Honda ruft die NC700S und die NC700X zurück

heimchen64

Member
Hallo Leute,

gerade eben vom ADAC den neuen Newsletter erhalten, hier der Link für diejenigen, die es betrifft (falls Euch Honda nicht schon direkt angeschrieben hat.

LG,

de Ralfi
 
Honda ruft die NC700S und die NC700X und zurück

Hallo Leute,

gerade eben vom ADAC den neuen Newsletter erhalten, hier der Link für diejenigen, die es betrifft (falls Euch Honda nicht schon direkt angeschrieben hat...
:19 - guter Beitrag:

Das Problem mit der Antriebskette ist HONDA schon länger bekannt und wird seit Oktober im Zuge einer Rückrufaktion behoben.
Es handelt sich um einen Produktionsfehler eines Kettenherstellers (RK)!
Die bereits im Serienzustand verbauten Antriebsketten der Fa. D.I.D sind davon nicht betroffen.

Übrigens, ein ähnliches Problem hatte auch BMW mit seinen GS-Twin-Modellen - ich spreche da aus Erfahrung.:01 - grinsen:
 
Da soll wohl auch noch was mit einigen undichten Wasserpumpen und Mängeln an Steuerkettenspannern sein, wie man hört.
Naja, so lange die bei Honda vernünftig darauf reagieren und die Kunden nicht im Regen stehen lassen, ist doch alles gut.
 
"Vernünftig" heißt also: Kunde mach uns den Testfahrer?
Ich finde es bedenklich wie die Anzahl der Rückrufe nach oben steigt (Toyota, Jeep,...)
Dass fördert nicht unbedingt das Vertrauen...

Warum kann man neue Modelle nicht vernünftig austesten???
 
Weil "Du" nicht breit bist dafür Geld zu zahlen!

Im Falle vom Honda Rückruf, ist es halt ein Zulieferproblem.
Shit happens



Grüße
Blaster

Hi Blaster,
habe den Thread schon vor einigen Tagen gelesen und erst gedacht, recht hat er, aber je länger ich drüber nachdenke, umso mehr glaub ich dass Du nur zum Teil richtig liegst.
Wenn Du zum Ausdruck bringen willst (ich weiß dass du dies nicht willst), geb nur genug Kohle aus, dann ist das Mopped ausgetestet und ohne Materialschwächen, dann muss man wohl auf BMW verweisen. Die haben ihre Kunden immer gerne testen lassen, insbesondere die, die richtig viel Kohle bezahlt haben.
02%20-%20zwinkern.gif

Bei den Italo Moppeds fehlt mir der Überblick, aber ich schätze, noch mehr Rückrufe für noch teuere Mopeds.
frech4.gif

Wenn man mal genau schaut, liegen die Probleme immer bei den "Zuliefern", und eben die werden im Preis soweit gedrückt, dass sie
Shit happens in Kauf nehmen, ebenso wie der Hersteller.
Dass hier für zB 1€ Kostenreduktion in der Herstellung, ein vorübergehender Totalausfall eines Moppeds in Kauf genommen wird, unsagbar.
wirr2.gif

Und ganz wichtig, wir geben einen Haufen Kohle für unser Hobby aus, egal ob 7.000€ oder 17.000€ für nen Mopped, aber verlangen kann man dafür dass das Ding auch funktioniert. Es ist oberschei... sich wie blöde auf nen Mopped Urlaub zu freuen und dann geht es nicht, weil das Ding wegen nem Materialfehler nicht läuft. Urlaub im Eimer.
Auch hab ich mit den angeblich so geringen Gewinnmargen bei Moppeds so meine Zweifel, schau mal was Du für 10.000€ für neue Autos bekommst, das ist unter dem Listenpreis für die FF.
Was ich sagen will, jemand der sich ein Mopped kauft, kauft sich ein Freizeitgerät (in den meisten Fällen ist dies wohl so) wenn das ausfällt, ist ggf. der Urlaub im Eimer, wenn mein Billig-Auto ausfällt, komm ich zur spät zur Arbeit.
Der Kunde kauft ein Mopped nach seinen Bedürfnissen und seinem Geldbeutel und er hat unbedingten Anspruch darauf, dass das Teil auch funktioniert. Es kann nicht sein, das Ausfälle hingenommen werden, weil der Zulieferer 2% billiger ist. 1€ Ersparnis bei einer Stückzahl von 1.000.000. sind schon viel Geld, dabei wird in Kauf genommen, ein Promille Ausfall, wen schert es, 1000 Mopped Fahrer die ihr WE oder Urlaub abschreiben können, steht nicht in der Tageszeitung, der Rückruf von Dacia bestimmt.
Gruß Tullio
 
