durch das leicht geöffnete Ventil. Wenn es das Einlassventil ist, entweicht sie in Richtung Vergaser/Einspritzanlage/Drosselklappengehäuse. Das ist das, wo Du drauf sitzt und dann gleich der Tank kommt, der mit 3 Bar an Druck den Spritnachschub liefert. Keule :grinsen:

Die Auslaßventile schmelzen/verbrennen nur, das ist danach halt kaputt und Du brauchst im schlimmsten Fall einen neuen Zylinderkopf. :frech4:
 
Ventilspiel

Danke für die anschauliche Erklärung.

Hab sogar ich kapiert als Schrauberlaie,
dann denke ich sind die bei meiner Dicken in Ordnung,
da sie von Anlassen bis zum 6. seidenweich schnurrt,
weder Leistungsverlust hat (gefühlt) noch klappert.
Grüße
Andreas
 
Hab sogar ich kapiert als Schrauberlaie,

Grüße
Andreas

nöö ich glaube du hast es nicht verstanden - ohne ein messen des Ventilspiels, kannst du nicht wissen in welchem Zustand das Ventilspiel ist. Wenn du Pech hast, hast du morgen einen Motorschaden mit 3000 € - der kommt plötzlich und ohne Vorwarnung.

Wissen tust du es erst nach einer Kontrolle. Und wenn ich ein Motorrad in eine (freie) Werkstatt zur Inspektion gebe, erwarte ich dass die fälligen Arbeiten erledigt werden und ich ein Protokoll der gemessenen Ventilspiele erhalte. Hast du es nicht in Auftrag gegeben, dann bist du selbst schuld.

Selbst wenn jetzt hier im Forum 10x die Meldung kommt, dass bei 24.000 km keine Ventile eingestellt werden mussten, hast du immer noch keine Ahnung wie DEIN Motor ausschaut.
 
Jo, no risk - no fun.

Ich habe auch gerade beschlossen, die 24 Mm Inspektion selber zu machen und die Ventilspielkontrolle und Zündkerzenkontrolle ganz weg zu lassen. Es ist einfach sehr unwahrscheinlich, dass da was ist. Sicher bin ich natürlich nicht.

Im Wartungsplan im Werkstatthandbuch steht auch, bei 18 Mm die Brems- und Kupplungsflüssigkeiten zu wechseln. Das habe ich auch nicht getan und werde es frühestens nächstes Jahr machen. Die Maschine ist erst seit März diesen Jahres auf der Straße, auch wenn sie jetzt >25 Mm auf der Uhr hat. Da schon Bremsflüssigkeit wechseln? Man kann's auch übertreiben.
 
Dir ist aber schon klar, dass du damit dann 16 Monate Garantie in den Wind schießt?
 
nöö ich glaube du hast es nicht verstanden - ohne ein messen des Ventilspiels, kannst du nicht wissen in welchem Zustand das Ventilspiel ist. Wenn du Pech hast, hast du morgen einen Motorschaden mit 3000 € - der kommt plötzlich und ohne Vorwarnung.

auch wenn du meinst das ich es nicht Verstanden habe, denke ich sehr wohl das ich das richtig Verstanden habe, und mir durch Martins Erklärung durchaus bewusst ist das man
es eben nur duch messen letztendlich feststellen kann.
Aber das Risiko gehe ich eben ein bis zur nächsten Inspektion.

Gruß
Andreas
 
Zu der "no risk, no fun" Mentalität neige ich (leider) auch immer etwas, sogar wenn es um meine eigene Gesundheit geht, sehr zum Leidwesen meines Weibchens. :Konfus2: Naja, ich arbeite dran... wenigstens da dran. :zwinkern:

Das Problem ist ja, dass die Hersteller nicht wissen, wie ein Fahrzeug bewegt und behandelt wird. Die Wartungspunkte sind vielleicht auch so ausgelegt, dass unter den schlechtesten Bedingungen noch ein betriebssicheres und betriebsfähiges Fahrzeug bei raus kommt. Manche mögen ihre Bremsflüssigkeit problemlos 5 Jahre fahren können, in der Lüneburger Heide, im Flachland und weil sie sowieso nur ausrollen lassen. Unter diesen Randbedingungen dann die Dolomiten runter heizen zu wollen, wäre ein fataler Fehler. Wichtig ist, dass man "weiß was man tut", wenn man die Vorgaben des Herstellers im WHB großzügig interpretiert. Das mit der Bremsflüssigkeit ist ein gutes Bespiel für möglichen Interpretationsspielraum. Manche wechseln ihre BF auch jährlich, weil es das Beanspruchungsprofil einfach erfordert. Einen Interpretationsspielraum, sofern man ihn generell einräumt, wissentlich auszuleben, kann das Wartungsintervall auch durchaus verkürzen. Idee

Aber auch hier hätte man die Möglichkeit der Messung: So ein kleines Messgerät für den Wassergehalt in der BF kostet um die 25 € und es funktioniert nach meiner Erfahrung ganz gut: Bis 2 Jahre zeigt es "grün", so ab 2..3 Jahren zeigt es "gelb" und irgendwann zeigt es "rot".
Ich hatte vor kurzem wieder mal eine CBF1000 zum BF-Wechsel hier, die war "dunkelrot" und das Gewissen des Fahrers grottenschlecht. Er wußte das aber und hat sich kaum noch zu bremsen getraut :wirr2:.

