Ich hatte dann heute auch mal das "Fahrgnügen" mit dem Dreirad.
Vorweg bin ich die Tracer 900 GT gefahren und danach auf die Niken umgestiegen.
Sitzposition, Fußrasten und Lenker sind sehr unterschiedlich, Motor und Bedienteile sind identisch.
Durchzug und Klang waren gefühlt besser als bei der Tracer, dafür sitzt man mehr auf, als in dem Motorrad. Der Sitz ist wirklich breit, mit kurzen Beinen kommt man schlecht auf den Boden, aber genau das sollte man tunlichst schaffen, das Ding
kann umfallen. Windschutz hatte mein Vorführer keinen, daher waren die Windgeräusche deutlich leiser. Bei der Tracer ab ca. 50 Km/h hörte ich den Motor kaum noch.
Im ersten Kreisverkehr dann ein Schreck, es fühlte sich an, als ob die Vorderräder wegrutschen. Da ich nicht wirklich schräg ums Eck fuhr, schon sehr merkwürdig. Das Losbrechmoment bei Lenkbewegung ist deutlich höher, dafür fällt die Kiste schneller in die Kurve, fast schon zu schnell für mich. Sauber gefahrene Kurven habe ich nicht hinbekommen, wohl noch dem Schreck vom Kreisverkehr geschuldet. Angeblich spielen die zwei Räder bei schlechten Straßen, gerne auch mit Schlaglöchern ihre Stärke voll aus. Am Lenker kamen keine, oder besser fast keine Rückmeldungen über die Fahrbahnbeschaffenheit an. Damit verlieren schlechte Straßen die Kurvenangst deutlich. Konnte ich aber auf meiner Strecke nicht ausprobieren.
Sehr lustig sind die Blicke der anderen Verkehrsteilnehmer, die erwarten wohl eher einen langsamen Roller beim Anblick der Front. Dank Quickschifter hat man die 100er Marke aber sehr, sehr schnell erreicht, der Sound klingt dann auch sehr bissig.
Für schlappe 16 000,- bekommt man ein tolles Teil Ingenieurskunst mit ungewohnter Optik und eigenständigem Fahrverhalten.
Fühlt sich an wie ein Motorrad, aber ein spezielles halt.
Probefahrt lohnt sich.

Danke an den Händler, der sie mir auslieh, obwohl ich im voraus von einem Kauf Abstand nahm. Das Teil passt nicht in meine Garage.
