Spiel in der Umlenkung Schwinge - Federbein

WiN

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Wenn ich an der Schwinge auf und ab rüttel ist ein leichtes Spiel spürbar.

Bei Überprüfung der Lager war am Lager von der Schwinge zum Umlenkhebel Spiel spürbar.
Also gleich neue Nadellager, Dichtringe und Achse bestellt und danach alles zerlegt.

Jetzt meine Frage: wie bekommt man die Nadellager aus dem Umlenkhebel.
Die Lager liegen innen an einem Absatz an, ich komm mit keinem Auspressdorn so dahinter, dass ich es auspressen kann.

Norbert
 
Wie groß ist das Spiel in der Umlenkung?

Ich hab mir die Arbeit angetan und das Spiel gemessen.
Im Bereich der Hinterachse sind 0,8 mm Spiel messbar.
Beim angesprochenen Lager sind 0,2 mm Spiel. Das wirkt sich über die Schwingenlänge ca. 3-fach aus.
Das heist, dass 0,6 mm des Spiels an der Achse aus diesem Lager kommen.

Nun meine Frage - bei den Ersatzteilen messe ich im nicht eingebauten Zustand 0,12 und 0,13 mm Spiel,
ist das ein normaler Wert? Ich hätte hier etwa 0,02 bis 0,05 mm erwartet.

Achsmass ist 17,00 mm und der Außendurchmesser des Nadellagers ist 24,07 mm.
Ich kann mir vorstellen dass nach dem Einpressen des Lagers das Lagerspiel geringer wird.
Trotzdem bin ich am überlegen eine Achse anzufertigen und mit 0-Spiel einzupassen.
Macht dass Sinn?

Norbert
 
OEM sind an der Hinterachse etwa 1 - 2mm Spiel (aller Lager) vorhanden.
Schöner wären natürlich 0,1 - 0,2mm.... ist aber mit den OEM Teilen nicht erreichbar und z.T. auch den unterschiedlichen Einsatztemperaturen geschuldet und der Notwendigkeit die Teile ohne übertriebene Kraft montieren zu können. (Schiebepassung wäre zwar spielfrei aber nahezu nicht montierbar)

Die Bolzen an der Federbeinaufhängung werden weniger häufig montiert, hier könnte man Passbolzen herstellen (lassen) - aber nur wenn du ein absoluter Könner bist wirst du fahrerisch einen winzigen Unterschied feststellen können. Ich habe das im Kundenauftrag mal früher an einer Blade machen lassen.... ich konnte fahrerisch keinen Unterschied feststellen. Bin also kein Könner.
 
Danke Manfred,

ich hatte ein ungewöhnliches Fahrverhalten vom Hinterrad
(Solo beim Beschleunigen mit wenig Schräglage eine seitlich schwammige Führung).
Dort war nach 76.000 km ein Radlager kaputt. Bei der Überprüfung der Schwinge bin ich dann auf das Spiel in der Hebelumlenkung gestossen.
Die Radlager hab ich getauscht und für mich fühlt sich das Fahrverhalten wieder normal an. Bin also auch ein normaler Fahrer.

Nachdem ich die Umlenklager und Achsen schon gekauft habe und ein passender Innenabzieher (Hazet 1788T-24) im Zulauf ist,
möchte ich die Umlenkung auch machen. Das wird aber erst im Winter meine Feierabendbeschäftigung.

Nochmals ein großes Dankeschön an ManfredK für die fachmännische Unterstützung

Norbert
 
Hi, Norbert!
Beeindruckend:08 - boahey:!

OT:
Ich habe noch keine Fahrwerksunruhe bemerkt, aber selbst wenn...,:ausschau:
könnte ich mir das empfohlene Werkzeug zwar hier bei uns direkt bei den Herstellern (alle aus Remscheid) ohne Probleme besorgen,
aber würde mir nicht helfen, da 2 linke Hände:mx11:.

Nochmals:
Gratuliere:mx1: zum Popometer und der Entschlossenheit, die Sache selbst in die Hand zu nehmen:Froehlich2:
.

Hab es bisher nur geschafft, die Radlager und Simmeringe beim Vorderrad meiner Blade zu ersetzen,
aber nur unter Aufsicht meines Kumpels, der das gelernt hat.:Konfus2:

Gruß Tbird
aus Remscheid
Hoffe, das ist keine unerlaubte Werbung!?
 
Der Löser solcher Probleme sollte hier nicht unerwähnt bleiben.

Ich war mit meiner CB1300 vor 2 Jahren bei ihm und habe LKL und Schwinge neu machen lassen. Ich habe den Unterschied gemerkt, obwohl ich fahrtechnisch bestimmt nicht in die obere Kategorie gehöre. Das "wie und warum" kann man ja dort auf der Webseite nachlesen. :Froehlich3:
 
Je moderner ein Motorrad ist, desto unwichtiger wird dieser Problemlöser

Waren früher Fluchtfehler am LKL "normal" sind die seit vielen Jahren verschwunden und Untermaßlagerschalen, die eingeklebt sind, überflüssig.
Und auch ein Nadellager kann er nicht besser machen.

Manchmal lebt man auch vom guten Image der Vergangenheit.
 
Grundsätzlich ist es als positiv zu bewerten, dass die Hersteller serienmäßig schon deutlich besser geworden sind und die "Spezialisten" immer seltener "ran" müssen. Gut für uns alle, die wir unsere schwer verdiente Kohle hinlegen und eigentlich optimale Neuware erwarten.

Aber wenn jemand ...offensichtlich... genau die Probleme adressiert, für welche der von mir genannte "Spezialist" die passende Lösung hat, sollte das halt nicht unerwähnt bleiben. :Froehlich3:
 
Wie kommt man eigentlich an die Erzeugnisse dieses Spezialisten ? habe zwar ne Preisliste aber keinen Onlineshop gefunden:ausschau: - bis nach "Sturgard" ist es nämlich ein ordentlicher Streifen von Neuss aus.:14 - Sorry:
 
Naja, ich bin hin gefahren, sind zwar auch 200 km für mich, aber liegt immerhin "auf dem Weg" zwischen zuHause und zuHause. Aber vorher hatten wir eMail Kontakt und Telefon gibt es auch noch. Wir alten Säcke finden eigentlich auch zueinander, ohne das Indernett. So wie früher halt... :zwinkern:
 
Spiel Schraubenkopf an Schwingenbefestigung

Die Achse ist spielfrei eingepasst. Dabei habe ich noch eine Verbesserung durchgeführt.

Die Schraube mit der die Achshülse befestigt wird, ist auf der rechten Seite in Fahrtrichtung mit dem Kopf in der Schwinge gelagert.
Diese Aufnahme hat auch einiges an Spiel.
Ich habe am Schraubenkopf eine Spreitzhülse gefertigt,
die mit dem Anziehen der Schraube aufgeht und den Schraubenkopf spielfrei festklemmt.

Ergebnis: an der Hinterachsaufnahme sind 0,16 mm Höhenspiel messbar. Fühlbar oder hörbar ist kein Spiel mehr.

Bei einer kurzen Probefahrt konnte ich keinen Unterschied zur Version mit Spiel feststellen.
War auf jeden Fall eine technisch interessante Aktion. Fahrwerkstechnisch für Fahrten auf der Strasse aber unnötig.

Norbert
 
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