Übrigens: Dieses Meßgerät ist weder geeicht noch in sonstiger Form offiziell empfohlen oder "zugelassen". Es ist als ein Baustein von vielen zu betrachten in der Frage, in wieweit man die Wartungsangaben im WHB "interpretieren" will. Ich verwende es, weil es sich vernünftig verhält, aber ich vertraue nicht blind darauf. Wenn es bei 5 Jahre alter BF noch "grün" anzeigen würde, würde ich es wegwerfen. Ich teste es auch gerne mal zwischendurch mit einem "feuchten Lappen".



Wenn man das mit der Ventilspielkontrolle etwas großzügiger handhabt, hat man eine reelle Chance, dass nichts passiert. Dem Einen mag das genügen, dem Anderen nicht. Ich bin neuerdings etwas verunsichert von "schlechten Shims", die ja unterwegs sein sollen... :wirr2:
Ich bekomme dieses Wochenende zwei CBF1000 zur Überwinterung, eine hat um die 50Tkm und die andere fast 110Tkm auf der Uhr. Beide haben noch keine V-Spielkontrolle gehabt, aber ich werde das jetzt nachholen. Zumal die eine (die mit 110T) schlecht läuft, sie geht wenn sie warm ist im Standgas manchmal aus und stottert, so als wenn sich ein Zylinder verabschiedet. Das könnte durchaus auch ein Ventilspiel-Problem sein. Währet den Anfängen... :Froehlich1:
 
nöö ich glaube du hast es nicht verstanden
Warum so anmaßend, Manfred? Genervt von den unprofessionellen Bastlern hier, die unverstandene Erfahrungsschätze zur Regel erklären und damit bestenfalls Glück haben? Lass gut sein.

ohne ein messen ... nicht wissen ... Wenn Pech ... Motorschaden ... ohne Vorwarnung.
Ja was sind das denn jetzt für Gemeinplätze. Natürlich hat man Pech wenn einem untenrum unvermittelt was klemmt.
Nix anderes hatte ja der Martin schon geschrieben. (frei übersetzt: Kann man merken oder auch nicht und wenn dumm gelaufen, dann dumm gelaufen. Eventuell sogar ganz dumm!)


Wissen tust du es erst nach einer Kontrolle. Und wenn ich ein Motorrad in eine (freie) Werkstatt zur Inspektion gebe, erwarte ich dass die fälligen Arbeiten erledigt werden und ich ein Protokoll der gemessenen Ventilspiele erhalte. Hast du es nicht in Auftrag gegeben, dann bist du selbst schuld.
Hm. Ich muss also der Fachwerkstatt den Auftrag geben, die zu erbringenden Leistungen nachzuweisen, ansonsten bin ich schuld, wenn die womöglich nichts tun, aber mir die Rechnung ausstellen als hätten sie? Wenn das die Rechtslage ist, mach ich morgen eine Werkstatt auf! Bei korrektem Auftrag lehne ich ab, ansonsten bereite ich die Rechnung vor und rufe den Kunden an, dass er zur Abholung kommen kann... Du verunsicherst mich grade!

Selbst wenn jetzt hier im Forum 10x die Meldung kommt, dass bei 24.000 km keine Ventile eingestellt werden mussten, hast du immer noch keine Ahnung wie DEIN Motor ausschaut.
Ich geb's zu, ich war geneigt hier mitzuteilen, dass bei meiner Dicken mit 100+tkm zwar etliche Male (vorgeblich) kontrolliert wurde, aber nie irgendjemand gemeint hat etwas korrigieren zu müssen. Jeweils war eine Vertragswerkstatt das ausführende Organ. Ein Messprotokoll wurde mir einmal in einer Form ausgefüllt ausgehändigt, als hätte einer nur mal kurz die Sollmaße ins Eck gemalt - die anderen Male bekam ich außer der Rechnung nichts... also mein Versäumnis, wenn mir jetzt schlimmer Schaden droht? Ich weiß natürlich auch mit irgendwie(tm) ausgefülltem Protokoll nicht wie mein Motor innen aussieht und kann nur hoffen und vertrauen, dass alles im grünen Bereich ist. Die sichere Variante ist imho wenn man selbst misst (sofern man weiß wie man das tut!).

BTW: Bei meiner XJ-Gotthabsieselig verweigerte die Werkstatt die Ventilspielkontrolle mit den (zugegebenermaßen wenig kompetenten) Worten "du willst nicht ernsthaft, dass ich sie aufmache? Wass soll da einzustellen sein?" und meines Wissens lief die am Ende weit über 160tkm - gestorben ist sie dann an abgefaulten Krümmern beim Nachbesitzer.
 