Ich gebe Dir recht Tullio,

das Problem ist sicherlich nicht mit nur einem Satz, wie ich es getan habe, zu "Erklären".
Das Thema an sich ist auch viel zu komplex, um es hier umfänglich auszudiskutieren.

Ich bin aber trotzdem der Meinung, das wir als Verbraucher viel zu dieser Situation beigetragen haben.

Ein schönes Beispiel dafür sind für mich die Baumärkte.
Wir laufen seit Jahrzehnten dorthin, der gute Eisenwarenhändler ist "tot".

Und heute?
Mangels alternativen, kaufen wir vollkommen überteuerten Schrott, der uns von unkundigem Personal angedreht wird.
Läden wie Saturn, sind oft teurer wie der kleine Händler. Die leben aber bis heute von Ihrem "Billig-Mythos"
Welche Marken (nehmen wir mal Akkuschrauber) kann man denn heute noch problemlos kaufen?

Bosch, Black & Decker, noch ein zwei andere - Schluß
Alles andere muss man sich mühselig über Ebay und sonstigen Plattformen organisieren.

Das sind fast Zustände wie in der alten DDR :frech4:

Stichwort "Monokultur"
Wenn man heute die Einkaufsstraßen dieser Welt betrachtet,
ist es vollkommen egal ob ich in München, Köln oder Timbuktu einkaufe.
H&M, Strauß und Konsorten. Überall das gleiche Bild.
Früher sind wir oft nach Venlo gefahren, weil es dort auch mal was anderes gab.
Die Zeiten sind vorbei.


Zurück zum Motorrad.
BMW ist unter anderem auch deshalb "Hochpreisig" weil sie viel Technik in die Motorräder packen,
die andere erst gar nicht anbieten.
Da wir die Technik wollen, müssen wir auch mit einer erhöhten Fehlerquote leben.
Ist nun mal mehr dran, was kaputtgehen kann.

Wir gönnen dem Händler nicht seine 60,00 Euro Stundenlohn.
Wir wollen beste Qualität zum kleinst möglichen Preis.
Beste Beratung, die immer sofort Verfügbar ist.
etc. etc.

Wir wollen aber auch gut Verdienen.
Fällt der Wiederspruch auf?

Geiz ist geil, nur nicht bei meinem Einkommen.
So funktioniert das eben nicht.


Wenn also Hersteller wie Honda (Motorradherstellung ist eher Manufaktur als Industrie, also nicht mit Autoherstellung zu vergleichen),
Teile Herstellen (lassen) die möglichst Billig verbaut werden können, ist das zum einen auf das Gewinnstreben der Hersteller,
aber auch auf unser Verbraucherverhalten zurückzuführen.

Nebenbei Bemerkt: Kleines Beispiel gefällig.
Es gibt in ganz Köln, keinen Kawasaki Händler mehr.

Wir Verbraucher wollen keine Qualität mehr, die Jahre hält!
Wir wollen uns alle zwei oder mehr Jahre verändern.
Möbel, Auto, Motorrad, TV, Handy, etc.
Was sollen sich die Hersteller dann auch noch anstrengen?
Und da es bei allen gleich ist, welche Alternativen haben wir denn noch?

Das Unternehmen Produkte entwickeln die vorsätzlich kaputt gehen,
ist ein anderes Thema.


Und "on Top" kommt dann auch noch die komplexe Gemängelage von komplizierter Technik im Zusammenspiel mit vielen
anderen technischen Faktoren, die Aufwendig getestet werden müssten / müssen.
Autohersteller tun dies, aber auch dort gibt es Fehler und Mängel.

