Stromnetz

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Jackryan, meine Botschaft ist, dass nicht alles, was uns von der Politik als "sauber" verkauft wird, auch sauber ist. Das E-Auto ist bestenfalls vor Deiner Haustür sauber. Ja, vor Deiner. Vor meiner schon nicht mehr, denn ich wohle direkt am Tagebau in Sichtweite von 5 Kohlekraftwerken und einer riesigen Narbe, die mal Ortschaften und Wald war. Da relativiert sich das.

Dreck ist hier allgegenwärtig. Fenster putzen ist was für ein paar Tage bis zum nächsten Regen (ich weiss, das sagt jede Hausfrau, -mann, -diverse, aber nicht im Umfang dessen, dass man es lieber gleich lässt). Meine helle Terrasse ist nach einem Jahr dunkelgrau. Die Regentonnen, die das Dachwasser auffangen, enthalten nach einem Jahr mehrere cm braunen Schlamm (Braunkohle, weisste). Den Rinnstein muss man mehrmals jährlich von ebensolchem Sediment befreien.

Und das alles ist ein Witz gegen das, was weltweit passiert, da sind wir einer Meinung.

Es geht mir nicht darum, alles zu verteufeln. Ich kriege bloß regelmäßig Schnappatmung, wenn unsere Volksvertreter einen Technologie als "umweltfreundlich" verkaufen, um damit den Globus (Klimawandel) zu retten, aber nicht mal ansatzweise drüber nachzudenken scheinen, was diesseits jenseits unserer europäischen Haustür dafür passiert.

Aber was soll's. Ich hab mir 2009 schon ein Loch in die Stirn getippt, als diese "Umweltprämie" (sic!) die Wirtsch... <hüstel> die Natur gerettet hat.
 
Einer meiner Lösungsansätze ist (...) mit solch populistischen, undifferenzierten Bildern zum Nachdenken zu bewegen. Das ist das Mindeste. Tut mir leid, wenn das sauer austösst.
Ich finds gut, und meiner Meinung nach sollte Dir auch nix leid tun.
Wir werden rund um die Uhr von vorne bis hinten und von oben bis unten zugeschwallt, eingelullt und für blöd verkauft.
Sich dagegen zu wehren und wenigstens halbwegs "wach" zu bleiben ist garnicht so einfach.

Ich wette, Elektromobilität ist bei weitem nicht das einzige Thema, wo uns eine "positive Ökobilanz" vorgelogen wird, weil man damit gutes Geld verdienen und viele Gewissen beruhigen kann.

Abgesehen davon: Erdöl sprich Sprit ist endlich. So können die Firmen und Politiker sagen: "Wir tun was"... und die Schafherde ist beruhigt und blökt friedlich grasend wieder weiter auf der Weide.
 
Solange wir jedem Hype nachlaufen und blindlings "besseres kaufen" obwohl wir eigentlich keinen Bedarf haben, wird unser Konsumverhalten die Ursache für erhöhten Ressourcenbedarf bleiben.

Dass wir Elektroautos fahren sollen, damit es den armen Kindern in Afrika besser geht, ist vollkommener Bullshit. Wir verbessern damit die Bedingungen der Sklavenhaltung in den betreffenden Ländern - insbesondere für die Sklavenhalter. Okokok, die Sklavenhaltung ist abgeschafft...

Vom Arbeitscamp in Kasseri hat mit meine Schwester guineisches Chillipulver mitgebracht - eingetütet in einen 80ml-Plastikwasserbecher mit Aluaufreißdeckel den das Nestle-Konzernemblem ziert. Sowas kann der afrikanische Lohnsklave kaufen, wenn ihm jemand wie Nestle Arbeit gibt, nachdem der Grundwasserspiegel durch die hygienische Abfüllung soweit gesenkt wurde, dass die Brunnen trocken liegen. Das ist natürlich dann ein großer Fortschritt für die Einheimischen und ein heldenhafter Akt der Menschlichkeit.
Wie war das mit dem Plastik? Wie war das mit der Hilfe zur Selbsthilfe in unseren groß angelegten Entwicklungsprojekten? Dann kommt ein europäisches Unternehmen und gräbt erstmal das Wasser ab. Wenn der faule Eingeborene erstmal Durst hat, wird er sich schon für die Ziele ausländischer Unternehmen einsetzen...

Hinter dem Portal "Freiheit der Gedanken" steckt scheinbar auch nur so ein populistischer Haufen bedenkenloser Stimmungsmacher, die die Anzahl von "Dagegen-Wählern" erhöhen. Deren Aussagen und Formulierungen also bitte hinreichend kritisch zur Kenntnis nehmen.
 
Aussage?

Natürlich, der europäische Konsument und europäische Konzerne sind für "afrikanische Verhältnisse" zuständig.
Meiner Meinung nach eine sehr einseitige Sichtweise.
Kein Wort über die gewählten oder nichtgewählten autochtonen Autokraten Afrikas welche sich ihre Geldsäcke füllen,
keine Erwähung wie sich China die Resourcen dieses Kontinents aneignet.


Gruss Mentor
 
...Meiner Meinung nach eine sehr einseitige Sichtweise....

