Batterie der CBF1000F per Powerbank laden

inl1ner

Member
Hi CBF'ler,

als meine SC64 nach dem Tanken nicht mehr starten wollte,
weil die Batterie den Geist augegeben hatte, hatte ich die Idee,
mir eine Powerbank zu kaufen, um die Batterie unterwegs soweit
zu laden, dass der Motor gestartet werden kann.

Leider sind alle Powerbanks, die ich finden konnte, nur mit Krokodil-
Klemmen ausgestattet. Das bedeutet, dass man die rechte Verkleidung
entfernen muss, um die Batteriepole zu erreichen.

Da meine CBF eine Bordsteckdose mit SAE-Buchse hat, wäre eine
Powerbank mit SAE-Anschlusskabel eine viel praktischere Lösung.

Hat jemand von Euch so etwas schon mal gesehen ?

Viele Grüße aus Aachen
inl1ner
 
Die Batterie ist bei der SC64 unter der Sitzbank.
Bei der SC58 ist sie unter dem rechten Seitendeckel.

Mit einer Powerbank (wenn wir von dem gleichen "Teil" reden) kannst Du starten helfen, aber nicht die Batterie laden. Dafür braucht es ein Ladegerät oder den Motorlauf. Zum staerten sind die Hochstrom-Krokoklemmen geeignet, habe ich auch schon gemacht.
 
Ich befürchte, da wird nichts draus.

Um das Motorrad unterwegs ohne fremde Hilfe zum Starten zu bringen, brauchst du ein Starthilfegerät. Das lädt die Batterie nicht, sondern gibt dir nur genug Saft zum Anlassen - geladen wird dann beim Fahren. Leider ist mir kein einziges Starthilfegerät bekannt, das Schnellanschlüsse hat, die man permanent an der Batterie lassen kann und deren Enden zum Beispiel unter den Soziussitz gelegt werden können.
Batterieladegeräte haben solche Schnellanschlüsse manchmal im Lieferumfang (z. B. Ctek MXS 5.0, Texmate Optimate,...), aber es gibt keine passenden Starthilfegeräte für diese Anschlüsse.

Das Ganze ist eigentlich recht logisch, wenn man bedenkt, dass bei der Starthilfe der Spenderpluspol an den Nehmerpluspol soll, der Spenderminuspol aber nicht am Nehmerminuspol, sondern an einem Massepunkt des nicht starten wollenden Motorrads angeschlossen werden soll.

Es gibt zwar Überbrückungskabel für den Zigarettenanzünder, aber von denen halte ich nichts. Die beste Lösung ist sicher, für die Starthilfe den Fahrersitz abzunehmen, um richtig an die Batterie zu kommen. Sind ja nur zwei Schrauben.
Vielleicht geht es ja auch mit anschieben? Ging zum Beispiel bei der GPZ gut, bei der Guzzi ging's gar nicht, bei der CBF würde ich es erst gar nicht probieren, da ich inzwischen ein Starthilfegerät habe.

Viele Grüße

Timo
 
Zuletzt bearbeitet:
Rein theologisch könnt ich mir vorstellen eine Powerbank dauerhaft verbaut per 12V-Anschluss zu laden und den 12V-Ausgang parallel zur Batterie anzuschließen. Quasi wie eine recht leichte Batterie, die parallel zur Serienmäßigen liegt.
Man könnte aber auch statt der Powerbank eine neue Batterie kaufen, mit der man dann keine Startprobleme mehr hat. So hab ich das immer gemacht, wenn eine Batterie zum zweiten mal gezickt hat.
Der zeitgemäße Kradler verbaut übrigens angenehm leichte Akkus auf Litiumbasis. Quasi eine zweckeingeschränkte Powerbank statt dem Bleigedöns - hoffentlich dann auch mit bestandem Vibrations- und Überspannungstest, für den Fall das mal der Spannungsregler in einen nicht vorgesehenen Arbeitsbereich gerät. Angeblich altern die nicht so, haben kaum Selbstentladung, sind aber bei Kälte wohl ähnlich sensibel wie alles andere auch, was chemische Energie in Elektrische wandelt und bei hohen Temperaturen nicht explodieren soll...
Bei einer Haushalts-Powerbank unter der Sitzbank wäre mir auf Dauer nicht ganz wohl... auch wenn die Teilkasko Brandschäden abdeckt.
 