Wir Verbaucher haben aus meiner Sicht eine Mitschuld an diesen Zuständen.
Immer alles nur auf die anderen zu schieben ist mir zu einfach.


Grüße
Blaster
 
...das wollte ich in größten Teilen gerade so schreiben, danke und *sign* :Froehlich2:
 
Ich gebe Dir recht Tullio,

das Problem ist sicherlich nicht mit nur einem Satz, wie ich es getan habe, zu "Erklären".
Das Thema an sich ist auch viel zu komplex, um es hier umfänglich auszudiskutieren.

Ich bin aber trotzdem der Meinung, das wir als Verbraucher viel zu dieser Situation beigetragen haben.

Ein schönes Beispiel dafür sind für mich die Baumärkte.
Wir laufen seit Jahrzehnten dorthin, der gute Eisenwarenhändler ist "tot".

Und heute?
Mangels alternativen, kaufen wir vollkommen überteuerten Schrott, der uns von unkundigem Personal angedreht wird.
Läden wie Saturn, sind oft teurer wie der kleine Händler. Die leben aber bis heute von Ihrem "Billig-Mythos"
Welche Marken (nehmen wir mal Akkuschrauber) kann man denn heute noch problemlos kaufen?

Bosch, Black & Decker, noch ein zwei andere - Schluß
Alles andere muss man sich mühselig über Ebay und sonstigen Plattformen organisieren.

Das sind fast Zustände wie in der alten DDR :frech4:

Stichwort "Monokultur"
Wenn man heute die Einkaufsstraßen dieser Welt betrachtet,
ist es vollkommen egal ob ich in München, Köln oder Timbuktu einkaufe.
H&M, Strauß und Konsorten. Überall das gleiche Bild.
Früher sind wir oft nach Venlo gefahren, weil es dort auch mal was anderes gab.
Die Zeiten sind vorbei.


Zurück zum Motorrad.
BMW ist unter anderem auch deshalb "Hochpreisig" weil sie viel Technik in die Motorräder packen,
die andere erst gar nicht anbieten.
Da wir die Technik wollen, müssen wir auch mit einer erhöhten Fehlerquote leben.
Ist nun mal mehr dran, was kaputtgehen kann.

Wir gönnen dem Händler nicht seine 60,00 Euro Stundenlohn.
Wir wollen beste Qualität zum kleinst möglichen Preis.
Beste Beratung, die immer sofort Verfügbar ist.
etc. etc.

Wir wollen aber auch gut Verdienen.
Fällt der Wiederspruch auf?

Geiz ist geil, nur nicht bei meinem Einkommen.
So funktioniert das eben nicht.


Wenn also Hersteller wie Honda (Motorradherstellung ist eher Manufaktur als Industrie, also nicht mit Autoherstellung zu vergleichen),
Teile Herstellen (lassen) die möglichst Billig verbaut werden können, ist das zum einen auf das Gewinnstreben der Hersteller,
aber auch auf unser Verbraucherverhalten zurückzuführen.

Nebenbei Bemerkt: Kleines Beispiel gefällig.
Es gibt in ganz Köln, keinen Kawasaki Händler mehr.

Wir Verbraucher wollen keine Qualität mehr, die Jahre hält!
Wir wollen uns alle zwei oder mehr Jahre verändern.
Möbel, Auto, Motorrad, TV, Handy, etc.
Was sollen sich die Hersteller dann auch noch anstrengen?
Und da es bei allen gleich ist, welche Alternativen haben wir denn noch?

Das Unternehmen Produkte entwickeln die vorsätzlich kaputt gehen,
ist ein anderes Thema.


Und "on Top" kommt dann auch noch die komplexe Gemängelage von komplizierter Technik im Zusammenspiel mit vielen
anderen technischen Faktoren, die Aufwendig getestet werden müssten / müssen.
Autohersteller tun dies, aber auch dort gibt es Fehler und Mängel.

Wir Verbaucher haben aus meiner Sicht eine Mitschuld an diesen Zuständen.
Immer alles nur auf die anderen zu schieben ist mir zu einfach.


