Kette selber wechseln

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steppke

Gast
Hallo CBFler
auch wenn das Thema Kette schon viele Varianten hier im Forum aufweist ... ich mach mal einen weiteren Fred auf:

vor gut 7 Jahren wurde schon mal die folgende Anleitung gepostet:

"Nach 32 000 Km (Ohne Öler ) war die Kette f?llig.Ich habe mir eine Endloskette (Damit ich nichts vernieten mu?)Did ausgesucht.Der Wechsel geht (f?r Schrauber ) problemlos.Kupplungsautomat und Seitenplatte ab,vorher Schwingenbolzen etwas zur?ckziehen,die beiden
Schrauben ober-und unterhalb des Bolzens entfernen.Kettenschutz abschrauben.Dann kann man die Kette ohne Schwingenausbau wechseln.Beim Zusammenbau etwas Fett an die Schrauben,Kupplungsmitnehmer,Schwingenbolzen u.s.w.Beim Anbau des Kupplungsdruckautomaten langsam reindr?cken und halten,damit er nicht verkantet.Rad neu ausrichten bezw.Kontrolle. Drehmomente in unserer Liste."

Ich hab hier ein neues Kettenkit liegen (endlos) und bevor ich mich ans Schrauben mache, wollte ich in die Runde fragen, ob es weitere Erfahrungen beim Wechseln der Kette OHNE Ausbau der Schwinge gibt? Obige Anleitung hört sich für einen einigermaßen begabten Schrauber recht easy an - gibt es weitere Fallstricke?

Ohne die Teile vor Augen zu haben, frage ich mich nämlich, wie ein Spalt zwischen Schwinge und Rahmen entsteht, durch den die Kette rausgezogen bzw. wieder eingeführt werden kann? Muss die linke (in Fahrtrichtung) Schwingenseite nicht doch recht weit nach oben oder unten abgekippt werden, damit dann die Kette durch den so entstehenden Spalt paßt? Ich würde mal vermuten, daß die Schwingenachse ganz raus muss und die Schwinge sich sonst gar nicht (um ihre Längsachse) kippen läßt - wo soll das Spiel herkommen?

Gespannt wie ein Flitzebogen ...

Steppke
 
Hi,

in den erwähnten vielen Varianten des Themas wurde auch mal ein Link zu einer Beschreibung mit Bildern gepostet,
-> guckst du hier - Carver hatte es damals super beschrieben.

Ich hatte damit keine Probleme und klappte wunderbar. Musste etwas Zeit aufbringen, aber es ging auch ohne Fremdhilfe!

Gruß
Artur
 
Hallo
Habe auch im letzten Jahr die Kette gewechselt mit Hilfe der Anleitung hier im Forum , Notebook mit den Fotos und der Beschreibung direkt dabei und dann geht es los


Gruß
Heinz
 
Kettesatz wechseln

Auch ich habe mit Hilfe von Carvers Anleitung den Satz gewechselt.
Ging wunderbar!:Froehlich2:
 
Auch ich habe mit Hilfe von Carvers Anleitung den Satz gewechselt.
Ging wunderbar!:Froehlich2:

Ok, vielen Dank
ich hab einen gedanklichen Konstruktionsfehler gehabt - hatte die Schwingenlagerung in den Stahlrahmen gesetzt, läuft ja aber außen dran vorbei (mir fällt gerade keine bessere Formulierung ein)

Steppke
 
Hi Leute,
nun habe ich auch den Kettenkit bei der Dicken, nmach Anleitung von Carver gewechselt!
Hat super geklappt, ist aber im Vergleich zu meiner damaligen Bandit eine wahnsinns Arbeit!:-(
Was ich nich verstehen kann ist dass Honda die Schwingenachse und die beiden Motorhaltebolzen von der linken Seite, also da wo die Aluplatte ab muss, einsetzt.
Es wäre doch um ein vielfaches einfacher wenn diese drei Dinger von der rechten Seite eingeschoben wären, dann bräuchte man nur die Muttern abschrauben, und könnte die Aluplatte auf der linken Seite abnehmen.;-)

Da ich mir aber denke dass Honda sich was dabei gedacht hat das so zu konstruiren, habe ich die Dinger wieder von rechts eingeschoben.

Kann mir vielleicht jemand sagen ob es wichtig ist die Bolzen von rechts ein zu bauen, oder ob es egal ist wie rum die Dinger drinn stecken?
Wenn ja, wäre es doch beim nächsten Kettenwechsel viel einfacher!
 
Technisch müßte es egal sein, wo der Schraubenkopf ist und wo die Mutter. Man muss nur Platz haben, das zu bewegende Schraubenelement zu bedienen und das Werkzeug anzusetzen. Das könnte der Knackpunkt sein, ein Inbus-Schraubenkopf ist wesentlich kleiner als eine Sechskant-Mutter, wo auch noch eine Nuß drüber können/müssen soll. Man muss halt einfach schauen, ob es passt. Da ich die Ketten aber niete, stellt sich dieses Problem sowieso nicht.
 
