Einstellung der Gabel

ducthomas

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Gibt es Informationen/Tips/Ratschläge zur Einstellung der Gabel bei der SC 64 ?
Oder hab' ich es übersehen ?
Wie habt Ihr die Gabel eingestellt und mit welchem Ergebnis ?

Gruß Thomas
 
....

Danke zunächst mal für die Antworten.

@corry: Die Diskussion hier aus dem Forum geht etwas an meiner Frage vorbei, ist aber insgesamt interessant zu lesen.
W. Scheibe ist mir ein Begriff, ist mir aber alles viel zu weitschweifend und theoretisch.

@VT-Michel: Ich hatte gehofft, daß jemand mir das lerarning by doing schon abgenommen hätte und mit konkreten Ergebnissen aufwarten könnte.

Ich werd's dann doch mal selber ausprobieren.

Danke Euch !

Gruß Thomas
 
Nabend Thomas

Also, ich habe habe mit der Gabbelfederung ein wenig rumgespielt.
Ich kann dir dazu nur sagen, dass die Orginal Federn für mein Gewicht nicht ausreichend sind.
Ich bringe mit Motorrad-kleidung ca. 115kg auf die Waage. :frech4:
Um das schön zu Reden, ich bin 193cm groß :mx21:

Angefangen habe ich mit drei sichtbaren Ringen. Ist glaube ich die Standart Einstellung.
Da ich ein für mein empfinden schwammiges Gefühl beim fahren hatte, habe ich mich hier auch im Forum durchgelesen und versucht den restfederweg einzustellen.
Also letztendlich die beider Einstellschrauben bis zu Anschlag reingeschraubt. Es ist schon ein besseres fahren, nur ist das schwammige Gefühl immer noch da gewesen. Zwar weniger, aber noch nicht optimal.
Um es mal zu beschreiben, wenn man Berg ab fährt und vor einer Kurve bremst, kommt es mir vor, als wenn der Federweg nicht mehr ausreicht um unebenheiten auszugleichen.
Es fühlt sich fast an, als wenn man ein Platten hat.

Da mir dieses keine Ruhe ließ, habe ich die Gabel komplett zerlegt in nach einem Fehler gesucht. Gefunden habe ich soweit keinen offensichtlichen Fehler, bis auf die Tatsache, dass das Öl in der Gabel ziemlich schwarz war. Nachdem ich alles wieder zusammen hatte und frisches Öl aufgefüllt habe, konnte ich ein deutlich besseres Fahrverhalten feststellen. Mehr Öl einfüllen (10ml) ist auch Kontra produktiv, man sollte sich an die empfohlene Menge halten.
Deswegen werde ich auf jeden Fall als nächstes die Feder gegen Wilbers tauschen.

So viel erstmal zu meiner Erfahrungen mit der Gabel.
 
Thomas, diese "Geschichten" mit der Fahrwerkseinstellung sind sehr stark vom Gewicht (der Beladung) und der Fahrweise abhängig, es gibt da keine Standardeinstellung, die man übernehmen könnte. Da muss jeder selbst durch.

Es gibt den generellen Anhaltspunkt, dass das fahrfertig beladene Fahrzeug ca. 1/3 des Federwegs eingefedert sein sollte. Das ist aber nur die "statische" Wahrheit. Für die "dynamische" Wahrheit kommt noch die Einstellung der Dämpfung hinzu und diese ist noch schwieriger, weil noch individueller und vom Fahrer/Fahrstil geprägt.

Generell kann man sagen, dass eine größere Federrate ("härtere" Feder) für gewichtigere Fahrer (beladenere Fahrzeuge) vorteilhafter ist. Dazu passend, eine größere Dämpfung ("dickeres" Öl). Aber zu mehr als 50% spielen noch Vorlieben und Fahrstil mit, daher.... es muss jeder selbst "durch", es quasi erfahren.

:Froehlich3:
 
Die Wilbersbesitzer haben zu feder immer geschrieben das die Maschine höher wird wenn man da eine stärkere Feder einbaut.

