Tattergreis
Member
Grüezi mitenand
Mein Nickname lässt zwar eher auf etwas altbewährtes spekulieren, in Sachen Motorrad ist bei mir, aber alles ziemlich frisch. Ich friste mein Dasein in der Schweiz, direkt an der Grenze zu Deutschland. Da die lieben Schweizer Behörden die Idee hatten, auf das kommende Jahr alles auf den Kopf zu stellen, was die Motorradprüfung anbelangt, war es nun für mich doch mal noch Zeit mir mit verhältnismässig kleinem Aufwand eine solche Lizenz zur Bewegung eins zweiräderigen motorisierten Drahtesels zu besorgen. Die einen von Euch werden das kennen: In der Schweiz rasen im Moment tausende Motorräder mit dem blauen L am Heck durch die Gegend und (zu Eurer Qual) über die Pässe. Einer davon, bin seit neustem auch ich. Da mein Budget mindestens genauso beschränkt ist wie ich selbst, kam bei der Wahl des Motorrads nur ein Gebrauchtfahrzeug in Frage. Irgendwann stand ich vor einer CBF 600 und fand das Modell eigentlich ganz nett. Ich hatte das Ding schon fast gekauft, da sah ich online eine CBF 1000 F mit Jahrgang 2009. Und das erst noch fast zum gleichen Preis. Der vernünftige Teil meines Hirns meldete sich zu Wort und gab zu bedenken, dass es keine gute Idee ist ohne irgendwelche Motorraderfahrung (mal abgesehen vom Moped damals mit 14) gleich mit einer 1000er zu beginnen. mein finanzieller Verstand war der Meinung, dass 1000 statt 600 zum selben Preis sicher besser ist auch in Anbetracht dessen, dass ich dann nach der erfolgreichen Prüfung (falls es überhaupt jemals soweit kommt) nicht gleich nochmals Geld aus dem Sparschwein holen muss für eine grössere Maschine als die 600er. Die beiden Teile meines Hirns stritten sich noch ein Weilchen im Hintergrund, während sich mein vorsintflutliches Grosshirn längst entschieden hatte: "Grösser! Besser! Kaufen! Ugah!". Hinzu kommt noch, dass die 600er in einem tristen grauen Gewand daher kam. Die CBF 1000 F in einem funky Goldmantel. Meine Devise ist beim Motorrad wohl schon eher "auffallen um jeden Preis". Ich stehe sonst zwar überhaupt nicht gern im Mittelpunkt. Ein gewisser Überlebensdrang scheint mir jedoch zu empfehlen, im Strassenverkehr möglichst sichtbar zu sein. Und wenn ich auf der Strasse dennoch von einem autofahrenden hirnamputierten Handyzombie über den Haufen gefahren werde, dann verabschiede ich mich wenigstens "glänzend".
Bei den Manöverübungen stelle ich mich schon noch etwas dämlich an und merke, dass voller Lenkereinschlag bei Schritttempo für mich eine psychologische Herausforderung ist (obschon ich sowas auf dem Mountainbike blindlings beherrsche). Wenn die Landstrasse aber leer ist und der Tacho 80 zeigt, kennt das Neandertaler-Ich jedoch wiederum keine Angst und denkt bloss "Schnell! Gut! Ugah!". Ich weiss noch nicht mal, ob ich das Motorradfahren jetzt wirklich toll finden soll oder nicht. Ultra lange Fahrten mit x Pässen reizen mich im Moment überhaupt nicht (schon nur deswegen nicht, weil mir nach einer Stunde die Gashand irgendwann einschläft). Aber das werde ich schon noch früh genug merken. Zeitlich ists wahrscheinlich der dümmste Moment um mit dem Motorradfahren zu beginnen, denn ich habe drei kleine Kinder und weder eine Todesfallversicherung noch ein schriftlich verfasstes Testament. Aber hey... meine Frau hat den Motorradführerschein (ja, das heiss bei uns so...) schon seit dem 18ten Lebensjahr und falls die Kinder irgendwann mal das Haus verlassen (noch bevor ich die Radieschen von unten zähle), wärs vielleicht noch nett mit meiner Frau die eine oder andere Urlaubsreise mit dem Motorrad anzutreten. Sie nimmt dann die CBF und ich kauf mir irgendwas mit Tempomat, Spurhalteassistent, TV und Popcornmaschine. Die Kinder sollen's bezahlen. Für irgendwas hat man die ja schliesslich gemacht...
Naja... das wars mal für's erste. Ich wollte mich nur mal rasch vorstellen, denn ich kann mir vorstellen (das hier verwendete Stilmittel nennt sich "Anapher"... wollts nur mal gesagt haben :D), dass ich künftig hier öfter irgendwelche dummen Fragen stelle. Falls Ihr also mal in der Nähe von Bülach einen Goldesel mit blauem L auf einem Parkplatz um farbige Plastikhütchen kurven seht, seid nett zu mir und lacht mich nicht zu sehr aus ;).
