Ich habe mir da schon eine Erklärung zurechtgelegt, ich weiss nur nicht, ob sie stimmt.
Was die Feder im Nehmerzylinder angeht, die kann den Kolben nur in die Position drücken, in welcher er letztlich auch ist wenn man den Zylinder abbaut. Die Feder sorgt letztlich nur dafür, dass sich der Kolben nicht am hinteren Anschlag festsetzt. Man entnimmt den Zylinder letztlich im Zustand "entspannte Feder", somit wird er von der Feder nicht weiter nach außen befördert.
Was den Druck der Flüssigkeitssäule angeht und Dein Argument zum Unterdruck oben, welcher verhindern sollte, dass der Kolben alleine heraus wandert: Wenn man die Kupplung (oder Bremse) betätigt, also Flüssigkeit nach unten presst, würde ja auch oben im Vorratsbehälter ein Unterdruck entstehen, welcher der Betätigungskraft entgegenwirkt. Um dies zu verhindern, müßte der Vorratsbehälter belüftet werden, was natürlich bei dem hygroskopischen DOT4 sehr kontraproduktiv wäre. Dashalb, so meine Theorie, gibt es die Membran, welche, selbst weich und biegsam, den belüfteten Teil des Vorratsbehälters gegen das DOT4 abdichtet. Die Membran biegt sich also leicht, wenn der Behälter Flüssigkeit verliert und damit entsteht kein Unterdruck. Diese Konstruktion erlaubt es, möglicherweise, dass genug Flüssigkeit der Schwerkraft folgt und den Kolben unten am Nehmer raus schiebt.
Also, ich muss zugeben, obwohl ich den Trick mit dem Kupplungshebel kenne und auch dessen Hintergrund, habe ich ihn noch nie angewendet und bei mir hat sich (ähnlich wie bei Dir, Falo) der Kolben, auch nach Tagen, noch keinen Millimeter nach außen bewegt. Was natürlich nicht bedeutet, dass es nicht passieren
kann und daher sollte halt jeder um die mögliche Gefahr wissen. Es gehört natürlich auch etwas "Mut" dazu, einfach mal am Hebel zu ziehen, während man den Nehmerzylinder ab hat.

Zweimal ziehen würde ich jedenfalls nicht...
Was die Schubstange angeht, zum reinigen muss man sie nicht rausziehen, da hat Manfred schon recht. Aber bei der CB1300 ist der Kühlwasserschlauch mitten über den Deckel verlegt und man muss den Deckel da drunter "rausdrehen". Das ist eigentlich nicht möglich wenn die Stange noch drin steckt. Bei der kCBF läuft der Schlauch neben dem Deckel, da könnte es gehen. Aber da ich es von der CB halt so gewöhnt bin, ziehe ich den Stab reflektorisch raus und lege ihn zur Seite, ich habe nicht ausprobiert ob es auch anders ginge. Daher weiß ich auch nicht, ob er ggf. beim Ausbau der Kettengleitschiene im Weg wäre, aber wohl eher nicht. Bevor ich ihn wieder rein stecke bestreiche ich ihn etwas mit Motoröl.