Schrauberische Offenbarungseide (der linke Hände Thread)

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Canto

Gast
Hallo zusammen,

nachdem sich CBRRossi hier schon über Langeweile beschwert, werde ich hier mal einen Thread aufmachen, in dem jeder seine eigenen desatrösen Schraubererlebnisse zum Besten geben kann - bis hin zur Peinlichkeitsschwelle, wer den Mut hat. Anfänger wie Fortschrittene sind gefragt.
Die Kommentare können ruhig derb und "böse" sein (dennoch auch mal an Smilies denken 8)) - soll ja unterhaltsam sein! Wenn's geht, den Deppen aber auch mal 'nen Tipp schenken, dann lernen wir hier auch was dabei.

Gruß, Stefan
 
BOS-ESD neu stopfen

OK, dann fang ich mal an:

Seit einem Jahr liegen die BOS-Tüten in meiner Küche rum. Damals war ich daran gescheitert, mit einem Bohrer (ich glaub, ich hatte einen 5er genommen) die Nieten aufzubohren. Heute hab ich mir auf die Frage, was ich da machen kann, bei OBI (!) einen 3,5mm Edelstahlbohrer andrehen lassen. Alle 16 Nieten schön "durchbohrt" - nix is passiert. Erst eine Stunde später hab ich kapiert, dass ich die Köpfe mit einem größeren Bohrer aufbohren muss. - GESCHAFFT. Jetzt nur noch die Endkappen von den Tüten abziehen und ich bin an den Inneren dran - ABER DIE KRIEGE ICH NICHT AB! Bin ich so blöd, oder was mach ich falsch? Ich schmeiß die Dinger bald zum Fenster raus! :wirr2:

Gruß, Stefan
 
Ich weiß nicht mehr wie viele Mißgeschicke beim Moppedschrauben mir schon passiert sind, ich speichere sowas eigentlich nicht ab, sonst würde ich mich ja noch Jahre darüber ärgern. Und Ärger verkürzt bekanntlich das Leben.
Wie heißt es so schön - nur wer nichts tut macht keine Fehler (oder so...):frech4:

PS: Die Endstücken Deiner BOS-Tüten sind wahrscheinlich zusammen gegammelt. Sie sollten mit etwas Erwärmung (Heißluftpistole) und (sehr) sanften Schlägen auf die Verbindungsstelle mit dem Gummihammer zu lösen sein.
 
Zum Bohren habe ich auch einen Tipp für die Schrauber.

Man muss ja nicht alle Größen vorrätig haben ....... bei Qualitätsbohrern geht das ja auch ins Geld ......
Ich kombiniere dann, in dem ich zwei Bohrer nehme.
Beispiel: Ich brauche ein 8.er Loch und habe den passenden Bohrer nicht ...... o.k., dann nehme ich einen 5.er und einen 3.er ......... nacheinander .......

Dann habe ich die Kosten für den 8.er gespart ........ :Froehlich3: ........:cs21:
 
Hallo zusammen,

nachdem sich CBRRossi hier schon über Langeweile beschwert, werde ich hier mal einen Thread aufmachen, in dem jeder seine eigenen desatrösen Schraubererlebnisse zum Besten geben kann - bis hin zur Peinlichkeitsschwelle, wer den Mut hat. Anfänger wie Fortschrittene sind gefragt.
Die Kommentare können ruhig derb und "böse" sein (dennoch auch mal an Smilies denken 8)) - soll ja unterhaltsam sein! Wenn's geht, den Deppen aber auch mal 'nen Tipp schenken, dann lernen wir hier auch was dabei.

Gruß, Stefan


...genau so hab ich´s gemeint,super Idee...:blumen:
 
und wenn das Loch dann doch zu groß geworden ist... einfach die Späne aufkehren.... den Bohrer links drehen lassen und die Späne langsam auf den Bohrer rieseln lassen....
 
Mit dem Drehmomentschlüssel geht es auch: Ich hab nur einen von 10 bis 100 Nm - wenn ich nun aber 130 Nm brauch, zieh ich erst mit 80 vor und dann mit 50 Nm nach. Obwohl mein Bruder meint - und der muss es wissen, weil vom Fach: besser wäre 2 x 50 Nm und 1 x 30 Nm

O.k. war jetzt OT zu Cantos eröffneten Thread

Schöne Pfingsten
 
Zum Bohren habe ich auch einen Tipp für die Schrauber.

Man muss ja nicht alle Größen vorrätig haben ....... bei Qualitätsbohrern geht das ja auch ins Geld ......
Ich kombiniere dann, in dem ich zwei Bohrer nehme.
Beispiel: Ich brauche ein 8.er Loch und habe den passenden Bohrer nicht ...... o.k., dann nehme ich einen 5.er und einen 3.er ......... nacheinander .......