Das könnte ein sehr langer Thread werden :zwinkern:

Man könnte aber auch statt der Powerbank eine neue Batterie kaufen, mit der man dann keine Startprobleme mehr hat. So hab ich das immer gemacht, wenn eine Batterie zum zweiten mal gezickt hat.
Der zeitgemäße Kradler verbaut übrigens angenehm leichte Akkus auf Litiumbasis. Quasi eine zweckeingeschränkte Powerbank statt dem Bleigedöns - hoffentlich dann auch mit bestandem Vibrations- und Überspannungstest, für den Fall das mal der Spannungsregler in einen nicht vorgesehenen Arbeitsbereich gerät. Angeblich altern die nicht so, haben kaum Selbstentladung, sind aber bei Kälte wohl ähnlich sensibel wie alles andere auch, was chemische Energie in Elektrische wandelt und bei hohen Temperaturen nicht explodieren soll...

Starthilfegerät sind wirklich nur für Notfälle gedacht. Die halten nicht ewig - viele sind schon nach wenigen Anwendungen im Eimer.

Die Motorradbatterien, die du meinst, sind Lithium-Eisenphosphat-Akkumulatoren (LiFePO4) und sind somit grundsätzlich anders als die Akkus in üblichen Powerbanks.
Bei Kälte funktionieren LiFePO4 Akkus eher schlechter als zum Beispiel normale Blei-Säure-Akkus. Aber auch da gibt es einen Trick, wenn das Motorrad nicht starten will: Abnehmer anschalten und eine Weile Laufen lassen, Akku wird warm, Möp startet - vorausgesetzt der LiFePO4 hat noch genug Saft dafür.
LiFePO4 Akkus explodieren nicht so einfach wie herkömmliche Li-Po bzw. Li-Ion Akkus.

Bevor man eine LiFePO4 einbaut, sollte man sich vergewissern, dass die LiMa/Regler damit zurecht kommt oder eine entsprechende Steuerung/Balancer im Akku verbaut ist. Shido Batterien sind da recht vorbildlich.
Können unsere SC58/SC64 das eigentlich?

Viele Grüße

Timo
 
Können unsere SC58/SC64 das eigentlich?

Ja. Ich verwende diese Akkus schon seit 2+ Jahren in meiner CB1300 und MT-01 und sehe keinen Grund, wieder in die "alten Zeiten" zurück zu fallen. Die Vorbehalte beim Kaltstart (unter 0°C) kommen bei mir nicht zum Tragen, bei Minustemperaturen fahre ich nicht Motorrad und meine Garage wird nicht so kalt. Die Ladesysteme dieser Generation Motorrad sind alles die gleichen. Die LiFePo4 haben auch Balancer eingebaut, ohne geht es nicht.

:Froehlich3:
 
Ja. Ich verwende diese Akkus schon seit 2+ Jahren in meiner CB1300 und MT-01 und sehe keinen Grund, wieder in die "alten Zeiten" zurück zu fallen. Die Vorbehalte beim Kaltstart (unter 0°C) kommen bei mir nicht zum Tragen, bei Minustemperaturen fahre ich nicht Motorrad und meine Garage wird nicht so kalt. Die Ladesysteme dieser Generation Motorrad sind alles die gleichen.

Danke für die Info! Gut zu wissen, dass das geht. Gibt es Modelle, die du besonders empfehlen kannst?

Die LiFePo4 haben auch Balancer eingebaut, ohne geht es nicht.

Im Allgemeinen hast du Recht und alles andere ist für Spinner ;) Es gibt tatsächlich auch Akkus ohne eingebauten Balancer und manch einer bastelt sich selber was zusammen, was die Akkus wesentlich billiger macht, aber dafür braucht man halt eine passende Kombi aus LiMa/Regler/Controller/Balancer/was-auch-immer. Bei alten Guzzi und BMW sind Komplettumbauten auf Silent Hektik seit ein paar Jahren sehr beliebt, vor allem, wenn die originale LiMa oder der Regler eh gerade den Geist aufgibt.

