Gefühlte Erfahrungen mit Kulanz oder nicht

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Uli_aufm_Moped

Gast
Inspiriert durch den Licht-Maschinen-Strang und Kulanzanträgen, wollte ich mal meine Gedanken zu dem (unterschiedlichen) Umgang von Händler-Werkstätten mit ihren Kunden hier preisgeben.
Das bezieht sich jetzt nicht auf Honda selbst, sondern überhaupt auf markengebundenen KFZ-Werkstätten, bei mir ist es z.B. die mit dem Stern.

Thema ist also Serviceheft/Inspektionen/Kulanzanträge und deren Ausgang

Ich habe z.B. über Jahre den Eindruck gewonnen, dass es möglicherweise sozusagen A/B/C-Kunden gibt.
A heißt z.B. - kauft regelmäßig ein Neufahrzeug/Jahreswagen, lässt alle Inspektionen AUSSCHLIEßLICH in der Vertragswerkstatt erledigen, hat insgesamt einen weit offenen Geldbeutel
Kulanzantrag wird großzügig durchgewunken
B heißt z.B. hat ein Neufahrzeug/Jahreswagen erworben, fährt den aber länger als 3-4 Jahre, läßt die Inspektionen während der Garantiezeit bei der Vertragswerkstatt ausführen, schwenkt dann aber auf andere Werkstatt um.
Kulanzantrag wird eher abgelehnt
C heißt kauft Fahrzeug beim Vertragshändler, lässt sich nicht mehr blicken, außer zu Reklamationen
Kulanzantrag? Nix gibt's

Ich denke, es ist wirklich ein Geben und ein Nehmen. Andererseits möchte ich mein Fahrzeug nicht zweimal kaufen müssen, nur weil die Entwicklungen unreif auf mich als Konsumenten losgelassen wurden. Ein zwei Jahre altes Fahrzeug sollte keine Probleme mit dem Zündschloss haben. In der Kulanzzeit ist es angeblich nur das Relais für 3,50€. Ist diese rum, muss das Schloss beim wiederholten Fehler für 650€ ausgetauscht werden. :39 - kopfkrank: Mal so als Beispiel.

Ich war mal A, wurde durch Neukaufresistenz zu B und habe durch Zeitablauf Tendenz zu C.
 
Ich kaufe grundsätzlich nur Fahrzeuge, die kurz vor der Ablösung durch das Nachfolgermodell stehen bzw. standen (Bin klassischer Gebrauchtkäufer). Somit sind die meisten Kinderkrankheiten ausgebessert und man kommt mit etwas Glück um Kulanzanträge rum. Reparieren und Warten lasse ich nur in freien Werkstätten. Bin damit bisher ganz gut gefahren, denn egal welcher Hersteller: Kinderkrankheiten gibts leider überall.
Bis auf die LiMa-Probleme der CBF hab ich da auch ein recht ausgereiftes Produkt erstanden. Und wenn dieser Schaden kommen sollte probiere ich es auf Kulanz, wenn nicht wirds eben selbst bezahlt (in einer freien Werkstatt, da halten sich die Kosten "in Grenzen").

Zum Thema Kulanz oder nicht: Das kommt ein wenig auf den Hersteller und ein wenig auf den Grund des Antrages an. Bei Ford z.B. ist man sehr großzügig beim Thema Rost geworden, da es dort massive Fertigungsprobleme gab. Bei den Mercedes von 1995-2005 gabs recht ähnliche Probleme. Da hatten jedoch einige Bekannte meinerseits größere Schwierigkeiten bei der Reklamation.
I.d.R. kann man wohl sagen, wenn ein Problem häufig auftritt gibt es auch unter nicht optimalen Bedingen (lückenhaftes Scheckheft, kein Stammkunde in der Vertragswerkstatt, etc.) Kulanz. Sind es seltene Probleme bis Einzelfälle sieht es meist sehr mau aus.
 
Seht das mal von Händlerseite..... für welchen Kunden lege ich mich ins Zeug.... A, B oder C Kunden

C Kunden sind Laufkunden... die kommen und gehen.... sind Pfennigfuchser (deswegen sind sie gegangen....) und denen hinterherlaufen kostet nur Geld und Zeit... bringt aber keinen Gewinn... da kümmere ich mich gerne um A und B Kunden

Da echte Kulanz (keine echte oder versteckte Garantieverlängerung wie z.B. Rost bei MB) meist auch eine Kostenbeteiligung des Händlers vorsieht (Häufig die Arbeitszeit) wirft ein Händler doch einem C Kunden kein Geld hinterher....
 
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