Motorrad Lärm

Anscheinend hat der Bundesrat sich ja schon auf 80 DB maximal festgelegt.

Nur das sollte dann bitte nicht nur für Motorräder sondern für alle fahrzeuge gelten.

Wenn man jetz noch eine Lösung findet Manipulationen an der Lautstärke zu erkennen. Ist doch alles gut und niemand braucht aufgrund eines Verdachtes erschossen zu werden. :Froehlich1:
 
vielleicht wäre es einfacher, irgend jemanden, von dem man annimmt er wäre zu laut unterwegs, einfach standrechtlich zu erschießen. Das würde Nachahmer abschrecken und deine mit sehr viel Aufwand verbunden Vorschläge müssten dann nicht mehr umgesetzt werden.

Freiwillige vor !

Gruß Thomas
 
Dann macht man halt die Lautstärkeprüfung auch zum Teil der TÜV Prüfung. Anderer Auspuff nur noch mit Eintragung und Messung. Dann wird es unterwegs einfach, der Polizist kontrolliert die Papiere, schsut auf Manipulationen und gut ist.
Dann wird der Auspuff inkl der ganzen Manipulationsmöglichkeiten halt zum sicherheitsrelevanten Feature... selber schuld, das haben alle Bastler etc dann selbst zu verantworten.
Regeln und Strafen gibt es nur, weil es immer einige gibt die die Regeln überschreiten oder für sich nicht als relevant ansehen...... sie sind immer nur Konsequenz nie die Ursache...
Vg juschka
 
Freiwillige vor !

Gruß Thomas

Das sollte dann aber einer von denen sein, die mit Klappensteuerung unterwegs sind :15 - dumdidum:

Gut das ich meine Klappe wegen des legalen Hurric-ESD ausgebaut habe, bei mir wird nicht heimlich getrickst :31 - jubeln:

(Sorry Dachi, habe deinen Witz geklaut)
 
Dann macht man halt die Lautstärkeprüfung auch zum Teil der TÜV Prüfung. Anderer Auspuff nur noch mit Eintragung und Messung. Dann wird es unterwegs einfach, der Polizist kontrolliert die Papiere, schsut auf Manipulationen und gut ist.
Dann wird der Auspuff inkl der ganzen Manipulationsmöglichkeiten halt zum sicherheitsrelevanten Feature..

Ersteres passiert ja de facto jetzt schon. Anderer Auspuff muß eingetragen sein oder E-Nummer mit passender (ggf. mitgeführter) ABE haben.
Geräuschmessung und Vergleich mit dem zulässigen/eingetragenen Wert ist jederzeit möglich.
M.E. reichen einfach die Kontrollen samt Konsequenzen bei weitem nicht aus.

Zweiteres wird sich rechtlich kaum realisieren lassen. Krawall ist erst dann sicherheitsrelevant, wenn der Gegenverkehr vor lauter Krach erblindet und in den Graben rauscht.

Davon ausgehend, daß unmanipulierte Serienauspuffanlagen (ja, auch der Klappenauspuff der SC 64 !!!!!) leise genug sind, bleibt dem Gesetzgeber eigentlich nur die Möglichkeit,
die erlaubten Höchstwerte (für zukünftige Modelle - Stichwort Bestandsschutz) zu senken, und so die Hersteller zu zwingen, neue Modelle leiser zu machen.
Hier würde dann auch ein anderes Prüfverfahren Sinn machen d.h. etwa bestimmte Maximalwerte über den gesamten Drehzahlbereich vorzuschreiben usw.

Es geht einerseits natürlich um die Ausweitung des Feindbildes "Motorradfahrer", andererseits vermutlich um die einsetzende Sauregurkenzeit.
Eine Initiative im Bundesrat ist ja noch lange kein fertiges Gesetz.
Ich werde mich erst dann wieder aufregen, wenn man mir von offizieller Seite meine serienmäßige Auspuffanlage als zu laut bescheinigt.

