dringende Frage zum Kettenspiel

corry

Member
Servus Leutz :Froehlich3:

Kettenspiel soll ja alle 1000 km kontrolliert werden, also war ich brav und hab das heute bei gut 2200 km Gesamtlaufleistung auch gemacht.
Nur, wie genau misst man das Kettenspiel?
Bedienungsanleitung, original Werkstatthandbuch und Rep-Anleitung vom üblichen Verlag sind da widersprüchlich (siehe Bilder).

Wird die Kette jetzt nur nach oben gedrückt, und so das Spiel ermittelt, oder muss ich sie auch nach unten drücken?

- in der BA steht was von "mit der Hand auf und ab bewegen", laut einer Zeichnung aber wohl nur nach oben?
- im WHB steht im Text dazu nix, laut einem Bild sollte sie wohl nach oben und unten gedrückt werden.
- in der Rep-Anleitung steht: "drücken Sie (...) nach oben und messen Sie", und auch noch "drücken Sie die Kette hoch und messen Sie"

Im Internet steht in den meisten Fred genau dazu nich wirklich was, wenn aber dann eher rauf und runter.
Und ZAM machts uns in seinem Video ja auch vor: rauf und runter drücken.

Ist die Zeichnung in der BA also "unvollständig" und die Rep-Anleitung sachlich falsch?
- drücke ich nur nach oben würde das Spiel passen > ich müsste also nicht nachspannen
- drücke ich aber auch nach unten komme ich auf 40-45 mm > ich müsste also nachspannen

Morgen und Sonntag würd ich gern fahren und weiß grad nich ob ich jetzt nachspannen muss oder nich.


Immer ne handbreit Gummi auf dem Asphalt
LG Achim


Rep-Anleitung.jpgWHB.jpgBA.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Achim, es geht um die Beweglichkeit der Kette als Ganzes. Die Schwerkraft zieht sie nach unten, also wirst Du nicht mehr viel Spielraum nach unten haben, vielleicht einen halben Zentimeter. Den meisten Weg wirst Du die Kette nach oben, also gegen die Schwerkraft bewegen können. Die Summe der Bewegungen entspricht denn dem Kettenspiel, also das bisschen nach unten und das viele nach oben.

Ansonsten, mach Dir keinen so großen "Kopp". Es geht nicht gleich was kaputt, wenn das Kettenspiel nicht genau in der Mitte der Toleranz ist. Prüfe das Kettenspiel mit moderater Kraft nach oben und unten, ungefähr der Kraft, mit welcher Du den Kupplungshebel ziehst. Und spanne nach, wenn Du signifikante Abweichungen zur Vorgabe feststellst. :Froehlich3:
 
Die Summe der Bewegungen entspricht denn dem Kettenspiel, also das bisschen nach unten und das viele nach oben.
Lieben Dank Martin, also hab ich richtig geschätzt.
Dann ist die Rep-Anleitung an der Stelle ungenau/fehlerhaft. Doll... wer weiß wo noch...



Ansonsten, mach Dir keinen so großen "Kopp". Es geht nicht gleich was kaputt, wenn das Kettenspiel nicht genau in der Mitte der Toleranz ist. Prüfe das Kettenspiel mit moderater Kraft nach oben und unten, ungefähr der Kraft, mit welcher Du den Kupplungshebel ziehst. Und spanne nach, wenn Du signifikante Abweichungen zur Vorgabe feststellst. :Froehlich3:
Naja, wenn ich 40 - 45 mm Spiel habe, und 20 - 30 mm empfohlen werden, dann ist glaub ich nachspannen angesagt.
Ich mach mir kein Kopp dass direkt was kaputt geht, ich möcht nur unnötig hohen Verschleiss vermeiden.
Aber Deine Kraftangabe mit dem Kupplungshebel ist echt hilfreich. Hab starke Fingers un so, und verschätz mich da gern mal. :wirr2:

Ich frag mich momentan allerdings, ob mein FHH die Kettenkontrolle bei der 1000er Inspektion irgendwie vergessen hat, oder sich ne Kette wirklich nach 1200 km so längen kann, oder das mit der Verstellung der Federvorspannung vom FB zusammenhängt (federt nicht mehr ganz so tief ein???).
Egal, jedenfalls darf ich morgen früh aufstehen und erstmal in die Garage zum schrauben.


