Cbf 1000 Fa startet nicht

Marry

Member
Hallo zusammen,

Dies ist vermutlich der ungefähr tausendste Threa zu diesem Thema und die alten Hasen hier im Forum würden vermutlich gerade am liebsten den Kopf auf den Tisch hauen. Sorry dafür.
Ich habe folgendes Problem.

Habe meine Maschine Ende Oktober gewaschen, vollgetankt, Batterie ausgebaut und auf dem Hauptständer für den Winter abgestellt.

Da heute das Wetter endlich etwas besser ist und zum Wochenende noch schöner werden soll, habe ich heute die Batterie geprüft, die laut Ladegerät voll sein soll, und anschließend eingebaut.
Dann versucht, meine Cbf 1000 Fa, Erstzulassung 02/2013 zu starten. Wollte sie nur etwas laufen lassen, damit ich dann zum Wochenende weiß, dass es losgehen kann.

Sie startet nicht.
Strom hat sie, Benzimpumpe verhält sich, wie sie soll, wenn man die Zündung anschaltet. Starter gedrückt, sie dreht auch an, zündet aber nicht. Also etwas orgeln lassen, hatte dann eine Fehlzündung zur Folge. Vor Schreck Startknopf losgelassen.
Noch zwei oder drei mal für einige Sekunden probiert, tat sich aber nichts, ausser dass es anfing nach Sprit zu riechen.

Da ich absoluter Motorradneuling bin und allgemein praktisch keine Werkstattahnung habe, erstmal dumm aus der Wäsche geguckt und lieber erstmal die Finger von weiteren Startversuchen gelassen. Ich hoffe, ich hab's nicht schon übertrieben.

Also erstmal Google befragt, Wartungs- und Reparaturhandbuch durchgeblättert, welches ich mir mal gekauft hatte, aber ehrlichgesagt weniger verstehe, als ich gehofft hatte.

Laut Google habe ich nun wohl unterschiedliche Informationen, bei denen ich nun nicht weiß, was nun richtig weiter zu tun wäre.

Die einen geben den Tipp, dass man bei eingeschalteter Zündung ein paar mal am Gas drehen soll und anschließend nur mit Standgas starten soll.
Andere geben an, dass man unter Vollgas den Starter betätigen soll.
Diese Tipps beziehen sich aber, soweit ich es verstanden habe, auf Motorräder mit Vergaser?
Wieder woanders heißt es, dass Fehlzündungen und Spritgeruch darauf schließen lässt, dass bereits Kraftstoff bis in den Auspuff gelangt ist und man keine weiteren Startversuche unternehmen sollte.
An anderer Stelle heißt es, Zündkerzen ausbauen und trocknen beziehungsweise reinigen, weil abgesoffen.
Während andere wieder sagen, dass Einspritzer eher nicht absaufen.

Ich weiß es schlicht nicht. Also zum prüfen und säubern oder tauschen der Zündkerzen muss ich wohl eine Werkstatt beauftragen, wenn laut Wartungshandbuch muss man wohl Tank und Kühlmittelbehälter usw ausbauen, um an die Kerzen zu kommen. Und das kann ich definitiv nicht selbst machen.

Kann mich vielleicht jemand aufklären beziehungsweise mir helfen, die ganzen Ratschläge und Tipps nach zutreffend bzw unzutreffend oder sinnvoll zu sortieren?

Vielen lieben Dank schon mal.
 
Hallo!

Das Problem hatte ich auch mal.
Wichtig: prüfen ob die Batterie noch ausreichend "Saft" hat - da reagiert die CBF sehr empfindlich drauf.

Bei mir haben alle möglichen Startmethoden nichts gebracht. Erst als sie mal ne Stunde habe stehen lassen ohne weiter zu probieren, konnte ich sie danach mit halb geöffnetem Gasgriff starten. Also nur mit Startknopf wollte sie nicht.
Das ist aber eigentlich genau Das was man nicht machen sollte - hat aber damals so geklappt.

Danach hatte ich 3 Jahre lang nie wieder Startprobleme. Erste Batterie, nie ausgebaut und nie geladen.

Aber zuerst Batterie laden und prüfen!

Gruß!
 