Technisch müßte es egal sein, wo der Schraubenkopf ist und wo die Mutter. Man muss nur Platz haben, das zu bewegende Schraubenelement zu bedienen und das Werkzeug anzusetzen. Das könnte der Knackpunkt sein, ein Inbus-Schraubenkopf ist wesentlich kleiner als eine Sechskant-Mutter, wo auch noch eine Nuß drüber können/müssen soll. Man muss halt einfach schauen, ob es passt. Da ich die Ketten aber niete, stellt sich dieses Problem sowieso nicht.

:Froehlich2:...Genau so Martin!!! :Froehlich2:

Ich käme auch nicht mehr auf die Idee für den Kettenwechsel die Schwinge bei einem Moped auszubauen.
Alte (die Kette natürlich!!......!) auftrennen, neue dran befestigen und mit der alten Kette einfädeln.
Gutes Gerät zum vernieten benutzen und sorgfältig vernieten.
 
:Froehlich2:...Genau so Martin!!! :Froehlich2:

Ich käme auch nicht mehr auf die Idee für den Kettenwechsel die Schwinge bei einem Moped auszubauen.
Alte (die Kette natürlich!!......!) auftrennen, neue dran befestigen und mit der alten Kette einfädeln.
Gutes Gerät zum vernieten benutzen und sorgfältig vernieten.

Hallo Jürgen,
ich habe mal gehört das Handvernietete Ketten für Big Bikes nicht geeignet sind, wegen der Sicherheit!
Aber das ist auch schon länger her.
Natürlich ist das viel einfacher, vorrrausgesetzt mat hat dafür das passende Werkzeug.
Ich habe keinen Kettentrenner oder ein Werkzeug zum Vernieten, und mal ehrlich wie oft muss man eine moderne Motorradkette heute noch wechseln?
Meine alte Kette hat fast 40000 Km gehalten(Scotti sei dank).
Lohnt sich da die Anschaffung solcher Werkzeuge?
Ich meine nicht.

Gruß Gerd
 
Hallo Jürgen,
ich habe mal gehört das Handvernietete Ketten für Big Bikes nicht geeignet sind, wegen der Sicherheit!
Aber das ist auch schon länger her.
Natürlich ist das viel einfacher, vorrrausgesetzt mat hat dafür das passende Werkzeug.
Ich habe keinen Kettentrenner oder ein Werkzeug zum Vernieten, und mal ehrlich wie oft muss man eine moderne Motorradkette heute noch wechseln?
Meine alte Kette hat fast 40000 Km gehalten(Scotti sei dank).
Lohnt sich da die Anschaffung solcher Werkzeuge?
Ich meine nicht.

Gruß Gerd

Ich habe mal gehört- allerdings ohne Anspruch auf Richtigkeit- selbst die Hersteller haben heute Kettenmaterial als Meterware
und vernieten die passend bei Neumaschinen.
Wenn die Vernietung einer Antriebskette richtig gemacht ist, hält diese Stelle genau so gut wie der Rest der Kette.
Ich leihe mir- wenn ich wirklich mal eine Kette wechseln muß- bei meinem Schrauber das Werkzeug.
 
Technisch müßte es egal sein, wo der Schraubenkopf ist und wo die Mutter. Man muss nur Platz haben, das zu bewegende Schraubenelement zu bedienen und das Werkzeug anzusetzen. Das könnte der Knackpunkt sein, ein Inbus-Schraubenkopf ist wesentlich kleiner als eine Sechskant-Mutter, wo auch noch eine Nuß drüber können/müssen soll. Man muss halt einfach schauen, ob es passt. Da ich die Ketten aber niete, stellt sich dieses Problem sowieso nicht.

Hallo Martin,

du meinst also das es eigentlich egal ist von welcher Seite die Bolzen reingesteckt werden, solange alles passt.
Ich denke schon dass das so ist, die Löcher in den Platten links und rechts sehen gleich groß aus.
Dann wäre das für den nächsten Kettenwechsel mal eine Option.

Ach noch was...danke für die schönen Filmchen auf "Zams" Channel.
Sehr Lehrreich und unterhaltsam, mach bitte weiter so!

Gruß Gerd
 
ich habe mal gehört das Handvernietete Ketten für Big Bikes nicht geeignet sind, wegen der Sicherheit!
Aber das ist auch schon länger her.

ja, so ungefähr 40 Jahre muss das her sein :-)

Fast alle Supersportler der letzten Jahre haben Schwingen mit Oberzug. Die Kette muss also ausgerechnet bei denen immer genietet werden. Wegen der Sicherheit. Kleben wäre doof :-)

vernietete Grüße
vom falo
 
ja, so ungefähr 40 Jahre muss das her sein :-)

Fast alle Supersportler der letzten Jahre haben Schwingen mit Oberzug. Die Kette muss also ausgerechnet bei denen immer genietet werden. Wegen der Sicherheit. Kleben wäre doof :-)

vernietete Grüße
vom falo

Hi Falo,

danke für das Update...war wohl scheinbar dringendst nötig!!!;-)
Es lebe der Kettentrenner und das Nietwerkzeug!!!
 