Naja, KiloZeBeF, festzuhalten ist doch leider, die Motorradfahrer mit richtig Ahnung von der Technik werden nicht mehr.
Und es ist auch festzuhalten, beim Thema Wartung der Maschinen ist manchmal eine gewisse Geiz ist Geil Mentalität zu erkennen.

Wenn einer sich dadurch seinen Motor ruiniert, sein Problem!
Wenn aber am Tausch von Bremsflüssigkeit gespart werden möchte wird es fragwürdig, da der Wechsel nun wirklich nicht die Welt kostet.

Eventuell machen sich aber auch zu viele Motorradfahrer beim gierigen Blick auf größere, teurere Motorräder wenig Gedanken um die eventuell auch höheren Wartungskosten.
Und wenn ich die ordnungsgemäße Wartung eines modernen Motorrades fachlich nicht beherrsche, dann muss ich halt den Kostenfaktor mit einrechnen.

Wir sollten einfach nicht vergessen, die Motorräder erreichen Fahrleistungen, bei denen mangelhafte Wartung, schlimmer noch, zu optimistische Eigenwartung schlimme Folgen für den Fahrer, aber auch Unbeteiligte haben kann.

Ich denke mal ein Gros der Foren Teilnehmer wird wissen wie ich das meine!
Wer sich an meinen Ausführungen stört...........da habe ich dann Pech gehabt.

Aber allein die Tatsache wie viele VFR mit V-Tec mit Kilometer Leistungen knapp vor dem ersten Ventilspiel- Kontrolltermin angeboten werden zeigt mir, da war der Hunger nach einem Moped mit feiner Technik größer als die Lust (oder die Geldbörse) diese Technik auch ordnungsgemäss zu warten!

Ihr könnt nun gern über mich herfallen! Aber allein aus Gesprächen mit manchen Fahrern, die an ihren Kisten rumschrauben ohne jegliches erkennbare Fachwissen, gehe ich manchmal mit Kopfschütteln und einer gewissen Unruhe im Bauch.
 
Ich habe auch gerade beschlossen, die 24 Mm Inspektion selber zu machen und die Ventilspielkontrolle und Zündkerzenkontrolle ganz weg zu lassen.

Falls man sie wegen des Wetters eh ein paar Tage stehen lassen kann/will: Die Kontrolle kostet dich (ausser Zeit) so gut wie nichts, eine Fühlerlehre bekommst du für nen Appel und nen Ei und Dichtungsmasse ist auch nícht die Welt. Nur mal so. Was ich davon mitgenommen habe ist das ich nun nicht mehr auf einer Black-Box sitze und mit der Dicken eine intensivere Bekanntschaft eingegangen bin. Vorher hat es mich ehrlich gesagt nicht gejuckt, welcher Schlauch für was ist etc.
 
Und es ist auch festzuhalten, beim Thema Wartung der Maschinen ist manchmal eine gewisse Geiz ist Geil Mentalität zu erkennen.

Das ist wohl wahr! Ich habe nicht wenige Anfragen von Leuten, die ich überhaupt nicht kenne: "Ich hab Deine Filme gesehen, Du reparierst doch Motorräder, kannste meines nicht auch machen, ich bin Schüler/Student und ich habe keine Kohle...". Meine Antwort ist dann immer: "Ich mache das nicht weil ich Arbeit suche, sondern weil ich Euch animieren möchte, Euch selbst mit der Technik der Dinge auseinander zu setzen, welche Ihr benutzt...".

Andererseits nehme ich die Motorräder von guten Freunden über den Winter schon mal zu mir, um sie "auf Vordermann" zu bringen. Diesen Winter sind es mindestens drei, wenn die Zeit reicht, vier und eines bekomme ich noch geschenkt, macht fünf. Und wenn ich "fertig" bin, geht hoffentlich langsam wieder die Sonne auf. :025:


Ihr könnt nun gern über mich herfallen!

Warum? Du hast wahre Worte gelassen ausgesprochen. Wie eigentlich immer... :Froehlich2: :Froehlich3:
 
Lass gut sein.


Hm. Ich muss also der Fachwerkstatt den Auftrag geben, die zu erbringenden Leistungen nachzuweisen, ansonsten bin ich schuld, wenn die womöglich nichts tun, aber mir die Rechnung ausstellen als hätten sie?

Du kannst einer Werkstatt den Auftrag erteilen, eine komplette Inspektion durchzuführen - oder du kannst nur Teile einer Inspektion in Auftrag geben. Tust du letzteres ist das deine Schuld. Falsch meinerseits geschrieben oder falsch von dir verstanden - such es dir aus.

Wenn eine Werkstatt kein Kontrollpotokoll schreibt, ist es keine Fachwerkstatt sondern hat einen lausigen Service. Egal ob Vertragshändler oder auch nicht.

Zum ersteren... ich glaub da hast du recht.
 
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