Was allerdings weitergehen muß ist der Kampf gegen die Krawallheimer, deren konsequente Ächtung und Verdrängung !

Den aufgestachelten Lärmwutbürgrn muß allerdings auch klar gemacht werden, daß der überwiegende Teil der Motorradfahrer gesetzeskonform unterwegs ist, und daß sie ihr
"Anliegen" bei der Politik durchsetzen müssen, und nicht auf der Straße.
Zudem muß klar sein, daß LKW, krawallige Sportwagen und nachbarliche Rasenmäher ihren (erheblichen) Anteil am Lärm haben.

Nachdem sich jetzt sogar der bescheuerte Verkehrsminister auf unsere Seite schlägt (eine Sache, die mir wesentlich mehr Angst macht, als ein mögliches Fahrverbot wg. Lärm)
kann ja auch schon fast nichts mehr passieren.

Gruß Thomas
 
Mal angenommen, keines der im Handel befindlichen Moppeds (wahlweise auch andere Fahrzeuge) verursacht keinem einzigen Betriebszustand mehr Lärm als ein festgeschriebenes Maß. Dann ist man sicher, dass keiner in keinem beliebigen Betriebszustand mehr Lärm macht, als geradenoch zulässig. Grundsätzlich nicht schlecht, aber!
Wenn jetzt nur Fahrzeuge unterwegs sind, die im ungünstigsten Bedienerkonzept an den Grenzwert herankommen, was passiert denn dann? Die allermeisten bedienen garnicht sooo grenzwertig und deren Fahrzeuge sind dann auch entsprechend leiser - weil sie ja nicht im übelsten aller Betriebszustände genutzt werden. Es werden dann diejenigen auffallen, die zwar kein lautes Mopped haben, dieses aber derart bedienen, dass es nahe an die zulässige Grenze kommt... und die standesrechtliche Erschießung macht dann jedenfalls mehr Sinn, als die Beschlagnahme des Fahrzeugs, das ja nichts dafür kann.

Kurz: die Auffälligkeit Einzelner bleibt erhalten, egal wie konsequente Zulassungsprüfungen und Überwachungsmöglichkeiten sind. Eine Kraftmaschine, die in zwei Sekunden die Drehzahl verdoppeln kann, bleibt auffällig auch wenn sie per Norm 10 oder gar 20dB leiser sein muss. Und wer ein Mopped als Hobby hat, das das im zweiten Gang schafft (alles auf zwei Rädern mit über 50PS beschleunigt im Zweiten in 2 Sekunden von 50 auf 100, verdoppelt also die Drehzahl sehr schnell), wird das auch gelegentlich tun und damit die Umgebung gewollt oder ungewollt auf sich aufmerksam machen. Nicht jeder, der Teil dieser Umgebung ist, wird wertschätzen, dass das Fahrzeug an sich den Grenzwert einhält, sondern mancher wird sich ärgern, dass einer dem sich die Möglichkeit bietet wirklich geräuscharm und diskret von A nach B zu kommen, diese Möglichkeit nicht nutzt und stattdessen aus möglicherweise sportlicher Ambition oder Zeitmangel im Bereich maximaler Geräuschentwicklung unterwegs ist.

Lautstärke ist das Eine, akustische Auffälligkeit das andere - ich trage seit zwanzig Jahren keine Armbanduhr mehr, weil mich das Betriebsgeräusch nervt. Kein Scheiß! Es gibt da einen lustigen Schwank aus meinem Leben, der zu diesem absurden Wahrnehmungsartefakt geführt hat... aber eine Uhr kommt mir jedenfalls nichtmehr ans Handgelenk, obwohl der messbare Pegel wohl eher unter als über 30dB liegt und somit nahe am Vergleichspegel des Rauschens vom Blutfluss durch den Hörapparat. Leise ist nicht automatisch angenehm. Habe fertig.