Dann habe ich die Kosten für den 8.er gespart ........ :Froehlich3: ........:cs21:


Hi Gecko

viiiiiiiiel zu umständlich, :boewu6:

ich nehme da immer zwei 4 er, dann brauche ich nicht umspannen,


:cs21: :ausschau: :lol27:
.
 
Yamaha SR500

Ok, ich hab lange mit mir gerungen, aber ich erzähl es:

Eine "mal-eben-so"-Aktion: Gabelölwechsel

Moped auf dem Seitenständer gestellt :mx35::boewu6:
Gabelholme aufgeschraubt - rechts ging super leicht - links etwas schwerer - nichts dabei gedacht :frech4:

Feder schießt aus der Gabel raus und das Moped sackt in sich zusammen.....
 
Danke! ... und Bremsbeläge wechseln!

Meine Herren!

Wie soll ich Euch für Eure Tipps danken? Da hat mich Herr OBI mit dem 3,5 mm Bohrer doch nicht falsch beraten - ich hab's nur nicht verstanden! :narr:

@ Holger: danke für den Tipp mit dem Gummihammer, aber VERGAMMELT??? Das ist doch ein hartes Wort :mx31: - Du weißt doch, wie ich meine Kiste pflege!!! :wirr2:

@ Michael (JoeMiZe): der ist gut! Das hätte mir auch passieren können. Jetzt hoffentlich nicht mehr! Danke! :Froehlich2:

Einen hab ich auch noch: hatte meine abgefahrenen Bremsbeläge hinten rausgenommen. Die Kolben waren natürlich zu weit draußen, dass ich die neuen Beläge in den Spalt bekommen hätte. Trotz Zurückdrücken mit Holzkeil und Schraubenzieher bewegte sich da nix. Drei Tage stand die Kiste vor der Tür (Ihr seht, ich brauche immer meine Frustzeit zum Verarbeiten der Katastrophen) - bis Primus meinte, ich könnte doch mal den Deckel vom Ausgleichsbehälter der Bremsflüssigkeit öffnen. Schwupps - da gingen die Kolben ohne Weiteres zurück. So einfach kann's sein!

Gruß, Stefan

PS
Manfred, wo kriegt man diese Schrauben ...
 
Meine Herren!

Wie soll ich Euch für Eure Tipps danken? Da hat mich Herr OBI mit dem 3,5 mm Bohrer doch nicht falsch beraten - ich hab's nur nicht verstanden! :narr:

@ Holger: danke für den Tipp mit dem Gummihammer, aber VERGAMMELT??? Das ist doch ein hartes Wort :mx31: - Du weißt doch, wie ich meine Kiste pflege!!! :wirr2:

@ Michael (JoeMiZe): der ist gut! Das hätte mir auch passieren können. Jetzt hoffentlich nicht mehr! Danke! :Froehlich2:

Einen hab ich auch noch: hatte meine abgefahrenen Bremsbeläge hinten rausgenommen. Die Kolben waren natürlich zu weit draußen, dass ich die neuen Beläge in den Spalt bekommen hätte. Trotz Zurückdrücken mit Holzkeil und Schraubenzieher bewegte sich da nix. Drei Tage stand die Kiste vor der Tür (Ihr seht, ich brauche immer meine Frustzeit zum Verarbeiten der Katastrophen) - bis Primus meinte, ich könnte doch mal den Deckel vom Ausgleichsbehälter der Bremsflüssigkeit öffnen. Schwupps - da gingen die Kolben ohne Weiteres zurück. So einfach kann's sein!

Gruß, Stefan

PS
Manfred, wo kriegt man diese Schrauben ...
:lol27::lol27::lol27::lol27::lol27::lol27:

Oh Gottogottogott, Canto, so viel Unerfahrenheit und dann an die Bremsen trauen?! Das ist mutig!!!
Gut das Du nicht die Kolben abgeschliffen hast :mx31:
 
Kart selber bauen

Naja, ein paar Geschichten habe ich dann auch auf lager:

Mit ca 14 Jahren kamen nen Kumpel und ich dadrauf, nen Kart selber bauen zu wollen.
Also erstmal Sperrmüll sammeln. Nen altes Ketcar als Chassi, nen Bezinrasenmäher, und nen Gestell von nem Kinderwagen waren unser. Den Rahmen vom Kinderwagen hinten ans Ketcar drangeschraubt, und den Motor vom Rasenmäher druff. Dann kam ne Fliehkraftkupplung aus ner alten Ciao auf die Welle vom Motor, und ne Riemenscheibe auf die Hinterachse vom Ketcar. Der Keilriemen wurde einfach um 90° gedreht, und fertig.
Das Ding ist ganze ...hmmm ... 10 Meter gefahren mit, naja, ca Schrittgeschwindigkeit, dann hat sich die Ciaokupplung in sehr heisse und qualmende Teile zerlegt :cs21:
Aber egal, der Weg ist das Ziel, die Bastelei hat auf jeden Fall Unmengen Spaß gemacht.
 
