alte Leichen und das 21. Jahrhundert...

Kassettendeck

Lothar, wenn du wirklich noch mal wieder ein Kassettendeck haben möchtest, in der Bucht und bei Amazon gibt's noch welche. Okay, in der Qualität, die du mal hattest, wahrscheinlich nicht, aber was ich bei kurzem stöbern so gesehen hab, war durchaus ansprechend.

Und zumindest für mich kann ich festhalten, dass mit zunehmendem Alter (also meinem) die Qualität der Audio-Anlage nicht mehr so ausschlaggebend ist, weil ich die Feinheiten eh nicht mehr raus höre. :(

Gruß
Georg
 
Ich hätte noch ne klassische Stereoanlage mit Doppelkassettendeck rumliegen...:Froehlich1:
... doof wenn zwei Haushalte fusioniert werden....:frech4:
Vg juschka
 
Zwischenstand.
Nach meiner mehrfachen Anfrage, wie sich der weitere zeitliche Ablauf der Regulierung gestalten wird erhalte ich heute folgend "Information":

Sehr geehrter [Name tut eigentlich nix zur Sache],
die längere Bearbeitungszeit bitten wir zu entschuldigen.
Wir warten derzeit auf Informationen des Sachverständigen und bitten noch um etwas Geduld.
Nach Eingang der weiteren Informationen kommen wir umgehend auf Sie zurück.
Mit freundlichen Grüßen
[auch dieser Name tut nix zur Sache]

Vom Elektrodienst weiß ich, dass meine Audiogeräte seit drei Wochen repariert sind, mir aber wegen "Formalitäten" nicht ausgehändigt werden können. Ich halte euch auf dem Laufenden.
 
Euer Stromnetztgesabbel findet Ihr hier denn es hat wohl gar nichts mit KiloZeBeF`s Thread zu tun.

Nö, hatte das nicht, aber wohl mit alten Leichen und dem aktuellen Jahrtausend. War insofern schon OnTopic. Ist auch nicht "mein" Thread, aber danke trotzdem für die Auftrennung von unterschiedlichen Apsekten in zwei inhaltliche Threads.

Und wenn ich schon da bin: der Gutachter hat sich gemeldet und mir erklärt, dass es bei allen anderen ganz geschmeidig laufen würde und nur bei mir Verzögerungen zu beobachten seien. An den Verzögerungen sei ich schuld, weil er noch Informationen brauche, die ich ihm zwischenzeitlich noch nicht verfügbar gemacht hätte.
Dazu zwei Dinge: noch keiner der anderen Hausbewohner hatte bisher eine Rückmeldung von Versicherung oder Sachverständigem, wie ich in Nachbarschaftsgesprächen zwischendurch erfahren habe. Hä? Wieso meint der Sachverständige, dass es bei den anderen geschmeidig laufe und nur bei mir klemmt?
Die Information die er am schmerzlichsten vermisst, ist die Reparaturrechnung meiner Geräte - die ich aber nicht bekomme, weil angeblich noch Formalitäten mit dem Sachverständigen zu klären seien.

Die Versicherung hat sich auf meine Nachfrage bezüglich des weiteren Vorgehens nicht dazu geäußert, ob derzeit die Osterurlaubsplanung ansteht und daher Nebensächlichkeiten ggf. nur mit einem zeitlichen Verzug angegangen werden können. Es wurde ebenfalls nicht auf den Hinweis reagiert, dass dieser kleine zeitliche Verzug in gewisser Weise Einfluss auf meine Lebensqualität hat. Ein Termin für eine nächste Aktivität der Versicherung wurde mir nicht genannt. Ich glaub die planen wirklich ihren Urlaub.
 
Hey Leute, es gibt Neues! Derzeit läuft Miles Davis "Live evil".
Nach zähem Ringen sind meine Elektrogeräte wieder bei mir. Tuner und Minidisk laut Schadensanalyse unrettbar aber alles andere tut.
Nahezu emotionslos habe ich im ersten Moment hingenommen, dass die mir meine Boxen vermackt haben... aber ich glaub morgen geht da ein Photo raus, mit der Aufforderung sich über den (eigentlich humanen) Rechnungsbetrag nochmal Gedanken zu machen.
CD, Tape, Phono, Pre und elektroakustische Aktivwandler tun wieder. Jetzt muss halt irgendso'n MD-Player her, damit ich die ollen liebgewonnenen Konserven in das Format bringe, das weniger schnell ausstirbt und flexibler handhabbar ist als die altmodischen Datenträger.