Das ist für mich erstmal ein grund das nicht zu tun. Nach oben hab ich da kaum spielraum. ;)
 
Ja kann ich wenn das nicht schon beim tieferlegen gemacht wurde aber da kann noch spiel sein.
 
Fahrwerk

War ja am WE in Chambley. Hingefahren mit irgendwann mal gemäß Fahrerhandbuch auf "Straße" eingestellten Druck- und Zugstufen. Vorspannung nie angefasst und hoffe, dass die einigermaßen passt. Ersten Tag Kringel damit gefahren (Reifendruck war auf "normal" eingestellt). Zufrieden gewesen.
Am zweiten Tag dann Zug und Druck in "Sport"-stellung (lt. Handbuch) geklickt und noch zufriedener gewesen. Kein wirklich weltbewegender Unterschied aber spürbar besser, bezüglich definierterem Gefühl für Untergrund und Reifen.
Der Rückweg mit dieser Einstellung war besser als der Hinweg was das Gefühl für's Mopped angeht, aber spürbar ruppiger und weniger komfortabel. Empfindsame Naturen könnten sagen "unfahrbar".
Ich glaub der Weg zur optimalen Einstellung ist sehr steinig und zeitaufwändig. Zudem passt es hier besser, passt es dort weniger... was anderen Leuten dort passt wo sie grade sind und für das was sie grade wollen, muss Dir, lieber Thomas, dort nicht passen, wo Du grade bist. Nur mal so in den Raum gestellt.
 
Du nu wieder...... ;-)

:Froehlich1: !!!
erstmal nochmals Dank für die Kommentare !

Mir ging es ja wirklich nur um die Einstellung der Gabel d.h. "wenn x Ringe rausschauen dann fühlt sich das.................. an"
bzw. ...dann wird in der Kurve/ in Schräglage/ beim Einlenken/ auf guter/schlechter Straße.......................... passieren.

Wer hat mit welcher Einstellung welche Ergebnisse erzielt bzw. Erfahrungen gemacht.

Aber ich probier' natürlich auch selber.

@ Lothar: Erstmal schön, daß Du heil und trocken zurück bist, Dank auch für den Bericht im anderen thread.

Sowas wie Deinen Heimfahrbericht hatte ich gesucht. Klar natürlich, daß sich nach so einem Training vieles auch bei einem selbst auf dem Mopped anders ist......

Gruß Thomas
 
Hallo!

Ich würde zunächst auch mal nach Deinem fahrfertigen Kampfgewicht fragen (sorry!!).
Ich liege auch knapp in der 100kg+-Klasse und habe im letzten und vorletzten Jahr jeweils eine Woche mit der Dicken in Südtirol verbracht.
Auf jeweils gut 1500+km hatte ich genau das von Frank beschriebene flaue Gefühl und teilweise auch Durchschlagen an der Gabel beim Abbremsen vor Kehren bei Passabfahrten. Alle Einstellversuche brachten damals nicht wirklich ein brauchbares Ergebnis. Auch in Längsrichtung auf leichten Rillen hatte ich immer Unruhe und ein "Schlängeln" im Fahrverhalten.

Erst durch den kompletten Wechsel zu Wilberselementen vorn und hinten haben sich ALLE diese Probleme für mich zu 100% erübrigt.
Dieses Jahr war die Woche in Südtirol ein völlig anderes Erlebnis.

Ich kaufe sonst nicht unbedingt viel "Zeug" für mein Moped, aber diese Investition ist allemal das Geld wert!

Gruß!
 
Bei meiner ist noch das Serienfahrwerk verbaut. Vorne ist die Einstellung siehe Bild, hinten habe ich die Feder fast ganz gepannt. So ist sie mit meinen 70kg ganz wendig zu fahren. Mit Sozia 65kg und Gepäck (Feder ganz gespannt) ist die Fuhre schon zäh, zudem kratzen die Ständer dann zimlich schnell.
 

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Öhm, das hat doch nix mit den Federn von der Doppel F zu tun ?
Die kannste innendrin noch fein einstellen.

