Moin ersma

und danke für das Feedback über verschiedene Kanäle.
Natürlich freue ich mich über Euer Lob

- ist angekommen.
Wichtiger war mir aber ein paar Dinge besser einschätzen zu können, und die eine oder andere Idee von Euch finde ich auch sehr hilfreich.
Und bevor ich es noch einmal hören (oder lesen) muss: ich versuche definitiv
NICHT es
ALLEN recht zu machen. (sry, musste mal raus)
Und keine Sorge, ich bekomme auch so schnell nix in den falschen Hals.
Jetzt gehe ich mal der Reihe nach auf so einige Punkte ein die angesprochen wurden oder mir aufgefallen sind:
1. Natürlich bin ich als Guide noch unerfahren (bis auf gelegentlich mal 1 Mopped hinter mir). Das sollte den Stammtischlern aber soweit auch bekannt sein, und somit hätte ich nix gegen den einen oder anderen Tipp gehabt (Reihenfolge nach erstem Stopp ändern, Gruppe aufteilen, usw.).
Mit dem Hintergrund aber auch nochmal Danke für das Vertrauen von sovielen in einen unerfahrenen.
2. Zur Reihenfolge: Ich selber bin von Anfang an als unerfahrener Wiedereinsteiger gerne am Ende von Gruppen gefahren (und tue dies immernoch). Das hat mich gefordert und gleichzeitig gefördert, davon habe ich profitiert. Das gilt aber nicht für jeden. Und es gibt halt auch zwei Arten eine Gruppe aufzubauen: schnelle nach vorne und ab und zu auf die langsamen warten, oder langsame nach vorne weil gerade bei großen Gruppen hinten die höchste Geschwindigkeit gefahren wird... eigentlich
Das diesmal der vermeindlich langsamste an zweiter Stelle fuhr wurde von mir so gewünscht. Er hatte ein Leihmotorrad mit dem er nicht zurecht kam, deshalb wollte ich ihn "nah bei Mama" haben. Zu dieser Entscheidung stehe ich auch immernoch, und würde es wieder so machen, denn die einzige Alternative wäre die Mitfahrt zu unterbinden... und das ist für mich
KEINE Alternative.
Meiner Meinung nach gibt es auch keine generell bessere Regelung für die Gruppenreihenfolge, es kommt halt immer auf die Gruppe an. Tendenziell würde ich aus meiner Erfahrung trotzdem sagen: je kleiner die Gruppe desto eher die langsamen nach hinten, je größer die Gruppe desto eher die schnellen nach hinten. Aber pauschalisieren sollte man das nicht.
Das diesmal scheinbar ein Teil der Gruppe recht weit hinten nicht so richtig "mitgezogen" hat, habe ich vorne durch die Länge der Schlange garnicht mitbekommen. Das hätte aber in der ersten Pause angesprochen werden können um die Gruppe zu teilen oder die Reihenfolge zu ändern. Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.
3. "vielleicht etwas zu weit nach Hinten in den Rückspiegel gesehen" - "Andere hätten vielleicht nicht so oft angehalten, dafür den Hintermännern die Chance gegeben, um aufzuholen."
Gut möglich. Ich wollte halt vermeiden die Gruppe auseinander zu reissen. Da fehlte auch die Absprache vor der Tour, wer die Strecke alles auf dem Navi hat, und wie wir uns verhalten wenn wir uns verlieren. Vielleicht hätte ich doch die gewünschte "Ansprache" halten sollen?

Da sind wir halt wieder beim Thema "Erfahrung". Ich habs abgespeichert, und genau für sowas wollte ich auch Feedback haben.
Fürs nächste Mal bereite ich dann eine Rede mit Diavortrag vor...

(Insider)
4. Gruppengröße - wenn ich ehrlich bin, finde ich 8+1 schon zu groß (ausser bei 30 Harleys, die haben Sonderstatus). Als optimal würde ich nicht mehr als 4-5 Moppeds empfinden, vielleicht max. noch 6 (inkl. Guide). Und nicht deshalb, weil es für den Guide "zu stressig" wird, sondern weil die Schlange einfach zu lang wird, und die Gelegenheiten um die Gruppe auseinander zu reissen exponential steigen (Kreuzungen, Ampeln, dazwischen rutschender Verkehr, etc.). Auch wird es (m.M.n) fast unmöglich langsamere Fahrzeuge zu überholen, zumindest auf den Strecken die ich gerne fahre. Da ist sicherheitsbewustes Überholen selbst für Solofahrer oft schon schwierig. Aber da gehen die Meinungen sehr weit auseinander, das weiß ich. Es passen halt im Strassenverkehr nicht nur zwischen Elmar und mich so einige Blatt Papier, da draussen gibt es unzählige die m.M.n. die Strasse mit der Rennstrecke verwechseln.
Keine Sorge, es braucht sich niemand angesprochen fühlen, denn die Klientel die ich meine realisiert das eh nicht.. ähm.. anderes Thema, bin abgeschwiffen.
Jedenfalls werde ich zukünftig entweder von vornherein die Teilnehmerzahl begrenzen, oder die Gruppe bei Bedarf teilen. Muss ich dann mal schauen.
5. Vorschlag von Artur:
beim Einstellen einer Tour direkt die "Kategorie" angeben: entweder lockere Runde mit der Intension, treffen und quatschen. Da kommt es nicht auf das Fahren an, darf auch entspannter um die Kurve sein und die Tour ist nicht so lang. Oder: ne Runde fahren, des Fahrens wegen: „quatschen können wir ja beim Tanken“
Finde ich echt gut, und hat auch nix mit
"arrogant" oder
"die langsamen quasi auszuladen" zu tun. Es gibt einfach an wie die Tour gedacht und geplant wurde, denn das macht ja jeder anders, und jedem kann man es sowieso nicht immer recht machen.