Immer ne handbreit Gummi auf dem Asphalt
LG Achim
 
Ich mache das immer nach Deinem letzten Bild, so wie Martin das auch sagt ;)
 
So, alles erledigt, der Tag kann kommen. :02 - zwinkern:


Die Schwerkraft zieht sie nach unten, also wirst Du nicht mehr viel Spielraum nach unten haben, vielleicht einen halben Zentimeter.
Wirklich gut geschätzt (oder Erfahrung?).
Jedenfalls hat mir Dein "halber Zentimeter" und "ungefähr der Kraft, mit welcher Du den Kupplungshebel ziehst" gut geholfen wie stark in etwa man drücken sollte.
Denn wenn ich kräftig drücke ginge da einiges mehr, aber das ist ja nicht Sinn der Sache.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mich mit sowas früher garnicht wirklich beschäftigt habe.


Immer ne handbreit Gummi auf dem Asphalt
LG Achim
 
Kettenspiel

Hallo Achim,
ich halte mich auch an das letzte Bild, Moped auf dem Seitenständer und einfach mit dem Finger leicht nach oben drücken. Diese Empfehlung habe ich vor über 20 Jahren mal von meinem damaligen HH bekommen. Die Schwerkraft nach unten ist als physikalische Größe vorgegeben und nach oben ist keine Kraftangabe vom Hersteller angegeben, ergo sind die Angaben mit 20 - 30 mm sowieso eine Schätzangabe wie auch die Möglichkeit das Moped auf dem Seitenständer oder auf dem Hauptständer (maximale Entlastung des Federbeins, damit auch mehr Durchhang).:22 - Meinung:

Gruß Dirk

P.S. In der BA ist sowieso auch ein logische Fehler, kann man auch auf deinem Bild lesen: 1. Motor abstellen; Leerlauf einlegen, Moped auf den Seitenständer...... 3. Hinterrad drehen und den Kettendurchhang beobachten....
Ja klar auf dem Seitenständer:ausschau:
 
P.S. In der BA ist sowieso auch ein logische Fehler, kann man auch auf deinem Bild lesen: 1. Motor abstellen; Leerlauf einlegen, Moped auf den Seitenständer...... 3. Hinterrad drehen und den Kettendurchhang beobachten....
Ja klar auf dem Seitenständer:ausschau:

Eigentlich nicht, dafür gibts Drehhilfen, oder man schiebt das Moped, so in der Art ist es auch öfters beschrieben.
Seitenständer ist halt wichtig, weil man auf dem hauptständer ganz andere Werte hätte, da müsste man erstmal eine Referenz ermitteln.

LG Achim
 
Mit einem Finger nach unten ziehen (gerne so fest du kannst) und mit einem Finger nach oben drücken (auch gerne so fest du kannst) - das Maß zwischen diesen beiden Punkten ist der aktuelle Kettendurchhang, der an mindestens 3 besser 5 Punkten in der Mitte zwischen Ritzel und Kettenrad gemessen wird. Anschließend auf den mittleren Wert des Soll-Bereiches einstellen.

Nach dem Einstellen Kettenflucht prüfen nicht vergessen.... Kann man als Könner optisch machen... kann man aber auch mit einem beliebigen Laser machen....
 
Mit einem Finger nach unten ziehen (gerne so fest du kannst) und mit einem Finger nach oben drücken (auch gerne so fest du kannst) - das Maß zwischen diesen beiden Punkten ist der aktuelle Kettendurchhang, der an mindestens 3 besser 5 Punkten in der Mitte zwischen Ritzel und Kettenrad gemessen wird. Anschließend auf den mittleren Wert des Soll-Bereiches einstellen.