Gruß
 
Sorry, ich war der Meinung, daß ich die Feineinstellschraube mit Wilbersfedern eingebaut wird. Dass die F das als Serie hat wußte ich nicht. Trotzdem, wenn du den Nachlauf kürzer machst veränderst du die Fahreigenschaften. Und das liegt in deinem Gefühl wie Du es haben willst. Mit der Ölmenge kannste ja die Federstärke ja auch einstellen, wenn dir der Bereich ausreicht. Ich denke daß bei der F die Rohre auch veränderbar sind.
 
Dank auch für den Bericht im anderen thread.

Da nicht für. Das ist gute alte Tradition.

Sowas wie Deinen Heimfahrbericht hatte ich gesucht. Klar natürlich, daß sich nach so einem Training vieles auch bei einem selbst auf dem Mopped anders ist......

Soviel anders ist eigentlich nur der etwas spitzer gefahrene Reifen.

Was das "unkomfortabler" angeht - ich glaube das ist im Wesentlichen die (auch bei der SC64 zumindest vorne nicht verstellbare) Druckstufe. Die SC64 hat meines Wissens nur die Zugstufe einstellbar, die die Geschwindigkeit des Ausfederns regelt.
Diese sollte so aus regelungstechnischen Gesichtspunkten so eingestellt werden, dass die Fuhre einen Hauch (wieviel das auch immer sein mag) langsamer aus- als einfedert. Ist das Ausfedern zu langsam, saugt es Dich bei Folgewellen (Wellblechpiste, Schlaglochserien) zu sehr nach unten (z.B. 2mm einfedern, 1mm Ausfedern mehrfach wiederholt und Du bist vollständig eingefedert ohne Reserve für das nächste Event), ist das Ausfedern zu schnell, ist der Ausfederweg weiter als der Einfederweg und die Fuhre nickt nach.
Die Federvorspannung stellt man afair ungefähr so ein, dass man mit der gegebenen Traglast (Fuhre+Fahrer+alles andere) etwa 1/3 des verfügbaren Federwegs eingefedert ist und somit 2/3 nach unten als dynamischen Federweg hat. Beim Fahren in 45° Schräglage hast Du dann fliehkraftbedingt etwa 50% nach oben wie unten.

Korrekterweise sollte die Federrate (die Feder ist nunmal fest verbaut, die Federrate nicht änderbar) zur Traglast passen. Nur durch Umbau einstellbar. Dann stellt man sinnvollerweise zunächst mit der Federbasis (vulgo Vorspannung) auf korrektes statisches Einfedern ein. Danach kann man dann die Druckstufe auf den gewünschten Kompromiss aus Komfort und Fahrgefühl einstellen (aus zuviel Komfort wird schwammig, aus zuviel Fahrgefühl muss der Reifen mehr arbeiten und die Fuhre hüpft womöglich), und schließlich stellt man die Zugstufe wie oben beschrieben ein. Theoretisch hab ich das mittlerweile verstanden, was ziemlich genau so an vielen Stellen nachzulesen ist. Im Detail setzt das aber intensive Auseinandersetzung mit der Materie voraus und viele Fahrversuche.

Aufgrund von Fertigungstoleranzen, Präferenzen bei Fahrgefühl und Komfort, unterschiedlich weichen Reifen halte ich die Übertragbarkeit von Mopped zu Mopped selbst gleichen Typs für fragwürdig. Zumal sich das System bei identischer Federrate auch noch Traglastabhängig ganz anders verhalten kann und warmes Dämpferöl was ganz anderes macht, als kaltes... also auch noch Wetterabhängig!