So weiß Elmar aber, ob er mit Radfahrern von hinten rechnen muss

und ein anderer kann sich überlegen ob er mitziehen möchte und sich das zutraut (Geschwindigkeit, Kondition im Sattel, etc.). Sollte eigentlich für mehr Zufriedenheit sorgen, zumal wir im Sauerlandstammi aktuell mind. 3 Leute haben die Touren anbieten. Wenn dann vielleicht auch mal 2 Touren pro Monat ausgerufen werden, sollte doch für jeden was dabei sein.
6. Unterschiedliche Intention einer Tour - jeder Guide plant anders (hatten wir schon). Bernd zum Beispiel legt mehr Wert auf das Miteinander und das Quatschen (nicht negativ gemeint), und plant seine Touren vielleicht auch nicht so akribisch, dafür kennt er die Gegend in der er sich rumtreibt wie seine Westentasche, und kann flexibel reagieren. Respekt Wer 1-2mal mit Bernd unterwegs war, weiß worauf er sich einlässt, und dass der Tag meist nicht planbar ist.

Wem das nicht passt, der sollte halt nicht mitfahren.
Ich bin da anders, bin eher ein Junkie, einmal im Sattel will ich am liebsten nicht mehr anhalten bis ich vom Bock falle.

Ich fahre zwar gerne mit anderen zusammen (immer alleine ist irgendwann auch doof), aber ich lege mehr Wert auf gemeinsames Fahren als auf gemeinsames Quatschen. Und da werde ich zukünftig wohl Arturs Vorschlag aufgreifen wenn ich eine Tour anbiete, um das deutlich zu machen, damit die Leutz wissen worauf sie sich einlassen. Denn wenn ich eine Tour starte breche ich äusserst ungern mittendrinn ab, sondern fahre lieber bis zum bitteren Ende.
7. "perfekt ausgearbeitete Strecke inkl. Pausenzielen" - danke, das dürft Ihr bei mir immer erwarten. Vielleicht nicht immer eine "perfekte" Strecke (gibt es eh nicht), aber die Ausarbeitung inkl. Pausenziele.
8. "es immer allen Recht machen" - brauchen wir nicht drüber reden, aber ich werde zukünftig auch gewisse Zugeständnisse und Rücksichtnahmen weglassen. Es bringt einfach nichts. Nehme ich Bremke als Startpunkt weil sonst dem einen oder anderen die Anfahrt zu weit ist, haben dafür andere ne längere Anfahrt, und evtl. muss die Gruppe dann auch erstmal "Strecke machen" um überhaupt zur Spielwiese zu gelangen. Auch die Abfahrtszeit werde ich nach meinem Gusto entsprechend der Tour festlegen (sprich früher als dem einen oder anderen lieb ist). Über mich als Guide müsst Ihr mit der Zeit urteilen, über meine Strecken aber urteile ich selbstbewusst selber: jeder ist selber Schuld wenn er nicht mitkommt.

Genauso wird es nicht immer eine Mittagsrast geben, die frisst für lange Touren einfach zuviel Zeit. Getränke und Stullen passen in jeden Tankrucksack, und stündliche Pausen sind eh Pflicht. Aber auch das wird dann mit angekündigt.
9. "Forumsfremde mitbringen" - generell ist mir jeder willkommen, so schreibe ich es ja auch unter die Tour (Spaß, Gruppenregeln usw.). Aber wenn Bekannte, Freunde oder andere Foren eingeladen werden, dann sollten diese zukünftig auch darauf aufmerksam gemacht werden, sich den Tourenvorschlag durchzulesen. Ansonsten wird alles was man in den Vorschlag schreibt ja wieder ausgehebelt.
Also bitte daran denken.
10. habe fertig
lg Achim