kleiner Fahrbericht Honda VFR 1200 F

Wegen nach Nachkleben meiner Heizgriffe bin ich seit gestern mit og. Leihfahrzeug des freundlichen Honda Händlers unterwegs.

Mal kurz mein Fahreindruck:

Vor den 173 PS PS braucht man keine Angst haben, Motor verhält sich ähnlich meiner K 1300 R, da es gestern aber eher feucht war, ist eh Piano angesagt gewesen.

Die Sitzposition ist trotz gekröpften Lenker als sehr bequem zu bezeichnen. Ob ich damit 5-6 Stunden fahren möchte, eher "nein"

Lt. Honda sollte der Kiste das Saufen abgewöhnt werden:

Bei mir standen auf dem BC trotz vorsichtiger Fahrt immer die "7" vor dem Komma. Das finde ich schon etwas viel. Tank ist ja mit 19l auch nicht gerade riesig.

Irgendwie passen Motor ( der macht bestimmt richtig Spass ) Fahrwerk ( irgendwie will sie nicht in die Kurve ) und Antrieb nicht zusammen.

Versus meiner verflossenen K 1300 R läuft der Kardan bei weitem nicht so weich. Die Schaltvorgänge sind auch eher als "hart" zu bezeichnen.

Unter 3000 Umdrehungen wirkt der Motor extrem lustlos.

Für den Preis ist die Ausstattung doch eher karg.

Schade eigentlich, das Motörchen hat Potential zu deutlich mehr.
 
Danke für den Bericht. Ich fand die Sitzposition auf der VFR eigentlich besser als auf der CBF. ;)

Als der FHH mir aber erfählte das 14 K Euro als Grundpreis da stehen war ich der meinung das ich mit etwas weniger Luxus auskomme. :Froehlich1:

7 Lieter sind auch etwas viel da kann ich ja gleich nen PKW nehmen. :30 - garnicht:
 
Den Spritverbrauch korrigiere ich hiermit nach unten. Habe den BC heute genullt und dann standen nach 40km Landstrasse und mittlerem Angasen ca. 6l auf der Uhr. Das geht eigentlich.

Nun zur Sitzposition:

Ich bin 1,93 und sitze auf der VFR 1200 F eigentlich komfortabel. Allerdings zwingt der gekröpfte Lenker und der riesige Tank einen in eine leicht gebeugte Position. Das ist auf der AB sicher in Ordnung, stört mich aber im Stadtverkehr, beim Einbiegen doch sehr, obwohl mein Nacken eigentlich ganz ordentlich trainiert ist :))

Die Sitzposition auf der CBF 1000 ist aber deutlichst komfortabler ( aufrechter ) und das Gesamtpaket, wenigstens für meine eher touringorientierte Fahrerei besser geeignet.

Mein Hauptkritikpunkt an der VFR 1200 ist der, aus meiner Sicht wenig harmonische Antrieb und das knochige Getriebe.

Warum ein 1200 ccm Motor untenrum eher unlustig ist und erst ab 4000 Umdrehungen in der Wohlfühlphase ist, verstehe ich offen gestanden nicht. Das konnte meine K 1300 R deutlich besser und der Kardan war deutlich weniger wahrnehmbar.

Für mich bleibt der 1000er Motor bei Honda das Mass aller Dinge, da er extrem elastisch ist und sozusagen die "eierlegende Wollmichsau" ist.

Hinzu kommt, dass es beim kastrierten Fireblademotor kein Leistungsloch gibt.

Die einzige Investition, die bei der CBF ggf. Sinn macht, den japanischen Schaumstoff der Fahrersitzbank, gegen etwas anderes auszutauschen. Das war es dann aber auch schon.

Im übrigen ist der Service bei Honda absolute Spitze, wenigstens bei meinem Händler.
 
Als ich die VFR 1200 mal Probegefahren war, war ich gleich hin und weg.
So verschieden sind halt die Geschmäcker und Empfindungen :02 - zwinkern:
 
Gaby & Thomas,

das bitte nicht als "Gemecker" verstehen, ich bin allerdings die SC 58 schon einige Jahre gefahren ( allerdings als Zweitmotorrad ) und habe mit der SC 64 nun den würdigen Nachfolger gefunden.