Die Diskussion ob Endloskette verbauen (sofern überhaupt möglich - siehe oben) oder vernieten ist uralt, und wurde hier im Forum schon einige Male geführt.

Ich habe bisher nur bei einer Kawa mit 53´km die Kette gewechselt und zwar endlos mit Ausbau der Schwinge.
Übrigens, die 53´km wurden mit normalem Spühfett (also ohne Öler) erreicht, geht also genauso :Froehlich1:.
Sollte es bei mir nötig werden (Kettensatz liegt in der Garage bereit) werde ich auch bei der CBF endlos verbauen, da ich nicht einsehe, warum ich eine fabrikgefertigte endlose Kette (ohne Schwachstellen) erst trennen und dann wieder vernieten soll (evt. mit Erzeugung einer poteziellen Schwachstelle).

Allerdings mache ich es selbst, und meine Arbeitszeit spielt bei der (seltenen) Aktion dann keine Rolle.
Bei der Werkstatt muss es schnell gehen (Kosten), daher kommt hier nur Nieten in Frage.
 
Allerdings mache ich es selbst, und meine Arbeitszeit spielt bei der (seltenen) Aktion dann keine Rolle.
Bei der Werkstatt muss es schnell gehen (Kosten), daher kommt hier nur Nieten in Frage.


Die Zeit spielt bei mir auch keine Rolle. Ich habe auch keine Probleme, eine Schwinge auszubauen. Aber wenn man mal ein Ketternschloss selbst verbaut und vernietet hat, dann sieht man das möglicherweise etwas anders. Alleine die Lasche auf das Kettenschloß zu pressen ist ein gewisser "Kraftakt". Nicht, dass es schwierig ist, aber es vermittelt den Eindruck, dass es ein äußerst irreversibles Ereignis ist. Ich glaube, ich würde mich trauen, eine unvernietete Kette über die komplette Lebensdauer zu fahren, nur mit aufgepresster Lasche. Dass man danach auf den beiden Kettenschloßbolzen noch einen Nietkragen aufbringt, ist ... wie soll ich es ausdrücken... auf jeden Fall gut für die Optik und sicher auch für die letzendliche Sicherheit. Aber eine Schwachstelle ist eine selbstvernietete Kette auf keinen Fall.

Ich will aber niemanden davon abhalten, seine Schwinge auszubauen. Lager brauchen an und ab etwas Pflege, neues Fett usw. Schwingenlager sind auch dankbar für sowas.

Ich habe seit über einer Woche eine Triumph Speed Four hier stehen. Ich sollte eigentlich nur die Kette spannen. Nur, die Kette war völlig hinüber und unspannbar, also habe ich einen neuen Kettensatz bestellt. Offene Kette mit Nietschloss. Nachdem ich das Hinterrad ausgebaut hatte, musste ich feststellen, dass alle Radlager im Eimer waren. Neue Lager bestellt und die Mühle so aufgebockt, dass das Vorderrad frei war. Lenkkopflager im Eimer. Also Vorderbau abgebaut und festgestellt, Vorderradlager sind auch im Eimer. Wahrscheinlich werde ich die Schwinge schon "auf Verdacht" ausbauen, da alle anderen Fahrwerkslager völlig verranzt waren und ich davon ausgehen muss, dass das Schwingenlager ebenfalls "hinüber" ist.
Also, Message an die "nicht-Nieter": Baut Eure Schwingen aus, nehmt Euch die Zeit, schmiert sie neu, ersetzt ggf. die Lager... kann alles nichts schaden.
 
...
Also, Message an die "nicht-Nieter": Baut Eure Schwingen aus, nehmt Euch die Zeit, schmiert sie neu, ersetzt ggf. die Lager... kann alles nichts schaden.
So ähnlich habe ich das damals bei der Kawa auch gesehen, und exakt so sehe ich es bei der CBF (wenn es denn so weit ist) heute auch.
Ich gebe meiner Kette mindestens ebenfalls 50´km, und dann schadet eine genauere Inspektion des Fahrwerks wirklich nicht, zumal es bei meiner Fahrweise wirklich nicht gerade geschont wird.
 
Hallo, nachdem ich die Kettensätze von 2 Hornet's gewechselt habe ( kein Hauptständer!) muss ich sagen, das es bei der CBF wie von selbst geht.Der Ausbau dauerte lediglich 17 Minuten.Im übrigen ist die Steckachse vom Hinterrad vom Durchmesser identisch der Schwingachse.Mann braucht also kein extra Tool.
 
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