Hallo Marry,

da ich vor kurzem vor einem ähnlichen Problem stand und mich noch nicht zu den alten Hasen zähle, versuche ich mal meine Erfahrungen dazu mitzuteilen. Zu deinen Tipps:

Die einen geben den Tipp, dass man bei eingeschalteter Zündung ein paar mal am Gas drehen soll und anschließend nur mit Standgas starten soll.

Das ist korrekt und gilt. Wenn man die Batterie länger abgeklemmt hat, sollte man nach dem anklemmen der Batterie und dem einschalten der Zündung ein paar mal am Gas drehen, damit das Steuergerät die Grenzbereiche des TP-Sensors anlernt. Anschließend ohne Gas starten.


Andere geben an, dass man unter Vollgas den Starter betätigen soll.

Das würde ich nicht machen, da vor dem Start des Motors die Lager noch nicht gut geschmiert sind, da noch kein Öldruck aufgebaut ist. Dann direkt den Motor mit Vollgas starten macht nicht nur ein Mortslärm, den Lagern für Nocken- und Kurbelwelle dürfte das so auch nicht umbedingt gut tun, wenn sie direkt auf 7.000 U/min hochdrehen.

Diese Tipps beziehen sich aber, soweit ich es verstanden habe, auf Motorräder mit Vergaser?

Wieder woanders heißt es, dass Fehlzündungen und Spritgeruch darauf schließen lässt, dass bereits Kraftstoff bis in den Auspuff gelangt ist und man keine weiteren Startversuche unternehmen sollte.

Das kenne ich so nur von Vergasermaschinen. In dem Fall sollte man warten, bis der Sprit verdunstet ist.

An anderer Stelle heißt es, Zündkerzen ausbauen und trocknen beziehungsweise reinigen, weil abgesoffen.

Das war bei mir diesmal das Problem, da ich die Maschine zuvor nur im kalten Zustand gestartet und nach wenigen Sekunden sofort wieder ausgemacht habe. Das mag die CBF garnicht, da sich die Zündkerzen dadurch sofort mit Kondenswasser zusetzen und beim nächsten Startvorgang so nicht mehr zünden. Nachdem ich die Zündkerzen rausgenommen und getrocknet habe, sprang sie wieder zuverlässig an.

Ansonsten auf jedenfall zuerst die Batterie vollladen, da diese nicht für viele Orgelversuche gedacht ist.

Viele Grüße

Markus
 
Das würde ich nicht machen, da vor dem Start des Motors die Lager noch nicht gut geschmiert sind, da noch kein Öldruck aufgebaut ist. Dann direkt den Motor mit Vollgas starten macht nicht nur ein Mortslärm, den Lagern für Nocken- und Kurbelwelle dürfte das so auch nicht umbedingt gut tun, wenn sie direkt auf 7.000 U/min hochdrehen.
Stimmt nur bedingt. Die korrekte Vorgehensweise ist meines Wissens, den Hahn voll aufzuziehen, BEVOR man die Zündung einschaltet. Das hat zur Folge, dass das Steuergerät nicht einspritzt und man so den Motor, der eventuell abgesoffen ist, mal durchatmen lassen kann. Zumindest hat das so bei mir mal geklappt, als sie partout nicht wollte und es anfing, nach Sprit zu stinken. Manchmal ist sie ja ne kleine Diva. :mx31:
 
Also sicher prüfen ob die Batterie voll geladen ist. Ich reinige auch alle Kontaktstellen der Batterie und kontrolliere kurz ob alle für den Start relevanten Komponenten in "Schuss" sind.
Wenn ich das richtig gelesen habe, wolltest Du nur kurz starten, damit das Motorrad für das kommende Wochenende fit ist. In diesem Fall empfehle ich Dir eine anständige Proberunde von mind. 30 Minuten. Es kann sonst sein, dass Dein Bike nach fast sechs Monaten anspringt, aber drei Tage später nicht mehr will. Oder anders gesagt: wenn ich mein Motorrad mehrere Wochen/Monate nicht gefahren bin, so starte ich nicht nur kurz, sondern mache eine Runde.

Hoffe Dein Maschinchen startet heute noch....:mx1:
 
Wenn die eingebaute Batterie zwar mal voll war, jetzt aber nach etlichen Versuchen nichtmehr, dann nimm Starthilfe. Damit kannst Du dann orgeln bis der Arzt kommt und nach 2mal 20 Sekunden mit offenem Gas wird wohl die erste Zündung kommen.
Damit der Motor dann auf 7RPM hochdreht, muss Du schon arg verschlafen reagieren.