Die Gesamtkomposition ist für meine Bedürfnisse einfach perfekt oder kommt meinen Bikebedürfnissen einfach derzeit am nächsten.

Die Marke gibt genügend Platz für alles andere.
 
Hi Leute,

auch ich bin wegen der höheren Leistung und Kardan Ende letzen Jahres die VFR gefahren. Mit meinen 189cm und 50 Jahren habe ich mich nicht so wohl gefühlt. Der Kniewinkel war mir zu spitz, die Sitz-/Lenkerposition zu sehr nach vorne geneigt - wenig Anmache für mehrere Tagstouren nacheinander; auf jeden Fall auch Geschmacksasache!
Der Motor war nicht so schlecht, wie ihn viele hinstellen, das Drehmomentloch unten rum ist nicht wegzudiskutieren. Kardan können andere viel besser.
Spritverbrauch - egal! 173 Pferdchen wollen eben gefüttert werden.
Übelste Kritikpunkte waren für mich die saumäßige Ausstattung!
> höhenverstellbare Scheibe? Fehlanzeige.
> höhenverstellbare Sitzbank? Fehlanzeige.
Bei der CBFF haben die Konstrukteure in diesen beiden Punkten sehr gute Arbeit gemacht. Anscheinend sind sie vor dem VFR-Projekt entlassen worden :wirr2:
> verschiedene Motormappings? Fehlanzeige.

Bei einem Moped, das nochmal 50% mehr kostet als die CBFF ist das sehr enttäuschend. Den Mehrpreis lohn das für mich nicht.

Achja, ich bin davor auch schon die VFR mit DCT gefahren. Definitiv nix für mich, da könnt ich mir gleich nen Roller kaufen :frech4:

Die VFR1200F kann eins auf jeden Fall unübertroffen gut - die Biker klar in 2 Lager teilen! Die einen finden Sie gut, die anderen eben nicht. Dazwischen gibt's wohl nichts.
:meinung1:
 
Thomas, du hast den Nagel auf den Kopf getroffen...... entweder man liebt sie oder eben nicht. Dazwischen gibt es nichts!!

Da ich ja den direkten Vergleich habe, VFR und CBFF, mal was dazu. Beide Mopeds kann man nicht miteinander vergleichen. Die VFR ist ein Sporttourer - die CBF ein Tourer/Allrounder. Deshalb auch die Sitzposition nach vorn geneigt und der Lenker weniger zum Fahrer. Über das DCT habe ich auch mal so gedacht....ich fahre ja kein Roller.
Nach einiger Zeit, liebe ich es! Fahre es mal länger und du willst nie mehr etwas anderes :001: Das Drehmomentloch ist da... und auch der Kardan ist nicht so harmonisch wie bei anderen Herstellern. Aber wenn man sich ein wenig darauf einstellt, kann man sehr gut damit leben. Ausserdem, wer fährt in einem Drehzahlbereich unter 3000 ???? Ich schaffe das auch nicht mit meiner CBF.
Zum Fahrwerk: mit dem Erstausrüstungsreifen BT 021 kannst du das Moped auch vergessen. Der ist einfach nur grottig! Fahre mal eine VFR mit CRA2 Evo und du hast ein völlig anderes Motorrad. Ja, sie will gefüttert werden :025: aber das ist mir der Spaß, den ich mit ihr habe, alle mal wert. :31 - jubeln: Vor allem, der Unterschied zwischen VFR und CBF bewegen sich max. um 1,5 Liter Sprit bei mir. Jetzt nicht falsch verstehen, die CBF ist ein tolles Motorrad und ich fahre extrem gerne mit ihr. Aber wenn man die VFR "artgerecht" bewegt, hat man nur noch ein Dauergrinsen im Gesicht. V4 macht eben süchtig :09 - Ja:

Gruß
Harald, der beide sehr gerne bewegt :Froehlich2:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, wie gesagt, die einen lieben sie, die anderen eben gar nicht.
zum Thema DCT:
In meiner Gegend der Schwäbischen Alb in engen Kurven funktioniert DCT so überhaupt nicht. Ständiges geklongel vom Kardan und/oder Getriebe und ständig unentschlossen, welche Fahrstufe es sein darf. Der freundliche erklärte mir, man müsse die engen Kehren mit leichtem Gas und leichter Hinterradbremse fahren, also den Antriebsstrang unter Zug halten. DCT und ich, wir werden wohl nie Freunde werden! :boewu7:

Blackbird, bist du schon mal eine BMW mit SchaltAssiPro gefahren? Ich bin letzten Jahres die S1000XR mit SchaltAssiPro gefahren - affengeiles Teil :001: Hohes Drehzahlniveau, hohes Vibrationsniveau -> Ameisen in den Händen sind garantiert :Froehlich1: Aber nicht unbequem.
Kontrastprogramm dazu die BMS R1200RS ebenfalls mit SchaltAssiPro. Wesentlich smoother, kaum spürbarer Kardan, alles passt und keineswegs langsam. Aber mit dem Boxer habe ich seit meiner Jugend ein (Kopf-)Problem. :06 - Nein::33 - Hinterkopf:

Warum kriegt Honda sowas nicht hin? :10 - heul:
 
Hallo Thomas,

ich kann mit dem DCT genauso Schalten wie alle anderen auch. Es bedeutet ja nicht, dass ich nur im AutoModus unterwegs bin und faul auf dem Moped sitze. Dafür habe ich ja drei Modus. Und wie du es beschreibst in der Schwäbischen Alb..... da fahre ich eben im
M Modus und schalte selbst.
Der Unterschied zwischen dem DCT und dem Schaltassistent Pro ....... das DCT schaltet unter allen Last und Drehzahlen weich und nahezu ruck - und unterbrechungsfrei rauf und runter. Der Schaltassistent hat noch immer eine Lastunterbrechung.
Alle Schaltassistenten arbeiten nach einen anderen Prinzip und bieten nicht den Schaltkomfort eines DCT.

Und ja, ich habe die S1000XR gefahren. Schönes Moped. Für einen Reihenvierer aber zu viel, wie nanntest du es "Ameisen in den Händen" :001:.

Boxer, kommt für mich überhaupt nicht in Frage.

So hat eben jeder seine Vorlieben und das ist auch gut so :Froehlich1:

Gruß
Harald
 
hinzuzufügen wäre noch:

durch eine neue Kardanwelle haben die VFR jetzt kein Problem mehr mit dem "Geklongel"

Ich bin von SC58 vor einem Jahr umgestiegen auf die VFR1200X DCT und immer noch begeistert von DCT.
Ich fahre 100% automatisch aber wechsel zwischen D und S - immer wenn´s es kurvig wird in S und schon liegt immer der sportlich korrekte Gang an.
 
zum Thema Saufen:
7 Liter sind für ein Motorrad (in dem Fall die VFR 1200) meiner Meinung nach schon krass.....:22 - Meinung:
Ein moderner Benziner PKW verbraucht bei wesentlich höherem Gewicht weniger! :04 - Zunge:

Ich bin mal gespannt ob die moderne PKW-Turbo-Technologie bald in Motorrädern einziehen wird.......

Grüße vom bassbiker
 
Das ein PKW nach dem mondzyklus der zur verbrauchsermittlung genutzt wird unter 7 L benzin verbraucht ist wahr. OB das auch auf der Strasse erreicht wird ist fraglich.

Trotzdem könnte man da noch viel optimieren. Turbos funktionieren bie Motorrädern wohl nicht so gut. Die Ninja H2 hat einen über das Ritzel angetriebenen Kompressor. Der Verbrauch intressiert da wohl weniger. ;)

Die VFR 800 finde ich gut die 1200 ist mir schon zu wuchtig.

DCT brauch ich beim Auto nicht und beim Motorrad noch weniger. Ich kann die CBF sowiso ohne schalten von 50 bis 2xx fahren.
 
7 l/100km??? Da wird die VFR aber nicht artgerecht gehalten!!! Pfui! Das ist ein Sporttourer mit Schwerpunkt auf Sport. Die möchte flott bewegt werden :mx35:. Um 7 l zu erreichen müsste man ja auf eine CBF umsteigen. :frech4:

Ansonsten ist die VFR schon eine ganz schöne Rumpel und nichts für ältere Herrschaften :04 - Zunge:.
 
Zurück
Oben Unten