Grüße
Blaster


Nur zwei-drei Dinge:

Gaaaaaaanz kurz!!!???:mx21:

Den Begriff "Ich als Verbraucher" - zumindest in der verallgeneinernden Form - lasse ich für mich so nicht gelten.
Besipielsweise weil:
Das was BMW alles an überbordender Technik in die Moppeds einbaut will ICH gar nicht haben!
Schon wieder weil: Was nicht dran ist, geht nicht in die Wicken. ABS nehme ich aus, ansonsten für mich nur das, was unbedingt zum Fahren benötigt wird.
Fahrstabilitätsprogramme in Böcke einbauen, deren Motoren man erst mit viel Aufwand richtig "Pferde" anzüchtet, um sie dann für Normalo-Motorradfahrer wieder halbwegs gefahrlos fahrbar zu machen finde ich
ausgesprochen dämlich.
Auch die elektrisch verstellbaren Fahrwerke machen besonders dann Freude, wenn an deren Technik mal was in die ewigen Jagdgründe geht.
Brauche ich also ebenfalls nicht.
Zudem ist BMW meiner Meinung nach auch mit hochpreisig, weil die damit ganz klar einen gewissen Hauch der Exklusivität aufrecht erhalten wollen.
Ich für meinen Teil will Mopped fahren, nicht mit so einem Stuhl vor anderen glänzen.

Und mit dem was wir angeblich alles haben wollen die Zweite: Ist wie mit dem Huhn und dem Ei!
Wer war zuerst da? Der Hersteller der so viel Technik in eine Moppete einbaut und dem Motorrad fahrenden Volk dann für viel Geld und mit ebenso aufgeblasener "must-have" Rethorik schmackhaft machen will, oder
hat die Motorradgemeinde in maßgeblicher Zahl die Hersteller darum förmlich angebettelt???
Spaßmodus an: Ich war´s nicht!!!! :06 - Nein:

Ich denke mal das System geht anders herum.
Hersteller "X" will was ausgefallenes bauen.
Das Produkt wird technikgeilen Fachjournalisten (?) vorgestellt, die ihre Kisten ja nicht bezahlen und unterhalten müssen.
Die geilen sich dran auf und beschreiben die ganzen Gimmiks als super toll- quasi als unverzichtbar.
Und schon fühlt man als Kunde- so wie von Dir beschrieben- in Zugzwang sowas möglicherweise unbedingt haben zu müssen.
Noch schlimmer: Immer mehr Hersteller springen auf diesen Zug mit auf, die Moppeten werden immer unerschwinglicher, auch später in der Wartung und Reparatur.
Und dann kommt erst recht die Falle: Werkstattkosten!!!!

Stundenlöhne in Werkstätten:
Ich gönne einem guten Fachhändler mit ebenso guter Fachwerkstatt gern einen vernünftigen Stundensatz.
Die Leute sollen ja gut ausgebildet sein und mein Mopped nicht verbasteln.
Und leben soll mein guter Fachhändler auch. Sonst: Siehe Dein Hinweis auf (kein) Kawasaki in Köln!
Aber ob Stundensätze wie in einer mir bekannten BMW Niederlassung in NRW, die bei gut 150 Euro liegen, irgendwo gerechtfertigt sind..........lasse ich als Frage mal so im Raum stehen.

Motorradherstellung ist mit Manufaktur vergleichbar: ......naja, darauf reimt sich- sorry- Makulatur!
Das mag eventuell für Horex gelten, wo vermutlich wenige Fahrzeuge von der Werkbank fallen werden.
Zusammengestrickt von wenigen Mechanikern.
Für Großserienhersteller wie Honda ist das völliger Quatsch.
Das ist reine Massenproduktion- weltweit gesehen.

Und zum Thema: Wir wollen uns alle zwei Jahre verändern???

Die Werbung möchte uns das gern aufschwatzen.
Dazu gehören aber immer Zwei!
Einer der versucht aufzuschwatzen- ein anderer der sich was aufschwatzen lässt
Auf die Dinge die Du angesprochen hast kann ICH nur wieder sagen:
Ich brauche weder alle zwei Jahre ein neues Mobiltelefon, neue Möbel, ein neues Auto noch neues Mopped.