Die Akkus kann man selber günstig aus Headway-Zellen zusammenbauen. Und wenn die Zellen schlapp machen, tauscht man nur diese aus und behält den alten Balancer, wodurch das ganze noch mal billiger wird. Die Bastelei wäre mir persönlich allerdings zu riskant - da bin ich gebranntes Kind und hätte (vermutlich unberechtigt) Sicherheitsbedenken.

Für mich kommt LiFePO4 gerade noch nicht in Frage - ich habe im Moment keine Garage und fahre auch bei Minusgraden. (Seit heute übrigens mit Conti RA3 vorne. Zum alten MPR4 ein Unterschied wie Tag und Nacht :Froehlich2: Jetzt muss ich noch ganz schnell den MPR4 hinten runterfahren!)

Viele Grüße

Timo
 
Vielleicht geht es ja auch mit anschieben? Ging zum Beispiel bei der GPZ gut, bei der Guzzi ging's gar nicht, bei der CBF würde ich es erst gar nicht probieren, da ich inzwischen ein Starthilfegerät habe.

Ich durfte 1x die Mühle erst bergauf über ne Kuppe schieben, und dann noch ein gutes Stück rollen lassen, bis ich endlich an ne Hang kam der steil genug war zum anrollen lassen.
Also alleine aufgrund des "Schiebegewichtes" und der Erfahrung wieviel Gefälle für ein Anrollen nötig ist, würde ich es niemals mit Anschieben probieren.
 
Ich durfte 1x die Mühle erst bergauf über ne Kuppe schieben, und dann noch ein gutes Stück rollen lassen, bis ich endlich an ne Hang kam der steil genug war zum anrollen lassen.
Also alleine aufgrund des "Schiebegewichtes" und der Erfahrung wieviel Gefälle für ein Anrollen nötig ist, würde ich es niemals mit Anschieben probieren.

Du must im Bergischen wohnen bleiben:narr:.
Obwohl, bei mir hat das auch nichts genutzt. Anrollen lassen- keine Chance- und dann ist dat mit den Hügeln/Bergen bei uns schon blöd:zwinkern:
 
Ich durfte 1x die Mühle erst bergauf über ne Kuppe schieben, und dann noch ein gutes Stück rollen lassen, bis ich endlich an ne Hang kam der steil genug war zum anrollen lassen.
Also alleine aufgrund des "Schiebegewichtes" und der Erfahrung wieviel Gefälle für ein Anrollen nötig ist, würde ich es niemals mit Anschieben probieren.

Manche Leute komme ja gar nicht erst auf die Idee, es mal mit anschieben zu probieren. Einige denken auch, das könne dem Motorrad schaden, was hier ja auch schon diskutiert wurde. Bevor ich blöd in der Pampa rumstehe (und mein Starthilfegerät wie jetzt gerade bei meiner Mutter ist), würde ich es zumindest probieren.
Wobei die pi mal Daumen 250 kg der FF sicher sehr grenzwertig sind. Meine Guzzi ist nur 35 kg schwerer, da haben wir es zu dritt auf ebener Strecke nicht geschafft.
 
Du must im Bergischen wohnen bleiben:narr:.
Obwohl, bei mir hat das auch nichts genutzt. Anrollen lassen- keine Chance- und dann ist dat mit den Hügeln/Bergen bei uns schon blöd:zwinkern:

Als wir letzten September ins Bergische wollten, ist nach einem kleinen Zwischenstopp eine Harley nicht mehr angesprungen. Dummerweise standen wir im Tal und Weit & Breit kein Haus. Wir mussten sie anschieben und haben es auch irgendwie geschafft. Aber das braucht kein Mensch....
 