Klingt alles nach abgesoffen und da läuft sie die ersten paar Umdrehungen eh nur auf einem oder zwei Zylindern. Bis sie rund läuft tät ich sie bei irgendwo um 2kRPM halten - sonst gluckst sie sich womöglich wieder aus. (geht dann aber auch leichter wieder an, wenn sie grad schonmal lief)

Und korrekt: das Gas hat man bei Vergasern aufgemacht, damit der Brennraum belüftet wird und die Zündkerzen trocken. Ob das bei Einspritzern theoretisch auch funktioniert weiß ich nicht, aber bei mir hat's damals geholfen.
Den gleichen "Trick" habe ich auch schon beim Quirl angewandt. Wenn's also theoretisch nicht gehen sollte, hilft an dieser Stelle die Praxis weiter ;-)
 
Erstmal vielen Dank für die vielen geduldigen Antworten von euch. :Froehlich2:
Ihr habt mit zumindest schon mal soweit weitergeholfen , als das ich eure Antworten so verstehe, dass ich da offenbar nichts total kaputtmache, wenn ich es nochmal mit Gas bzw vor dem Starten am Gas drehen versuche.
Da ich es heute Nachmittag eigentlich gerne noch gelöst hätte, aber leider anderweitig aufgehalten wurde, werde ich es morgen nochmal in Ruhe probieren, nachdem ich die Batterie nochmal geprüft bzw geladen habe.
Ich gebe euch auf jeden Fall Bescheid, was draus geworden ist.
 
12 Jahre Erfahrung:

immer das gleiche Problem mit der Dicken ... aber es ist IMHO lösbar!

1. volle und intakte Batterie
2. sich ihr mit wohlwollendem, positivem Gefühl nähern
3. auf Hauptständer und eingeklappter Seitenständer .. wg später nicht mit Gang drin aus
4. 3x Zündung an und jeweils dem Sirren lauschen
5. ohne Gas starten ... wenn überhaupt nötig dann ganz, ganz, ganz leicht Gas, aber erst, wenn sie läuft

Hat die letzten Jahre zur ersten Fahrt der Saison immer geklappt:Froehlich2:

GL!

LIGULIZUG

Andreas
 
Sie lebt wieder

Guten Morgen,

nachdem es mir gestern Abend dann doch keine Ruhe gelassen hat, habe ich die Batterie nochmal geladen und wollte es dann mit euren Tipps doch nochmal probieren.
Also Gashahn bei ausgeschalteter Zündung eine Weile offen gehalten. Zündung an, Gas ein paar Mal hin und her bewegt. Startversuch mit minimal Gas.
War zuerst nicht erfolgreich.
Mein Freund wollte dann auch nochmal probieren. Er hat dann bei gedrückten Startknopf vorsichtig das Gas Stück für Stück aufgemacht und eine Position gefunden, an der sie schneller angedreht hat als zuvor. Kurz gehalten und sie sprang an. Er hat allerdings sofort alles wieder losgelassen und so war sie dann auch direkt wieder aus.
Zündung aus, Zündung an... Lämpchen gingen noch, aber kein Surren der Benzimpumpe mehr. Mist, doch irgendwas kaputtgekriegt.
Also erstmal niedergeschlagen aufgegeben und gedanklich schonmal einen Anhänger organisiert und die Nummer der nächsten Honda-Werkstatt rausgesucht.

Dann hat mein Freund nochmal vorgeschlagen, die Sicherungen zu prüfen, bevor ich die Werkstatt anrufe. Also heute Morgen mit wenig Hoffnung meinerseits und frischer Batterie nochmal hin.
Sicherungen geprüft, alle ok. Mist, also doch irgendwas anderes hinüber.

Letzter trauriger Blick über meine Maschine. Und siehe da... schluckt vorm Weiterlesen bitte euren Kaffe runter... Kill-Schalter auf off... muss mein Freund bei dem halb erfolgreichen Versuch gestern dran gekommen sein, als er die Hand vom Gas und vom Starter genommen hat.