Nach dem Einstellen Kettenflucht prüfen nicht vergessen.... Kann man als Könner optisch machen... kann man aber auch mit einem beliebigen Laser machen....

Lieben Dank für Deinen Post Manfred.
Hm, jetzt schreibst Du "gerne so fest Du kannst". Also wenn ich das mache gibt das locker mehr als 5mm, vielleicht sogar bis zu 10mm Abweichung zu Martins "Kraftaufwendung".
Ich hab ja schon mitbekommen, dass man Deine Aussagen gut beachten sollte, einfach weil Du wohl den entsprechenden Hintergrund hast.
Nuja, werd das dann beim nächsten Mal beobachten.

Interessieren würde mich allerdings noch: "Kann man als Könner optisch machen"
Wo schaut der Könner denn da hin? Ich mein, die Schwinge ist asymetrisch, Abstand Reifen/Felge zur Schwinge geht also nicht. Die Kette ist durch den Kettenschutz verdeckt (oder wird der dann abgeschraubt?), kann man auch schlecht gucken... Und die Markierungen neben der Achse... naja, irgendwie hab ich das Gefühl die sitzen bei meiner unterschiedlich, haben vorher auch nicht ganz gepasst, ausserdem find ich das zu grob und Hebeltechnisch auch den völlig falschen Punkt.

Grübelnde Grüße
Achim
 
Leg dich mal auf den Boden, dann hast du freie Sicht - alternativ steht die CBF auf einer Hebebühne..., dann muss man sich nicht legen.
 
Lieben Dank für Deinen Post Manfred.
Hm, jetzt schreibst Du "gerne so fest Du kannst". Also wenn ich das mache gibt das locker mehr als 5mm, vielleicht sogar bis zu 10mm Abweichung zu Martins "Kraftaufwendung".
Ich hab ja schon mitbekommen, dass man Deine Aussagen gut beachten sollte, einfach weil Du wohl den entsprechenden Hintergrund hast.
Nuja, werd das dann beim nächsten Mal beobachten.

Interessieren würde mich allerdings noch: "Kann man als Könner optisch machen"
Wo schaut der Könner denn da hin? Ich mein, die Schwinge ist asymetrisch, Abstand Reifen/Felge zur Schwinge geht also nicht. Die Kette ist durch den Kettenschutz verdeckt (oder wird der dann abgeschraubt?), kann man auch schlecht gucken... Und die Markierungen neben der Achse... naja, irgendwie hab ich das Gefühl die sitzen bei meiner unterschiedlich, haben vorher auch nicht ganz gepasst, ausserdem find ich das zu grob und Hebeltechnisch auch den völlig falschen Punkt.

Grübelnde Grüße
Achim


Achim,

ich habe die SC 64 seit 4.000km im Einsatz. Erste Inspektion bei 750 km, habe heute abend die Kettenspannung kontrolliert ( Du musst eigentlich nur dem Aufkleber auf der Schwinge folgen ) da musste nix nachgezogen werden.

Und die wurde die letzten Tage richtig rangenommen!
 
Habe vor 1000km einen neuen Kettensatz bekommen. Nach ca 500km musste ich leicht Nachspannen.

Die Kettenflucht kontrolliere ich, wie auch ZAM in seinem Video zeigt, mit Laser. [emoji41]

LG aus Niederösterreich.
 
Yess...........

Kettenflucht.........

bei meiner CB 500 nie wissentlich kontrolled............80.000 km

bei meiner CBF 1000 nie wissentlich kontrolled.........75.000 km

Kette hält 40.000 km - ohne oiler

:Froehlich2:

also..........alle mit zwei linken Händen...........nicht verzweifeln
 
Sicher geht's auch ohne. So ein Laser ist aber ein nettes Spielzeug und kein nennenswerter Mehraufwand ihn zu verwenden. [emoji6]
 
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