Wer eine mit ABE versehene Zubehör-Auspuffanlage im Handel kauft und montiert, macht nix anderes als viele von uns, die div. Teile im Zubehörhandel kaufen und gegen das Original Teil tauschen.
Manche finden andere Brems- u. Kupplungshebel besser oder schöner. Andere meinen, sie kommen mit veränderten Fußrasten besser klar.
Hier findet jemand, der Auspuff der CBFF passt nicht zum Bike....und möchte den Auspuff gegen einen legalen mit ABE tauschen.
Ist das nun ein Grund, den moralischen Zeigefinger zu erheben? Weil der Auspuff ev. nicht nur optisch, sondern auch akustisch anders daher kommt.
Es gibt ne ABE für das Teil und somit darf der Käufer wohl annehmen, sein Handeln ist legal.
Eine zugesicherte Eigenschaft ist doch gerade, dass diese Anlagen, so sie eine ABE besitzen, gefahren werden dürfen, weil sie eben NICHT zu laut sind.
Ginge es hier um Fußrasten oder Bremshebel würde niemand auf die Idee kommen, den Zeigefinger zu erheben.
Wenn wir jetzt schon die Personen aus unseren eigenen Reihen angiften, die mit legalen Zubehörteilen unterwegs sind, läuft was falsch.
Oder glaubt jemand ernsthaft, die Diskussion um angeblich zu laute Motorräder würde für beendet erklärt, wenn wir mit dem Finger auf die Fahrer zeigen, die legale Anlagen aus dem Zubehör an ihrem Motorrad montieren?
Natürlich ist der Lärm unserer Maschinen ein Thema.
Aber mindestens ebenso die Häufigkeit von Motorrädern am Wochenende in gewissen, beliebten Gegenden.
Wie laut ein Motorrad ist, hat doch jeder Fahrer selbst in der Hand. Auch mit einem Serienauspuff kann ich mit hoher Drehzahl innerhalb der Ortschaft für verärgerte Anwohner sorgen.