Batterie rein, Kill-Schalter umgelegt, Zündung an, Bezinpumpe schnurrt, Starter gedrückt und sie läuft... :mx1:

Ich danke euch allen! Euer Zuspruch und eure Hilfe haben letztendlich den Erfolg gebracht. :Froehlich2:
 
Das Problemchen mit dem Kill-Schalter hatte ich auch schon mal gehabt nach ner Winterpause.....:Konfus2:
 
Motor startet nicht

Hallo zusammen,
ich hab mich hier mal eingeloggt um zu obigem Thema was beizutragen. Normalerweise wird zum Anlassen der Starterknopf bei ganz geschlossenem Gas gedrückt. Bei ganz aufgedrehtem Gas startet der Motor nicht, da das elektronische Steuermodul die Kraftstoffzufuhr sperrt.
Im Fahrerhandbuch (CBF1000A) steht auf Seite 62 unter anderem:
"Motor überflutet. Wenn der Motor auch nach wiederholten Startversuchen nicht anspringt, kann er überflutet sein. 1. Den Motorabstellschalter auf Run gestellt lassen. 2. Das Gas ganz aufdrehen. 3. Den Startknopf 5 Sekunden lang drücken. 4. Das normale Startverfahren durchführen. 5. Wenn der Motor startet, die Leerlaufdrehzahl jedoch instabil ist, das Gas leicht aufdrehen. Wenn der Motor nicht startet, 10 Sekunden lang warten, dann die Schritte 1-4 erneut durchführen."
So hat es mir auch der Händler erklärt, bei dem ich meine CBF vor einem Jahr gekauft habe. Und so funktioniert das bei meiner auch tadellos. Ich mußte die Prozedur mit "Motor überflutet" vor 2 Wochen nach der Winterpause anwenden - es hat funktioniert - sie ist dann sofort angesprungen.

Viele Grüße
Konni:Idee
 
Das Problem hatte ich auch mal. Man sagte mir, dass der Biospritanteil die Einspritzdüsen verklebt.
Seit 2 Jahren gehe ich alle 2-3- Wochen her und starte den Motor, lass ihn 5 Minuten laufen und stell ihn dann wieder ab.

Seit den habe ich das Problem nicht mehr.
 
Seit 2 Jahren gehe ich alle 2-3- Wochen her und starte den Motor, lass ihn 5 Minuten laufen und stell ihn dann wieder ab.

Genau das verträgt die SC58 eigentlich gar nicht und ewig "kalt" laufen lassen ist für einen Motor nicht gut.
Einfach vor der Winterpause voll Tanken, abstellen und drei Monate später mit einer voller Batterie ganz normal starten und direkt den Frühling auf einer schönen Runde genießen :Froehlich2:
 
In den letzten Jahren hatten wir eigentlich nie mehr einen Winter wo es monatelang saukalt war. Ich sitze wie die Spinne auf dem Netz und warte bis es zittert. Will heissen sobald es ein sonniger Tag gibt, die Strassen trocken sind und +0, dann wird mein Maschinchen mindestens 30 Minuten eher 45 Minuten bewegt - ein Käffchen getrunken - und die gleiche Strecke wieder zurück. Gaaaanz gemütlich. Das wiederholt sich zwischen November bis März bestimmt jeden Monat 2 x und in 29 Jahren noch nie Probleme im Winter gehabt. Nur an- und abstellen funktioniert rein theoretisch schon, aber es ist nicht gut für das Maschinchen (Feuchtigkeit bzw. Kondensierung, kein komplettes warm werden, Schmierung etc.).

Heute früh war ich auch wieder bei +5 Grad unterwegs und als ich nach 240 Kilometer wieder zurück war, konnte ich bereits +11 Grad ablesen. Gut, ich war auch noch eine Stunde im warmen Showroom einer Hondavertretung....man gönnt sich ja sonst nichts. Also, ab in den Frühling :sofa:
 
Genau das verträgt die SC58 eigentlich gar nicht und ewig "kalt" laufen lassen ist für einen Motor nicht gut.
Einfach vor der Winterpause voll Tanken, abstellen und drei Monate später mit einer voller Batterie ganz normal starten und direkt den Frühling auf einer schönen Runde genießen :Froehlich2:
Hallo Dachi

dann habe ich immer genau DAS Problem das hier beschrieben wurde.
Ich dreh ab und zu auch mal eine Runde in der Tiefgarage
 
Das Problem hatte ich auch mal. Man sagte mir, dass der Biospritanteil die Einspritzdüsen verklebt.
Seit 2 Jahren gehe ich alle 2-3- Wochen her und starte den Motor, lass ihn 5 Minuten laufen und stell ihn dann wieder ab.