Die Versicherung hat offenbar noch immer nicht alles zusammen, was sie zur Prüfung der Ansprüche benötigt. Ist ja klar! Meine Rechnung vom Elektroservice hab ich erst heute bekommen.
Gestern wurde übrigens vom Versicherungs-Sachbearbeiter der Supportdame vom Energieversorger zugesagt, dass heute alle Geschädigten über das Maß der Schadensübernahme informiert werden. Wie der solche Aussagen treffen kann, wenn unklar ist, wie hoch die Summe meiner Reparaturrechnung ausfällt?

Weiterhin unklar ist die Erstattung von Arbeiten, die im Schadenszusammenhang erstattet werden müssen - meine Stundenauflistung wurde noch nicht angefordert... also wenn ihr mal richtig Spaß haben wollt, dann versichert euch beim BGV und hofft auf den Sachbearbeiter, den ich grad habe. Wie immer nenne ich keine Namen. Mein derzeitiger Eindruck ist, dass ich der Einzige bin, der am Fortschreiten der Bearbeitung aktiv beteiligt ist.

Hey! Ich hab wieder Mucke! (abzuwarten wann's den Nachbarn auf den Sack geht)
 
@Sven: ich warte ja schon drauf, dass die musikentwöhnten Nachbarn sensibel reagieren, aber vielleicht bin ich nicht laut genug, dass es sich lohnt aufgebracht vor meiner Tür zu stehen.
Wenn's so laut sein muss, dass es in den Ohren pfeift nehm ich eh den Kopfhörer...

Es gibt übrigens Neuiigkeiten vom Versicherer: ich habe gestern schriftlich irgendeine Zahl genannt bekommen, die ungefähr 300€ unter dem Betrag liegt, die mir unmittelbar als Kosten für Neuanschaffungen und Reparaturen entstanden sind (dass zwei Geräte irreparabler Sondermüll sind und insbesondere ein Radioempfänger noch beschafft werden muss, ist da noch nicht eingerechnet). Als "Beleg" wurde mir das Schadensgutachten von zwei anderen Haushalten im Haus mitgeschickt. Ich hab jetzt mal mein eigenes Schadensgutachten zur Einsicht angefordert und zudem beim Energieversorger meine dokumentierten Zeitaufwände eingereicht... da wird wohl nachgebessert werden müssen...

Die anderen Parteien bekommen im Übrigen 9,19€ für Tätigkeiten, die ein ungelernter ausüben kann und 25€ für Tätigkeiten, für die eine Sachkenntnis erforderlich ist. Die eingereichten Arbeitszeiten wurden in keinem Fall vollständig anerkannt... aber das darf ich ja aus Datenschutzgründen garnicht wissen...
 
current facts: ein Hauskollege hat am Osterwochenende einen sehr erbaulichen Brief an den Versicherer ausgearbeitet. Die überraschend schnelle Antwort hat er an mich weitergeleitet und siehe da: in seinem Fall will der schnelle Sachbearbeiter einen Schadensersatzanspruch für Nutzungsausfall von betroffener Gerätschaft prüfen. Es bringt zudem zum Ausdruck, dass auch ihm die mangelnde Kommunikation zwischen den Beteiligten und der zähe Ablauf der Regulierung auffällig geworden ist und er nicht besser als alle anderen erklären kann, wie alles derart zögerlich laufen konnte. Ich hab das mal so zur Kenntniss genommen und formlos meinen Nutzungsausfall mit einem Zweizeiler zur Prüfung vorgeschlagen... ich befürchte, dass er jetzt wieder ganz von vorne anfangen muss, der arme Kerl.
Nachdem das mit dem Osterhasen nicht geklappt hat, wird ja vielleicht bis zum Urlaub das Konto ausgeglichen... spätestens bis Weihnachten sollte es dann aber wirklich klappen - man wird ja bescheiden...
 
und weil mir grad der Kragen geplatzt ist: überraschend schnelle Antwort vom Versicherer soll hier Erwähnung finden.
Mein Sachbearbeiter hält eine Entschädigung von 50€ für insgesamt rund 60 Stunden zeitlicher Blockierung und schadensfallverursachter Beschäftigung für angemessen.
Einen Satz später bieter er 75€ für den Nutzungsausfall der Geräte. Also zwei Wochen ohne Waschmaschine, drei Wochen ohne Geschirrspüler und 2 Monate ohne auditive Medien.

Sachma! Der kriegt ja wohl die falschen Medikamente!