Bei der Street ist's so, dass mir die Sporteinstellung ein sehr gutes Fahrgefühl macht und lediglich der Komfort etwas leidet, die Fuhre ist damit gefühlt ein wenig "holprig" springt aber nur bei brutalen Dingern (mit 60-70 über diese stummen Polizisten, die's in F überall gibt) - lockere Arme braucht man halt und eher steht man auf den Rasten als dass man auf dem Hintern sitzt... dann ist's genial. Bei der Straßeneinstellung ist zwar Zug und Druck jeweils 3 Klicks weiter auf (weniger gedämpft), aber dann stimmt das Verhältnis gefühlt nicht mehr richtig (im Detail hab ich das nicht untersucht, ob ich die Zugstufe einen Klick mehr auf, oder zu machen müsste, damit's stimmig wird)... Fahrkomfort ist aber besser, man kann sitzen, den Lenker im Griff haben und die Fuhre bleibt fahrbar... auch zügig. Die "Sport"-Einstellung bleibt!

zugrundeliegende Theorie:
- zu federnde Masse und Federkonstante ergeben die statische Einfederung und eine Zeitkonstante (Frequenz der resonanten Schwingung)
- um Durchschlagen zu verhindern wird die Einfederung (Druckstufe) gedämpft/verlangsamt
- dadurch verschiebt sich die Zeitkonstante begünstigend zu größeren Werten (langsameres Schwingen, das nach einmaliger Störung ausklingt)
- um ein Überschwingen beim Ausfedern und somit ein "Nachnicken" zu verhindern wird das Ausfedern (Zugstufe) stärker bedämpft/verlangsamt als die Druckstufe
- es ergibt sich im Idealfall ein System, das nichtmehr schwingen kann, aber bei zu großer Ausfederdämpfung bei Folgestößen mehr und mehr einfedert - daher Zugstufe nur wenig mehr dämpfen als die Druckstufe

Richtig gute Systeme sind dann noch in HighSpeed- und LowSpeed-Dämpfung separat einstellbar was jeweils das Verhalten bei harten Stößen (Asphaltkanten, Schlaglöcher u.ä. -> HighSpeed) und langsamen Ereignissen (Bodenwellen, dynamische Lastschwankungen bei Schräglagenwechsel u.ä. LowSpeed) beeinflusst. Wer das im Griff hat und mit kurzem Druck auf Lenker bzw. Sitzbank "nach Gefühl" für die zu fahrende Strecke gut einstellen kann, der kann was!

Wenn diese Abhandlung Bullshit ist, möge das ein Besserwisser anmerken und ein Moderator den Beitrag löschen... ich hab nur laut gedacht...
 
Also, ich bin jetzt kein Besserwisser, aber du änderst vorne eigendlich nur die Fahrwerks Geometrie.
20170619_113008.jpg

Das ist vorne recht simpel aufgebaut, an der Verschlusskappe ist nur eine Schraube mit einer Scheibe am Ende die auf die Feder drück.
Da durch stellst du das Moped vorne im Prinzip höher.

Aber erhöhst du dadurch auch den Druck auf die Feder?
Bleibt die Spannung nicht gleich ?

Nur so grundsätzlich, oder mach ich da einen Gedanken Fehler?
 
Danke für das Foto Frank. Sehr interessant. Habe die Gabel der Doppel-F noch nicht zerlegt gesehen.
Wenn ich das richtig verstehe verstellt man also, genauso wie hinten am Federbein, die Federbasis, und damit die Vorspannung?
 
@Frank: Ich schrub ja von "vulgo Vorspannung" - das wird halt oft so genannt. Tatsächlich ändert man tatsächlich die Federbasis und damit die Fahrwerksgeometrie. Die "Federspannung" ändert sich dann, wenn man irgendwie die Fahrzeughöhe beibehält (z.B. Federbasis ändern und Gepäck auf- oder abladen - genau dafür ist das auch gut, damit bei verschiedenen Beladungszuständen die Fahrwerksgeometrie und der verfügbare Federweg erhalten bleibt).

Was an der FF verstellbar ist, weiß ich nicht und bin zu faul zum Recherchieren - hatte nur die "alte" und da war lediglich die Federbasis hinten einstellbar. Die FF hat da soweit ich weiß mehr Möglichkeiten - ich dachte dass man auch die Zugstufe ändern kann.
 
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