Seit den habe ich das Problem nicht mehr.


Mag sein, dass der Biosprit die Einspitzdüsen verklebt. Ich tanke daher 2 Tankfüllungen vor der Winterpause kein E10 mehr - funktioniert bestens. Mein Emmchen startet auch nach 3-monatiger Pause ohne Probleme.
 
Man sagte mir, dass der Biospritanteil die Einspritzdüsen verklebt.


Dann aber nur die Düsen von der CBF. :frech4:
Meine Blaue stand seit November in der ungeheizten Garage und startete sofort nach dem Drücken aufs Anlasserknöpfchen am 2. April. Ohne die Batterie vorher zu laden oder den Sprit zu wechseln. :025:

Daher glaube ich nicht an die Theorie des Verklebens.
 
Ich tanke schon immer ausschließlich E10 und bei mir sind noch nie Einspritzdüsen verklebt. Ich habe hier auch noch nie gelesen, dass jemandem eine Einspritzdüse in irgend einer Form kaputt gegangen wäre. Und selbst wenn sie "verkleben" würde, läge es bestimmt nicht am Alkoholanteil, denn Alkohol verdunstet rückstandslos.

Es gibt die Empfehlung, nicht mit E10 zu überwintern, weil Ethanol hygroskopisch ist, Wasser einlagert und den Tank rosten läßt. Das ist zwar nachvollziehbar, wird aus CBF-Kreisen aber eher nicht berichtet. Würde diese Gefahr daher auch nicht als besonders groß erachten.

Wenn eine CBF schlecht anspringt liegt es meistens daran, dass sie nach der Kaltstartanfettung wieder aus gemacht wurde statt gefahren. Oder die Batteriespannung ist zu niedrig, der Anlasser dreht zwar, aber es langt nicht mehr für den Rest.

:Froehlich3:
 
Ich tanke schon immer ausschließlich E10 und bei mir sind noch nie Einspritzdüsen verklebt.

Na, ob da was verklebt war weiß ich nicht, aber ich hab auch ausschließlich E10 verbrannt.

Es gibt die Empfehlung, nicht mit E10 zu überwintern, weil
Ethanol hygroskopisch ist, Wasser einlagert und den Tank rosten läßt.

Wenn E10 hygroslopisch ist (und das ist es) kann man auch argumentieren, dass Wasser im Sprit gebunden wird, ehe es Rost verursacht. Du kannst ja mal in meinen Tank schauen, ob da was blüht - 6 Jahre ohne Dach sollten für erste Wucherungen reichen, wenn E10 so böse ist. Der Tank meiner XJ war bei identischen Pflegebedingungen nach 15 Jahren durchgerostet (innerhalb 2 Minuten war der Tank dann vollständig in die Schuhe aus- und diese mangels Fassungsvermögen übergelaufen) - mit "richtigem" Kraftstoff der alten Schule!

Nicht mit E10 überwintern macht angeblich trotzdem Sinn, da dem Vernehmen nach die Zündfähigkeit von E10 stärker abnimmt, als die von herkömmlichem Kraftstoff. So richtig eingelesen habe ich mich dazu aber nicht und da ich auch Winters i.d.R. spätestens nach 4 Wochen nachtanken muss, wird bei mir der Sprit auch nicht wirklich alt.

Wenn eine CBF schlecht anspringt liegt es meistens daran, dass sie nach der Kaltstartanfettung wieder aus gemacht wurde statt gefahren. Oder die Batteriespannung ist zu niedrig, der Anlasser dreht zwar, aber es langt nicht mehr für den Rest.

Epend! Wenn man bei der ersten Zündung den Starterknopf loslässt, die Madame aber sich dann aber doch nochmal verschluckt und ausploppt, dann ist's halt nass im Brennraum. Die wintergeplagte Batterie kann dann vielleicht nochmal zur Entlüftung kurz kurbeln, aber am Ende fehlt Spannungsreserve für eine zuverlässige Zündung - das regelt dann die Starthilfe. Wenn man beim ersten Startversuch eine gefühlte Sekunde länger auf dem Starterknopf bleibt, gibt's das Problem eher nicht.
Identisches Problem hatte ich letztes Jahr beim Quirl - scheint also Stand der Technik zu sein :-)
 
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