Völlig korrekt! Wir sind nicht allein.
Entschuldige falls möglich, dass selbst ich nur ein kleines Licht bin, das die Welt aus einer Ecke heraus sieht... :narr:

Mit "wir" und "unser Konsumverhalten" meinte ich die Menschen, die die Wahl haben. Nur weil Chinesen auch fragwürdige Dinge tun, wird ja unsere eigene Anfechtbarkeit in manchen Dingen nicht akzeptabler... auf die Nase anderer zu zeigen und dabei die eigene zu vergessen... äh, ist das Weitsicht?
 
Ein sehr interessanter Beitrag zum Thema vom WDR:


Ich habe die Doku nicht gesehen, deshalb werde ich mich dazu nicht äussern.

Ausser in der Hinsicht, dass die kommenden (Handels)Kriege keine Ölkriege mehr sein werden. Und dass in Seltenen Erden bzw. Rohstoffen allgemein mindestens genauso viel Konfliktpotenzial steckt wie in Trinkwasser.
 
Tesla nach Unfall Sondermüll - Elektromobilität in Norwegen

Nach Kollision mit einem Baum hat ein Tesla sofort Feuer gefangen.
Das Wrack, die weiterglühenden Akkus, wurde in einem mit Wasser gefüllten Container runtergekühlt.
Da kommen Assoziationen mit anderen Materialien und Halbwertzeiten hoch.
Die Entsorgung offensichtlich ein ungelöstes Problem.

https://www.donaukurier.de/nachrich...-fuenf-Wochen-auf-Parkplatz;art154670,4391964

Aus für kostenlosen Strom für Elektroautos in Oslo (Norwegen?)
48 Prozent der norwegischen Elektroauto-Besitzer gaben in einer Umfrage des Elektroautoverbandes an, dass die Hauptmotivation beim Kauf des E-Autos das liebe Geld war.
Also Gratis getankt (wie schön), staatliche Förderungen bei Neukauf eines Teslas und Benützung von Busspuren waren die Triebfeder der Mehrheit.
Wie ist das nun mit dem großen Vorbild Norwegen?

Seite 1
https://www.wiwo.de/unternehmen/aut...ird-das-elektroauto-zum-problem/10636304.html
Seite 2
https://www.wiwo.de/unternehmen/aut...en-dank-niedriger-strompreise/10636304-2.html

Ich habe es fast übersehen.
Der zweite Artikel ist bereits fünf Jahre alt.

Gruss Mentor
 
Der passende Löschcontainer könnte eine serienmäßige Umverpackung beim Elektroneuwagenkauf sein. Durch die modellspezifisch optimierte Bauform mit minimiertem Materialeinsatz kann die Umwelt so nachhaltig geschont werden, wie mit wenig anderen Maßnahmen. Zum Aufladen der Batterien stellt man das Auto dann in die miterworbene Brandschutzladestation.

Die Ladekabine gibt's dann auch in zu Nagellack, Handtasche und Schuhen passender Farbe und auf Wunsch mit aufwändigen Swarowski-Einlegearbeiten. Es ist also kein hässlicher Container, sondern eher sowas wie ein repräsentatives Repowering-Etui.

Eine schön gestaltete Ausführung stellt man eher in den einsehbaren Hof, als in die dunkle Garage. Ich hab schon wieder Bilder im Kopf.
 
Man darf das Ganze vielleicht nicht überbewerten... :mx35:

Einem meiner Youtube-Zuschauer, dem ist seine BMW (eine gar nicht mal so alte 1200er GS/Boxer) auf Grund eines "technischen Defekts" während der Fahrt unterm Hintern abgefackelt. Er hats dann gemerkt als das Höschen heiß wurde, hat angehalten, ist abgesprungen und durfte seinem Motorrad dann beim vollständigen ausbrennen zuschauen.

Das war irgendwann letztes Jahr, er hatte mir Bilder geschickt, die ich nicht weitergeben oder zeigen sollte, da die "Schuldfrage" noch in Klärung wäre. Ich weiß zwar, wie es "vorerst" ausgegangen war, aber da öffentliche Schlachtungen nicht mein Ding sind, behalte ich es für mich. coffee

Außerdem weiß ich nicht, was letztlich unter dem Schlussstrich des Schlussstrichs stand. :Froehlich3:
 
Vielleicht nicht überbewerten?

Muss man nicht überbewerten, vor allem wenn Mann sich gerade den Kauf eines e-Autos überlegt, kann man aber.


"Normale" Autos fackeln regelmäßig ab. Zu nahezu 100% ist es kein Funkenflug zum "brandgefährlichen" Treibstoff sondern es sind
elektrische Defekte mit kurzeitig großen Strömen welche ein KFZ schnell in den Vollbrand bringen.

Ein e-Auto Brand hat den Vorteil dass die Jungs von der Wehr, werterhaltend gesehen, zwar auch zu spät kommen,
sie können das weiterglühende Lithiumgefährt aber in einen wasserdichten Container mit Spezialflüssigkeit hieven.
Ich sehe die Wehren für diesen neuen Fall bereits trainieren.
Soweit ich informiert bin wurde bis jetzt ja nur die hohe Spannung des Akkus als gefährlich eingestuft.
Schöne neue e-Zeiten.

Gruss Mentor
 
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