Edit: eins vielleicht noch. Wenn ich 90% meiner Moppedzeit sozialverträglich defensiv mit geringer Last, geringer Drehzahl und moderater Beschleunigung unterwegs bin und in vermeintlich unbeobachteten Momenten so fahre, dass man das "artgerecht" nennen kann, so ergibt sich für einen der mich nicht kennt, die statistische Aussage, dass 10% aller Motorradfahrer viel zu viel Lärm machen. Gibt's hier im Forum einen einzigen, der nicht auch manchmal auf laut stellt? Und wenn ja, warum fährst Du Motorrad und nicht Straßenbahn oder mit dem Omnibus?
 
Zuletzt bearbeitet:
Für mich gibt es nichts schlimmeres als eine ruhige Umgebung, ich leide schon seit Jahren unter einem Tinnitus (Tinnitus und auch Ohrensausen genannt, bezeichnet ein Symptom, bei dem der Betroffene Geräusche wahrnimmt, denen keine äußeren Schallquellen zugeordnet werden können.)
Deshalb bin ich immer froh wenn mich andere lautere Geräusche davon ablenken, dann brauch ich keine zu suchen die nicht da sind, mit anderen Worten, eine leisere Umgebung wäre für mich kontraproduktiv :frech4:
 
@ Panadist: Muttu mal die hotline von der Tinnitus-Klinik anrufen....

Kann aber sein, daß der AB sagt:" ...sprechen Sie nach dem piiiiieeep".

Sorry !

Thomas
 
Boah, der war fies! :mx31:

Aber das Motto lautet ja: Lieber ne gute Beziehung versauen als einen schlechten Witz nicht anbringen. :04 - Zunge:

Zum Thema Mopped: Genau wegen (zumindest temporärem) Tinnitus fahre ich seit Jahren nur noch mit Ohrstöpseln.

Neulich habe ich mit Thomas (ja, der über mir) in der Vulkaneifel an einer stark befahrenen (Bundes?)Straße gestanden und über den weiteren Weg sinniert. Was da in der Viertelstunde an (auch geistigen) Tieffliegern vorbei kam, ist schon hammerhart. Nicht nur auf zwei, sondern auch auf vier Rädern. Da mag man die Stöpsel am liebsten die ganze Zeit drin lassen.
 
vielleicht wäre es einfacher, irgend jemanden, von dem man annimmt er wäre zu laut unterwegs, einfach standrechtlich zu erschießen. Das würde Nachahmer abschrecken und deine mit sehr viel Aufwand verbunden Vorschläge müssten dann nicht mehr umgesetzt werden.


Vom Gedanken her entspricht es dem rigorosen Verbieten, was seitens der Politik angedacht ist.
Radikale Holzhammeransätze ohne komplexe Betrachtung des Sachverhalts sind stark im Kommen.
In den meisten Fällen werden ehrenhafte Ziele vorgegeben, um dann mit der Walze alle
Gegenargumente platt zu machen. Seltsame Zeiten.
 
geht doch einfach mal mit gutem Beispiel voran und meldet Euer Mopped ab,
somit wird kein Grenzwert überschritten, kein Anwohner regt sich auf, weniger Verkehr, Unfallzahlen gehen runter, Straßensperrungen werden überflüssig......einfach alles wird gut :Froehlich2:
 
Keule Bist du von allen guten Geistern verlassen? Die Radwege sind schon voll genug. Wenn die Exbiker ihre Liebe zum Zweirad dann dort ausleben, wird der Stress nur verlagert. Also: Hört bitte nicht auf Dachi. Fahrt weiter eure Mopeds, ob laut oder leise - ganz egal, aber bitte fahrt weiter Moped.
 
Vom Gedanken her entspricht es dem rigorosen Verbieten, was seitens der Politik angedacht ist....Seltsame Zeiten.

Die Politik denkt darüber nur nach, weil das Volk aufbegehrt. Hätte keiner ein Belästigungsproblem, müsste auch keiner nach einer Lösung suchen, die Politik schon garnicht.