Wir selbst sind dafür verantwortlich, was wir uns aufschwatzen lassen.

Und bei einem Motorrad wie der NC 700 herrscht bei Honda sicherlich der spitze Bleistift.
Da wird dann natürlich auch schon mal eine fünfzig Cent teurere Kette auf die Masse gesehen relevant.
Zumindest finde ich es gut, dass Honda da so schnell und kulant reagiert.
Ärgerlich- wenn kurz vor- oder im Urlaub soetwas eventuell ausfällt und schlimmstenfals nicht kurzfristig beschaffbar ist.

Zum Schluss:
Ich will mit meiner Argumentation niemanden angreifen, besonders natürlich nicht Dich.
Aber manchmal lassen wir uns in der Masse ganz schön veräppeln und halten das dann auch noch für völlig normal.
Das kannst Du/Ihr als altmodische Denke ansehen, aber eventuell ist das ein oder andere meiner Argumente zumindest wert,
mal drüber nachzudenken.

Nun noch eine Frage außerhalb der Motorradwelt. Saturn hattest Du angesprochen:
Frag doch mal bei Saturn, was Du als Barzahler beispielsweise für einen Fernseher zahlen sollst, der zum gleichen Preis auch mit einer 0-Prozent
Finanzierung angeboten wird. Kaufst Du den dummerweise zu dem Preis bar, hast Du die Finanzierung für andere gleich mit bezahlt.
 
Es kann nicht sein, das Ausfälle hingenommen werden, weil der Zulieferer 2% billiger ist. 1€ Ersparnis bei einer Stückzahl von 1.000.000. sind schon viel Geld, dabei wird in Kauf genommen, ein Promille Ausfall, wen schert es, 1000 Mopped Fahrer die ihr WE oder Urlaub abschreiben können, steht nicht in der Tageszeitung, der Rückruf von Dacia bestimmt.
Gruß Tullio

Ich will mich nicht solange hier in diese Diskussion einmischen...

Wer unterstellt, dass ein Hersteller bewusst ein Qualitätsproblem, der zum Ausfall eines Fahrzeuges führt, in Kauf nimmt, um Geld bei der Produktion einzusparen, der macht sich nicht klar, was eine nachträgliche Reparatur im Vergleich zum Fließband kostet..... vom Imageverlust ganz zu schweigen.

Wer glaubt, dass es fehlerfreie Technik gibt, macht sich nicht klar, welche Kosten ein Qualitätsmanagement verursacht, das sich zumindest eine Fehlerquote "null" zum Ziel gesetzt, wohl wissend dass dies nicht erreicht werden kann....

Wer glaubt das eine Ausfallquote von 1%o etwas ist, was Kunden wirklich bewegt..... der sollte sich mal schlau machen wie hoch die Ausfallquoten in % zum Umsatz oder Absatz bei den unterschiedlichen Produkten wirklich sind und dann noch mal über eine Ausfallqoute von 1 %o nachdenken....

Wer sich aus welchen Gründen, für viel oder wenig Technik entscheidet, für Hersteller A oder B, für was großes oder kleines, für was teures oder billiges, der sollte seine persönliche Erwartungshaltung einfach der eigenen Fehlerquote bei der eigenen Arbeit anpassen.... und sollte es hier im Forum jemanden geben, der behauptet keine Fehler bei der Arbeit zu machen, dem sage ich mitten ins Gesicht dass er ein Lügner ist.

Und wenn wir für uns schon hinnehmen müssen, dass wir selbst Fehler bei unserer Arbeit machen, sollte das gleiche doch bitte auch dem Hersteller (und den dort beschäftigten Menschen) eines beliebigen Produktes zugestanden werden. Und wenn ein Hersteller die Traute hat, (unabhängig vom KBA) Produkte bei denen sich ein Fehler eingeschlichen hat in die Werkstätten zurückzurufen bzw. die Kosten zu übernehmen, der sollte kein Grabesgeheul anstimmen, sondern das einem Hersteller positiv anrechnen. (Beispiel ist hier nicht die Kette der NC700 da sicherheitsrelevant, sondern die Garantieverlängerung auf die Lima der CBF 1000).