Dann sind wir doch eigentlich wieder an dem Punkt wo man sich besser eine neue Batterie kauft wenn man weiß unterwegs ein Ladegerät benutzen zu müssen.
Irgendwie verstehe ich die ganze Fragestellung gerade nicht, vielleicht sind es bei mir ja Winterdepressionen :wirr2:
 
Powerbank/Ladegerät

Ich habe mir letztes Jahr den Testsieger "dino 400" gekauft.
Nach dem, was ich gelernt habe, dient der zum Notstarten bei entladener Batterie im Auto und natürlich auch beim Mopped.
Batterien LADEN kann man damit allerdings nicht. Wohl aber Handys und ähnliches. (Nutze ich z.B. im Hotel).
Er hat zudem eine starke Lampe z.B. bei Stromausfall als Taschenlampe. Liegt immer bereit und wird regelmäßig geladen.
Zum Laden /Erhalten von Batterien habe ich den "Powercharger" von Tante Luise, versuche allerdings im Moment zu klären,
ob man damit auch LiFePos laden kann. Es gibt spezielle Ladegeräte für LiFePos, die sind aber ordentlich teuer.
Anfrage bei Luois läuft, ich werde über die Antwort berichten.

Gruß Thomas
 
Man benötigt zum Laden einer Batterie eine höhere Spannung als die Batterie selbst hat, damit da Strom rein fließt, bzw. dass es keine "Mißverständnisse" gibt, wer wen lädt. Es ist daher Unsinn und das Ergebnis vom Zufall abhängig, wenn man versucht, einen 12V Akku mit einem anderen 12V Akku zu laden. Macht das nicht!
 
... sollte doch Laternenparker und gegen leere Battereien helfen...

Der Laternenparker braucht nicht eine Batterie die voll ist - das ist die sowieso, weil der Laternenparker i.d.R. regelmäßig fährt (ansonsten hätte er sich vermutlich um einen trockenen Stellplatz gekümmert) - sondern er braucht eine Batterie, die den Anlasserstrom bringt. Eine alte Batterie kann noch so voll sein und versagt dann doch bei der Stromlieferfähigkeit, wenn's etwas kühler ist.
Der Laternenparker wird wohl auch nicht so ein Ding auf's Mopped legen in der Hoffnung, dass es im Winter mit effektiv um 50-100mA (wenn auch nominell 5-800mA) an 5-6 hellen Stunden mehr Ladung in die Batterie reinbringt, als sich durch Kleinverbraucher und Selbstentladung verflüchtigen sowie dass das Ding nicht von einem Passanten mitgenommen wird, wenn's der Wind von der Sitzbank geblasen hat... das Geld für sowas sollte man besser in einen ordentlichen Wein oder Whisky investieren oder natürlich in eine neue Batterie mit der das Problem dann vom Tisch ist. Alle von mir genannten Alternativen sind sinnvoller, nachhaltiger und ressourcenschonender - aber natürlich nicht so hipp "regenerativ" wie der Sondermüll aus China.
Wenn ich Werbesprüche lesen wie "Muss die Batterie aufgeladen werden, produziert das Gerät viel Strom" dann weiß ich nicht ob ich lachen soll (weil gerade dann vermutlich grad die Sonne nicht scheint und selbst falls doch die zu erwartenden 100mA echt lächerlich sind, verglichen mit dem tatsächlichen Bedarf), empört sein soll über die verlogene Dreistigkeit der Marketingleute oder weinen dass es Leute gibt, die auf so was reinfallen.
 
Tja, da kann ich nur zustimmen - meine Dicke steht zwar in einer Garage, aber die ist nicht beheizt und demzufolge nicht viel wärmer als der Laternenparkplatz. Nachdem ich die Batterie aufgeladen hatte, war nach wenigen Startvorgängen wieder erkennbar, dass sie schlapp macht.

Also habe ich mir eine Lithium-Ionen-Batterie gekauft, die erheblich leichter als die alte ist und wahrscheinlich vom Gewicht mit einer Powerbank vergleichbar ist. Dann habe ich Dussel beim Einbau nicht gemerkt, dass die Pole gegenüber der alten Batterie vertauscht sind und habe ein kleines Feuerwerk verursacht, als das Massekabel kurz an den Pluspol geriet.

Morgen werde ich dann erstmal suchen, wo die Sicherungen sind, denn die Bedienungsanleitung kommt mir in diesem Punkt etwas seltsam vor.

Übrigens vielen Dank an Martin, denn bezüglich des Installationsortes der Batterie bei der SC64 hatte ich zuvor unterschiedliche Infos.

Viele Grüße aus Aachen
 
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