Das Problem ist leider, dass mir meine eigene Musik nicht laut genug sein kann, aber wenn der Nachbar sein Küchenradio auf Heino eingestellt hat, dann nervt mich das auf meinem Balkon - auch wenn Nachbars Gerätschaft nicht in der Lage ist, nennenswert Schalldruck aufzubauen und ich lautstärkemäßig grade mal erkennen kann, dass es sich um Musik handelt, die ich nicht hören mag. Ich schick dem also regelmäßig die Polizei vorbei, weil ich mich belästigt fühle und ich hoffe mittelfristig auf ein Verbot von allen Geräuschen, die mich stören... wenigstens sollten sie den Nachbarn wegsperren. Das wäre auch für den Nachbarn vorteilhaft, weil er ja meine Musik auch nicht abkann.
 
:Froehlich3:

Scheuer: Ich will keine weiteren Verbote für Motorradfahrer

:Froehlich2:

:computer_kaffee: Berlin (dpa) –
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sieht einen Beschluss des Bundesrates für weniger Motorrad-Lärm kritisch.
«Ich will keine weiteren Verbote und Verschärfungen für Motorradfahrer», sagte Scheuer der «Passauer Neuen Presse» (Montag).

Die Länderkammer will sich nach einem Beschluss vom 15. Mai dafür einsetzen, dass die zulässigen Geräuschemissionen aller Neufahrzeuge begrenzt wird.
Die Länder wollen zudem beschränkte Motorrad-Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen ermöglichen.

Keule

Scheuer wies darauf hin, dass diese Idee nicht aus seinem Ministerium stamme. «Das ist ein Beschluss des Bundesrates. Ich habe eine andere fachliche Sichtweise.»
Der Beschluss sei noch nicht offiziell in seinem Haus eingegangen.

Der Bundesrat muss seine Entschließung an die Bundesregierung geben. Diese entscheidet, ob sie die Anregung umsetzen will.
 
Wenn Scheuer "eine andere fachliche Sichtweise" hat, dann macht mir das mehr Angst, als alle Bundesratsvorlagen zusammen !!

GRuß Thomas
 
Die Politik denkt darüber nur nach, weil das Volk aufbegehrt. Hätte keiner ein Belästigungsproblem, müsste auch keiner nach einer Lösung suchen, die Politik schon garnicht.


Wer ist dieses so oft zitierte und in Sippenhaft genommene "das Volk"? Sind das jene Wutbürger und eine bestimmte sie vertretende Partei, die intellektuell nicht in der Lage sind, den Unterschied zwischen Minderheit und Mehrheit zu erfassen?

Oder anders gefragt: Ist der Anteil des von Motorradlärm geplagten Volkes größer als der Anteil der Lärmverursacher?

Ich versuche mal, meine Frage selbst zu beantworten (aus´m Lamäng): Nein!

Bis dato ware Initiativen und Maßnahmen gegen Raserei (sic!) und Lärmerei (sic!) lokal begrenzt - ebenso die mediale und vom Volk wahrgenommene Aufmerksamtkeit. Nun hat sich die Bundespolitik eines der Themen angenommen - und das Volk geht steil. Als Verstärker dienen die Medien, die, meiner Beobachtung nach, gerne wenig neutral berichten bzw. argumentieren. Man könnte, im dunklen Keller drunten hockend, von einer... uiuiuiui... Verschwörung gegen Motorradfahrer schwadronieren. Das Problem: Motorradfahrer (allgemein) sind weder für die Politik noch für das Volk relevant. Auch nicht interessant. Aber Politik und Volk benötigen Aufreger. Und wer könnte diese Rolle besser spielen als die von den Coronomaßnahmen befreiten Motorradfahrer? Das Prinzip funktioniert schon seit den Zeiten der Römer bestens - nicht umsonst steht in Rom das Colosseum.
 
:Froehlich3:

jäss, der Wähler am :42 - Popo: der Politiker

Der Moppedfahrer wählt eine PROmoppedpartei ..... xyz-ungelöst.

Damit hat man sich dann aber für die nächsten Jahre fünf andere Kröten zum schlucken bestellt.

:mx11:
 
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