Brems - System

Nimrark

Member
Hallo
Die CBF 1000 F (wahrscheinlich der ohne zweites F auch) hat ja eine gekoppelte Hinterrad-Bremse, welche auch vorne bremst - und umgekehrt auch, wenn man vorne bremst, bremst es auch hinten.
Wurde es schon mal irgendwo diskutiert oder getestet die Hinterradbremse von der vorderen Bremse zu lösen?
Kollege hat eine spanische Machine Macbor - hatte dies bei seiner Machina aushebeln oder deaktivieren lassen ... und ich spiele auch mit dem Gedanken es bei meiner CBF zu machen...

Danke für jedwelche Inputs!
 
Hallo Nimrark,
Lass es sein , die ABE des Motorrads erlischt und was willst du damit bezwecken dieses Bremssystem ist ein Sicherheitsgewinn habe die SC64 2 Jahre gefahren und war sehr zufrieden damit.
Mit freundlichen Grüßen
 
Die CBF1000F hat ein CBS Bremssystem (Combined Brake System) d.h.
beim Betätigen der Hinterradbremse, wird ab einem höheren Bremsdruck auch einen Bremskolben der Vorderradbremse bestätigt.

Nur beim Honda Dual CBS-System wird bei der Vorderradbremse die Hinterradbremse mitbetätigt. Hat die CBF aber nicht!

Insgesamt passt die Abstimmung sehr gut zur Gewichtsverteilung.
Maximale Bremsverzögerung erreicht man bei Solofahrt durch leichtes Begleitbremsen am Hinterrad (keine Mitbetätigung vorne),
oder mit Sozia/Gepäck mit etwas stärkerer Betätigung. Hängt aber auch vom Reibwert der verwendeten Bremsbeläge ab.

Die Bremse an der CBF ist Top. Verbesserung ist nur über höherwertige Bremsscheiben (Brembo Serie Oro oder Supersport) sinnvoll.
Auswahl der Bremsbeläge ist eine Frage der persönlichen Vorliebe.

Grüsse aus Tirol

Norbert
 
Nuja, für Menschen die es nicht stört ist CBS was Tolles aber es nervt mich schon auch manchmal.

Versucht mal ernsthaft enge, schnelle Parkplatzmanöver zu fahren und über die Hinterradbremse die Geschwindigkeit zu regeln. Kleiner Tipp: Nicht übertreiben! Die Vorderradbremse versaut es...
Ich mach das gerne im Frühjahr mit ein paar Hütchen um wieder fit zu werden. Auf der CBF geht das eigentlich überraschend gut aber das CBS stört ein wenig.

Wenn ich die Wahl hätte, hätte ich es auch lieber nicht. Hauptsächlich weil meine anderen Möps es nicht haben aber den Aufwand es stillzulegen mit Risiko wegen Zulassungsverlust usw. wäre es mich sicher nicht Wert.
 
Nur als Idee :computer_kaffee:
Man könnte auch das Bremsdosierventil von der Fußbremse nach vorne auf einen höheren Öffnungsdruck umbauen.

Ist aber nix für Amateure
 
Klar ohne CBS klappt auch der U-Turn besser und auch beim Moto Gymkhana geht es einfacher.

Die Deaktivierung ist nur durch physischen Umbau der Bremsleitungen möglich,
was die Bremsleistung und Sicherheit des Fahrzeugs stark verändert und die Betriebserlaubnis erlöschen lässt.
Das ABS bleibt dabei aktiv, da die Sensoren an den Rädern sind.
 
Wurde es schon mal irgendwo diskutiert oder getestet die Hinterradbremse von der vorderen Bremse zu lösen?
Kollege hat eine spanische Machine Macbor - hatte dies bei seiner Machina aushebeln oder deaktivieren lassen ... und ich spiele auch mit dem Gedanken es bei meiner CBF zu machen...
Mich würde interessieren warum du das an der CBF deaktivieren willst?
 
Vielen Dank für die vielen gutgemeinten und interessanten Inputs oben.
@Eumel hat es definiert - ich fahre sonst noch ne 1100 CB und die ist leichter bei Parkmanövern U-Turn etc. wo das Mit-Bremsen vorne bei der CBF ziemlich stört.
Hat Irgendwer schon mal den Vorschlag von @WiN - Drosselung der Bremsdrucks für Vorne probiert?
 
Ich habe mal Nissin Bremsbelägen (höherer Reibwert) hinten und den Brembo Rot vorne (weniger Reibwert) probiert.
Allerdings nicht mit den originalen Bremsscheiben.
Damit gehen diese langsamen Fahrmanöver besser.
Nachteil: ich hatte dann auf der Landstraße beim harten Bremsen spektakuläre Bremslides, bei denen das ABS hinten nicht eingreift.
Ich bevorzuge daher vorne und hinten die gleiche Bremsbelagmischung (Nissin) - bester Kompromiss
Nicht jede Veränderung ist eine Verbesserung

Norbert
 
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