Mit Verweis auf die mir von ihm zugesandten gutachterlichen Stellungnahmen der anderen Haushalte habe ich mein Missfallen an der höchst individuell auif mich zugeschnittenen Schadensregulierung geäußert. Wenn's mich morgen juckt und sich die Zeit findet, geh ich den Kerl mal besuchen - sind 10 Minuten Fußweg zur Versicherungszentrale... und dann nehmen wir seinen Vorgesetzten mit ins Gespräch und überlegen gemeinsam, ob wir den Verbraucherschutz einschalten wollen. Alter Walter!
 
Klingt undglaublich!

Ein schlechter Scherz nach dem Anderen. :08 - boahey:
 
Wenn ich nicht mittendrin säße, ich tät's auch für unglaublich halten :-)
Gottlob sind das ja Problemchen. Beeindruckend mit welcher professionellen Coolness die Herrschaften von der Versicherung ihrer Regulierungspflicht nachgehen... irgendwas von "Ansprüche prüfen" faseln, dabei nicht in der Lage sind, erforderliche Informationen weder vollständig noch zeitnah einzuholen und am Ende aus der Hüfte schießen... eigentlich viel zu viel Verfehlung, als dass man das einem Einzelnen zutrauen würde.
Gottlob ist so ein Versicherungsjob gut bezahlt und eine sichere Bank - und solange die Schadensregulierung günstig für's Unternehmen ausgeht, hat mein Sachbearbeiter auch eher eine Gehalterhöhung, als eine Rüge verdient... mal wieder das Ding mit den unterschiedlichen Perspektiven...
 
(...) und solange die Schadensregulierung günstig für's Unternehmen ausgeht, hat mein Sachbearbeiter auch eher eine Gehalterhöhung, als eine Rüge verdient... mal wieder das Ding mit den unterschiedlichen Perspektiven...
Naja, sieh es mal so: Du möchtest ja auch ne günstige Versicherungsrate zahlen... :zwinkern:
Und versteh mich jetzt bloß niemand falsch: was Versicherungen im allgemeinen im Schadensfall so abziehen find ich unter aller *** (äh.... weibliches Artiodactyla aus der Unterordnung Suina).
Wollte diesen Aspekt nur mal erwähnen, so von wegen Perspektive und so... :mx11:

P.S.:
doof nur, das ne kleine Versicherungsrate für ne Versicherung die im Schadensfall nicht sinnvoll zahlt, am Ende doch wieder teuer ist :wirr2:
 
Es geht in die Zielgerade. Der offenbar sehr komplexe Fall führt nun dazu, dass in der kommenden Woche ein Workshop anberaumt wurde, in dem die Situation und die Art des Umgangs mit den Geschädigten zwischen Versicherer und Energieversorger unter beteiligten Sachbearbeitern und deren Ressortleitern diskutiert wird. Ist schon lustig, wie bei der Schadensregulierung gespart wird, und dann vermutlich 6 gut dotierte Manntage verbraten werden, um die Situation zu klären, in der es um wenige hundert Euro geht... immerhin sind wir jetzt wieder in einem durchschaubaren Prozess des Qualitätsmangements. Wurde auch mal Zeit. :-)

Ich meld mich dann nochmal, wenn die gemeinsam eine Zahl gewürfelt haben, von der sie überzeugt sind, dass die hoch genug ist. Ich denke in zwei bis drei Wochen kann dann hier zu.

Und ich bin richtig froh, dass ich noch so jung bin - die Wahrscheinlichkeit steigt ja mit dem Alter, dass man innerhalb der drei Monate Bearbeitungsdauer stirbt, bevor der Schaden reguliert wurde.
 
Jetzt hatte ich ja gedacht, dass das Gespräch zwischen Energieversorger und Versicherung zu einer vernünftigen und akzeptablen Lösung führt, aber man lernt ja jeden Tag dazu.
Die Gutachtersumme plus eine aus der Hüfte geschossene Summe für den Zeitaufwand, die Umstände und Unannehmlichkeiten wegen des mehrwöchigen Geräteausfalls - mit verwirrend neuen Pauschalbeträgen für dies und das... wenig transparent und vor allem mit einer Entschädigung von 100 Euro für gut 50 Stunden Zeitaufwand eine ziemliche Frechheit. Von wegen Zielgerade... das sind die Leute von der Versicherung doch nochmal ins Gebüsch abgebogen und probierens hartnäckig mit der Verwirrtaktik.