Kette wechseln

So, noch einer:

zu meinen 50er-Zeitn mit ner alten ZD40 von Papa hatte ich ja noch Null Ahnung von der Technik. Aber man(n) kann ja schließlich alles, erst recht mit 17 Jahren :cs21:
Als dann mal die alte Kette nimmer wollte, einfach mal ne neue besorgt. Und druff damit.
Als die neue dann nach wenig Kilometern nicht mehr wollte, hatte ich ja nichts falsch gemacht, der Händler hatte mir ja schließlich Schrott verkauft. :cs21:
War bestimmt gebraucht oder so. Die nächste kam drauf. Geht doch... Was knakt denn da manchmal so beim anfahren? Ach egal, wird schon stimmen....
Nach paar Kilometern ging wieder nichts, und ich konnte die Kette ohne Werkzeug zu nutzen unter die Sitzbank legen.
Zu Hause angekommen, erstmal wieder versucht die Kette wieder zu montieren. Moment mal, müsste vorne auf dem Ritzel nicht auch so Zähne sein, wie hinten auf dem??
Dann, ja dann, habe ich doch mal jemanden gefragt, der etwas Ahnung hatte, und dann auch erfahren, dass man doch besser die Ritzel immer mit wechselt.
Als das geschehen war (mit der 3. neuen Kette) lief der Teil meiner alten Zündapp bis zum Autoführerschein auch Störungsfrei....

ach ja, meine alte Zündapp.... *nostalgisch Gefühle bekomm* mit dem Ding habe ich gelernt komplett ohne Kupplung zu fahren. Die Orginalzüge gabs nimmer, und die mit den Schraubnippeln sind alle paar Monte gerissen....
 
hmm..ich hab da auch eine Geschichte aus meiner Jugend.15 Jahre und stolz ein Mofa zu haben (Herkules Prima 3S)...ja,3 Gang Schaltung bei erlaubten 25km/h :001: Naja,in ner Klicke mit den Mofas die Gegend unsicher gemacht.Auf diversen Mofa Treffs gewesen.Da meinte dann einer das man dem Gemisch noch 1/3 Diesel bei mischen soll,Dann würde die Prima 5S locker 45km/h gehen.
Das hab ich dann auch gemacht.In der Tat.Die ging wirklich besser..aber nicht lange.Dann wurde ich durch einen blockierenden Motor und dem folglich blockierten Hinterrad abgeworfen.Mitten in der Stadt.Wie peinlich.Aber wenn ich jetzt so drüber nachdenke :lol27: :mx11: doing by learning
 
Rollerdrama

Eine Freundin kaufte sich einen chinesischen Roller im Internet.

Den mußten wir montieren, was dank der umfangreichen und - da perfekt übersetzt und reichhaltig bebildert - auch leicht verständlichen Anleitung viel schneller als geplant vonstatten ging :lachen:.

Es wurde kalt und dunkel und es fehlte u.A. noch die Montage des Seitenständers. Seine ansonsten ungesicherte Befestigungsschraube hatte im Kopf ein konzentrisches Innengewinde und es gab sogar eine kleine Schraube, die da hineinpaßte. Wozu die wohl gut ist? Antwort: Die ist zur Sicherung. - Aha, und wie macht sie das wohl, wenn sie mit nix außer der anderen Schraube Kontakt hat? Hinten aufweiten wie ein Dübel? Was steht denn in der Anleitung? - Da steht eh' nix. Egal, das sind Chinesen, mach sie halt einfach fest. - Fest war sie aber schon kurz bevor ihr Kopf Kontakt mit dem Kopf der großen Schraube bekam. Fünf Millimeter Abstand und keine Beilagscheiben mehr übrig: Verdächtig! - Mist! Gewinde nicht richtig geschnitten. Dreh' sie halt so lange raus und rein bis sie richtig drin ist. - Nach fest kommt ab und das war sie dann auch ziemlich schnell bei dieser Übung, da sie nur aus billigstem Weichstahl bestand.

Die Lösung hing per Klebeband zunächst unsichtbar unter der Seitenverkleidung versteckt: Ein Seitenständerschalter! Der war ein Drehschalter, sah aus wie ein mechanischer Fahrradtachoantrieb und sollte vermittelst der jetzt abgebrochenen inneren Schraube auf der Seitenständerbaugruppe befestigt werden. Vor dieser verschrobenen Lösung kapitulierte der Verstand des deutschen Ingenieurs. Die Werkstatt mußte es per Einzelanfertigung richten.

Viele Grüße,
Bernd aus WI
 
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