@Martin: cooler Selbstversuch! Die Auswahl unterschiedlicher Modelle im Carsharingpool oder beim Mietfahrzeuganbieter macht deine automobile Zukunft vielleicht sogar reicher und bedarfsgerechter. Am Stammtisch wäre natürlich ein Neuer mit überlegener Technik viel eindrucksvoller, als Dein Rückzug in die unbeheizte Höhle...
Ja, das habe ich fast 30 Jahr lang so gemacht. Nicht selten waren die Preise 6-stellig, die Leasingraten 4-stellig, die Zylinder 8-stellig und fast alle Kreuzchen gemacht. Aber ich habe das irgendwie satt und hinter mir. Seit ich wieder Motorrad fahre, also die letzten 9 Jahre, "quält" es mich zunehmend, Auto fahren. Die vollen Straßen, das Gezuckel hinter den Schleichern, künstlich verengte Ortsdurchfahrten welche künstliches "Stop-and-Go" erzwingen.

Die älter werdende Gesellschaft (ich schließe mich nicht aus) bremst den Verkehr aus (hier schließe ich mich (noch) aus). Mir schwillt zunehmend der Kamm wenn ich hinter einem Lenkrad sitze und das ist nicht gut, weder für mich, noch für die anderen. Auf einem Zweirad, auch und speziell Muskelbetrieben, empfinde ich eine gewisse "Leichtigkeit des Seins", fühle mich gut, wohl, komme entspannt an. Und wenn es länger dauert, dann ist es halt so, die Zeit möchte ich einfach haben.
Den Widrigkeiten der Witterung ausgesetzt zu sein, ist aber schon ein echtes Manko, da kommt schon mal das Weichei durch. Deshalb wollte ich eigentlich auch nicht total ohne Auto sein. Man hat ja auch mal was zu transportieren, Einkaufen usw. ...
Eigentlich hatte ich vor, meinen letzten Firmenwagen, also den, den ich jetzt
nicht bestellt habe, irgendwann mit in den Ruhestand zu nehmen und für den Rest meines Lebens im Straßenverkehr zu benutzen.
Aber was will ich mit einem Auto, das ständig Service und Ölwechsel will, obwohl ich es kaum benutze? Das seine Einlassventile auf den kurzen Einkaufstouren meiner Frau schneller zugekokt hat, als man gucken kann, weil es gezwungen wird, seine "Exkremente" einzuatmen.
Das keine Chance hat, den jetzt auch bei Benzinmotoren einzusetzenden Rußpartikelfilter frei zu brennen, also nicht nur beim Einatmen sondern auch beim Ausatmen schnell ersticken wird.
Absichtlich schwache Kolbenringe weil ... es kostet ja Energie durch Reibung.
Öl-Absteifringe...? Wäre schon gut gewesen, war ja auch mal Stand der Technik, aber Öl nachfüllen bringt der Industrie mehr Umsatz und (wer hätte es ged8) weniger Reibung und weniger Verbrauch im Prospekt.
Extra schwache Ventilfedern, denn es kostet ja Energie, die zusammen zu drücken, das wäre dann auch schlecht für die Werte im Prospekt.
Steuerkette, gerne einfach und ein bisschen dünner, denn bewegte Massen kosten ... Ihr wisst schon.
Mir würden schon noch so 10..20 "früher_war_alles_besser"-Punkte einfallen, aber...
Vielleicht würde ich ja auch gerne einen Liter mehr Sprit /100 akzeptieren, dafür, dass die Sachen haltbar und robust gestaltet werden/bleiben. Vielleicht würde ich auch CBF1000 fahren. Natürlich würde ich!

Vom Prospekt-Wert rede ich nicht mal, "gefaked" wird ja trotzdem
Fehlfunktionen sind also vorprogrammiert, man könnte fast sagen "erwünscht". Man selbst, oder eine freie Werkstatt, kann keine Hand mehr anlegen, weil
diese können das Auto ja nicht "nach Hause telefonieren" lassen. Also muss jedes Mal die Markenwerkstatt mit doppeltem Stundensatz ran und die kann so richtig Kohle abschöpfen, weil sie 2 Tage braucht, um an die total verbauten Eingeweide zu kommen, um z.B. mal eine Steuerkette zu wechseln. Und so viele kleine andere Dinge, proforma, weil sonst gehen sie sowieso irgendwann kaputt.
Nee, dann lieber
erst mal ein Selbstversuch. Den versuche ich so lange auszudehnen, bis die Auswahl an E-Autos aus "Deutschen Landen" adäquat genug ist, sodass ich was passendes finde. Oder wenigstens in der EU gefertigt, man sollte ja nicht gleich zuuu anspruchsvoll werden. Die Leute, die hier wohnen sollen ja auch von was leben.
Ob das was wird und wie lange der Akku im Auto dann wohl hält? Keine Ahnung.
Man sagt ja, die ausgedienten Auto-Akkus würden dann ein zweites Leben als Solarspeicher/Haus-Akkus bekommen. So lebt also ein ausgedienter Auto-Akku schon seit 5 Jahren in meinem Keller, lädt sich am Tag, entlädt sich in der Nacht, tut das klaglos und ohne murren und sorgt dafür, dass der Elektrizitätsversorger zwischen April und Oktober kein Geschäft mit mir machen kann, nicht mal nachts.

Aber umgekehrt

. Und das soll 20 Jahre funktionieren, hat man mir versprochen. Naja, wenn nicht ganz, bin ich auch nicht böse, ist ja nur ein alter Auto-Akku, ist ja nur ein zweites Leben.

Deshalb rechne ich damit, dass mein Dach auch die eine oder andere Einkaufsfahrt eines zukünftigen Rentner-Ehepaars energetisch wird sponsern können. Mehr als 20km pro Tag werden es nicht werden im Schnitt, wenn überhaupt so viel. Die Fahrräder bleiben ja, die Motorräder hoffentlich auch.