Ich bin jetzt mal wieder ein wenig sauer auf die Vollpfosten, die offenbar zum Spaß Versicherte ärgern und sich da auch mit vernünftigen Argumenten nicht aus dem Konzept bringen lassen. Hm, scheint wohl ihr Job zu sein. Ich geh dann mal in die nächste Runde. Blödes Spiel... wird wohl doch eher Weihnachten.
 
@ Kilo:

Tut mir leid für dich, hoffe dass die Versicherung noch einlenkt, und dir ein faires Angebot macht...

@ all:
Euer Geschreibe über Strom und Spannung hat mich köstlich unterhalten, auch wenn der Vormittag jetzt im A***h ist :mx11:

Dann möchte ich als Nichtfachmann und "zum Thema Sensibilisierter" doch mal noch folgende Frage hinterherwerfen: Was ist eigentlich mit so einem Bauteil https://www.ueberspannungsschutz.com/typ-3-feinschutz/ueberspannungsableiter-p-da-1/41?c=8 ? Nicht zu teuer, und bei mehr als 250V (das sollte eigentlich jedes Gerät aushalten?) schaltet er ab - ist das sinnvoll oder Geldverschwendung?
Es gibt auch noch andere Lösungen, wie die hier https://www.meinhausshop.de/OBO-UEberspannungsableiter-V10-Compact-255-V-3-NPE-1-Stueck, da bin ich aber nicht sicher, ob der 1x im Sicherungskasten verbaut werden muss, oder zu jedem separaten Stromkreis, sprich 1x pro Sicherung... Vielleicht kann einer der Fachkundigen für ein wenig Aufklärung sorgen :mx1:
 
Finale!

Passend zur heutigen wettertechnischen Aufheiterung habe ich soeben den Zahlungseingang vom Energieversorger feststellen dürfen.

In der Zwischenzeit wurde mir von der Versicherung ein erneut aus der Hüfte geschossenes Regulierungsangebot gemacht, das immerhin ein wenig höher als davor war. Es wurde schriftlich darauf hingewiesen, dass das nun das letzte Entgegenkommen sei.
Die Sachbearbeiterin des Energieversorgers war etwas irritiert, da vom Versicherer beim Workshop eine großzügigere Anerkennung meiner zeitlichen Belastung und des Geräteausfalls zugesagt worden war. Sie versprach, mir aus der "Kulanzkasse" des Energieversorgers etwas beizulegen, wenn ich dem Versicherer nun meinen Segen gebe.
Habe ich dann auch gemacht - wobei ich natürlich einem Unternehmen, das mir Gutachten über die Schäden von mir fremden Personen per Mail sendet unmöglich meine Bankverbindung mitteilen kann - wer weiß an wen die dann weitergeleitet wird. Mein armer geplagter Versicherungssachbearbeiter musste also irgendwie den Regulierungsbetrag der Versicherung irgendwie zum Energieversorger bugsieren und dort kam dann ein unanfechtbar angemessener Zuschlag (so angemessen, dass wohl alle Seiten nicken ohne blöd zu grinsen) drauf und nu ist die ganze Angelegenheit Geschichte.

Was ich gelernt habe:
- Wieso ein unterbrochener Stromkreis Überspannungsschäden erzeugt. Danke an die Fachleute hier!
- Sachbearbeiter können entweder sehr empathisch und umgänglich sein und damit jeden blöden Schadensfall zur bedauerlichen Ausnahme deeskalieren.
- Sachbearbeiter können aber auch sehr borniert darauf hinweisen, dass dafür keiner was kann und deshalb der Geschädigte keine Ansprüche hat - am Ende sollten Ignoranten nicht derartige Vollpfosten sein, wie der Kerl der mir da zugelaufen ist. Man sollte sich keine Fehler erlauben, wenn man versucht eine Problemlösung herbeizuführen, die mit der Faktenlage nichts zu tun hat.

Bei den freundlichen Sachbearbeitern bedankt man sich am Ende gerne und von Herzen. Bei den Zweiten hebt man zum Abschied nochmal kurz den gestreckten Mittelfinger.
 
...und nu ist die ganze Angelegenheit Geschichte...
Prima, hat sich dann am Ende ja doch noch zum halbwegs Guten gewendet. :Froehlich2:

Vielleicht ist das Ganze hier ja auch eine Anregung für den ein oder anderen, mal über ÜS-Schutz und funktionierende Fundamenterder nachzudenken bzw. selbiges sogar nachzurüsten.
 
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