Liebe Grüsse aus der Schweiz
tattergreis
PS: Tipps, Spott und Hohn sind stets willkommen ;)
Mein Nickname lässt zwar eher auf etwas altbewährtes spekulieren, in Sachen Motorrad ist bei mir, aber alles ziemlich frisch. Ich friste mein Dasein in der Schweiz, direkt an der Grenze zu Deutschland. Da die lieben Schweizer Behörden die Idee hatten, auf das kommende Jahr alles auf den Kopf zu stellen, was die Motorradprüfung anbelangt, war es nun für mich doch mal noch Zeit mir mit verhältnismässig kleinem Aufwand eine solche Lizenz zur Bewegung eins zweiräderigen motorisierten Drahtesels zu besorgen. Die einen von Euch werden das kennen: In der Schweiz rasen im Moment tausende Motorräder mit dem blauen L am Heck durch die Gegend und (zu Eurer Qual) über die Pässe. Einer davon, bin seit neustem auch ich. Da mein Budget mindestens genauso beschränkt ist wie ich selbst, kam bei der Wahl des Motorrads nur ein Gebrauchtfahrzeug in Frage. Irgendwann stand ich vor einer CBF 600 und fand das Modell eigentlich ganz nett. Ich hatte das Ding schon fast gekauft, da sah ich online eine CBF 1000 F mit Jahrgang 2009. Und das erst noch fast zum gleichen Preis. Der vernünftige Teil meines Hirns meldete sich zu Wort und gab zu bedenken, dass es keine gute Idee ist ohne irgendwelche Motorraderfahrung (mal abgesehen vom Moped damals mit 14) gleich mit einer 1000er zu beginnen. mein finanzieller Verstand war der Meinung, dass 1000 statt 600 zum selben Preis sicher besser ist auch in Anbetracht dessen, dass ich dann nach der erfolgreichen Prüfung (falls es überhaupt jemals soweit kommt) nicht gleich nochmals Geld aus dem Sparschwein holen muss für eine grössere Maschine als die 600er. Die beiden Teile meines Hirns stritten sich noch ein Weilchen im Hintergrund, während sich mein vorsintflutliches Grosshirn längst entschieden hatte: "Grösser! Besser! Kaufen! Ugah!". Hinzu kommt noch, dass die 600er in einem tristen grauen Gewand daher kam. Die CBF 1000 F in einem funky Goldmantel. Meine Devise ist beim Motorrad wohl schon eher "auffallen um jeden Preis". Ich stehe sonst zwar überhaupt nicht gern im Mittelpunkt. Ein gewisser Überlebensdrang scheint mir jedoch zu empfehlen, im Strassenverkehr möglichst sichtbar zu sein. Und wenn ich auf der Strasse dennoch von einem autofahrenden hirnamputierten Handyzombie über den Haufen gefahren werde, dann verabschiede ich mich wenigstens "glänzend".
Bei den Manöverübungen stelle ich mich schon noch etwas dämlich an und merke, dass voller Lenkereinschlag bei Schritttempo für mich eine psychologische Herausforderung ist (obschon ich sowas auf dem Mountainbike blindlings beherrsche). Wenn die Landstrasse aber leer ist und der Tacho 80 zeigt, kennt das Neandertaler-Ich jedoch wiederum keine Angst und denkt bloss "Schnell! Gut! Ugah!". Ich weiss noch nicht mal, ob ich das Motorradfahren jetzt wirklich toll finden soll oder nicht. Ultra lange Fahrten mit x Pässen reizen mich im Moment überhaupt nicht (schon nur deswegen nicht, weil mir nach einer Stunde die Gashand irgendwann einschläft). Aber das werde ich schon noch früh genug merken. Zeitlich ists wahrscheinlich der dümmste Moment um mit dem Motorradfahren zu beginnen, denn ich habe drei kleine Kinder und weder eine Todesfallversicherung noch ein schriftlich verfasstes Testament. Aber hey... meine Frau hat den Motorradführerschein (ja, das heiss bei uns so...) schon seit dem 18ten Lebensjahr und falls die Kinder irgendwann mal das Haus verlassen (noch bevor ich die Radieschen von unten zähle), wärs vielleicht noch nett mit meiner Frau die eine oder andere Urlaubsreise mit dem Motorrad anzutreten. Sie nimmt dann die CBF und ich kauf mir irgendwas mit Tempomat, Spurhalteassistent, TV und Popcornmaschine. Die Kinder sollen's bezahlen. Für irgendwas hat man die ja schliesslich gemacht...
Naja... das wars mal für's erste. Ich wollte mich nur mal rasch vorstellen, denn ich kann mir vorstellen (das hier verwendete Stilmittel nennt sich "Anapher"... wollts nur mal gesagt haben :D), dass ich künftig hier öfter irgendwelche dummen Fragen stelle. Falls Ihr also mal in der Nähe von Bülach einen Goldesel mit blauem L auf einem Parkplatz um farbige Plastikhütchen kurven seht, seid nett zu mir und lacht mich nicht zu sehr aus ;).
Liebe Grüsse aus der Schweiz
tattergreis
PS: Tipps, Spott und Hohn sind stets willkommen ;)


