Dann macht man halt die Lautstärkeprüfung auch zum Teil der TÜV Prüfung. Anderer Auspuff nur noch mit Eintragung und Messung. Dann wird es unterwegs einfach, der Polizist kontrolliert die Papiere, schsut auf Manipulationen und gut ist.
Dann wird der Auspuff inkl der ganzen Manipulationsmöglichkeiten halt zum sicherheitsrelevanten Feature..
Ersteres passiert ja de facto jetzt schon. Anderer Auspuff muß eingetragen sein oder E-Nummer mit passender (ggf. mitgeführter) ABE haben.
Geräuschmessung und Vergleich mit dem zulässigen/eingetragenen Wert ist jederzeit möglich.
M.E. reichen einfach die Kontrollen samt Konsequenzen bei weitem nicht aus.
Zweiteres wird sich rechtlich kaum realisieren lassen. Krawall ist erst dann sicherheitsrelevant, wenn der Gegenverkehr vor lauter Krach erblindet und in den Graben rauscht.
Davon ausgehend, daß unmanipulierte Serienauspuffanlagen (ja, auch der Klappenauspuff der SC 64 !!!!!) leise genug sind, bleibt dem Gesetzgeber eigentlich nur die Möglichkeit,
die erlaubten Höchstwerte (für zukünftige Modelle - Stichwort Bestandsschutz) zu senken, und so die Hersteller zu zwingen, neue Modelle leiser zu machen.
Hier würde dann auch ein anderes Prüfverfahren Sinn machen d.h. etwa bestimmte Maximalwerte über den gesamten Drehzahlbereich vorzuschreiben usw.
Es geht einerseits natürlich um die Ausweitung des Feindbildes "Motorradfahrer", andererseits vermutlich um die einsetzende Sauregurkenzeit.
Eine Initiative im Bundesrat ist ja noch lange kein fertiges Gesetz.
Ich werde mich erst dann wieder aufregen, wenn man mir von offizieller Seite meine serienmäßige Auspuffanlage als zu laut bescheinigt.
Was allerdings weitergehen muß ist der Kampf gegen die Krawallheimer, deren konsequente Ächtung und Verdrängung !
Den aufgestachelten Lärmwutbürgrn muß allerdings auch klar gemacht werden, daß der überwiegende Teil der Motorradfahrer gesetzeskonform unterwegs ist, und daß sie ihr
"Anliegen" bei der Politik durchsetzen müssen, und nicht auf der Straße.
Zudem muß klar sein, daß LKW, krawallige Sportwagen und nachbarliche Rasenmäher ihren (erheblichen) Anteil am Lärm haben.
Nachdem sich jetzt sogar der bescheuerte Verkehrsminister auf unsere Seite schlägt (eine Sache, die mir wesentlich mehr Angst macht, als ein mögliches Fahrverbot wg. Lärm)
kann ja auch schon fast nichts mehr passieren.
Gruß Thomas