Soviel aus der Sicht eines Menschen der bei einem qualitätsbewussten Hersteller arbeitet, dessen Produkte trotz aller Sorgfalt bei Entwicklung und Produktion letztendlich auch nur technische Produkte sind, bei denen auch mit einem Defekt gerechnet werden muss - wenn auch selten.
 
Mensch, macht Ihr eine Welle zu dem Thema ...
... und viel Text schreibt ihr!

:sofa:

Gruß von Rita
(die solche Rückruf- Aktionen durchaus akzeptiert)
 
Wer unterstellt, dass ein Hersteller bewusst ein Qualitätsproblem, der zum Ausfall eines Fahrzeuges führt, in Kauf nimmt, um Geld bei der Produktion einzusparen, der macht sich nicht klar, was eine nachträgliche Reparatur im Vergleich zum Fließband kostet..... vom Imageverlust ganz zu schweigen.

Wer glaubt, dass es fehlerfreie Technik gibt, macht sich nicht klar, welche Kosten ein Qualitätsmanagement verursacht, das sich zumindest eine Fehlerquote "null" zum Ziel gesetzt, wohl wissend dass dies nicht erreicht werden kann....
:19 - guter Beitrag:

Es ist immer einfach, über einen Hersteller herzuziehen, der ne Rückrufaktion startet. Aber wer arbeitet von uns fehlerfrei?

Schade find ich eigentlich, dass so eine "Aufrichtigkeit" eher angeprangert wird als die "versteckten" Rückrufaktionen einiger deutscher Premium-Klass-Hersteller (nicht nur auf den Moppedbau bezogen). Bei den im Hochpreissegment angegliederten 2 tkm/Jahr gefahrenen Moppeds, ist man als Gebrauchtkäufer ja noch nicht mal sicher, ob die Fehler bereits behoben worden sind.

Ich frage mich allerdings wieso der Kunde jetzt "schuld" sein soll - nur weil Geiz angeblich geil ist. Solche Aussprüche werden zig-tausend mal am Fernsehen gebracht und sind damit AUTOMATISCH immer richtig. :06 - Nein: NEIN!

Was stört es mich, wenn ein Mieter - weil er 3 Dübellöcher pro Jahr bohren muss - eine Billigmaschine kauft.
Warum soll der gute Mann X00 Euronen für ein "besseres" Modell ausgeben?

Bei einem Kfz seh ich das schon anders. Das sollte einem sicherheitstechnischen Mindeststandard entsprechen.
 
Nur zwei-drei Dinge:

Gaaaaaaanz kurz!!!???:mx21:

Den Begriff "Ich als Verbraucher" - zumindest in der verallgeneinernden Form - lasse ich für mich so nicht gelten.
Besipielsweise weil:
Das was BMW alles an überbordender Technik in die Moppeds einbaut will ICH gar nicht haben
Schon wieder weil: Was nicht dran ist, geht nicht in die Wicken. ABS nehme ich aus, gar nicht hab ansonsten für mich nur das, was unbedingt zum Fahren benötigt wird.
Fahrstabilitätsprogramme in Böcke einbauen, deren Motoren man erst mit viel Aufwand richtig "Pferde" anzüchtet, um sie dann für Normalo-Motorradfahrer wieder halbwegs gefahrlos fahrbar zu machen finde ich
ausgesprochen dämlich.
Auch die elektrisch verstellbaren Fahrwerke machen besonders dann Freude, wenn an deren Technik mal was in die ewigen Jagdgründe geht.
Brauche ich also ebenfalls nicht.
Zudem ist BMW meiner Meinung nach auch mit hochpreisig, weil die damit ganz klar einen gewissen Hauch der Exklusivität aufrecht erhalten wollen.
Ich für meinen Teil will Mopped fahren, nicht mit so einem Stuhl vor anderen glänzen.

Und mit dem was wir angeblich alles haben wollen die Zweite: Ist wie mit dem Huhn und dem Ei!
Wer war zuerst da? Der Hersteller der so viel Technik in eine Moppete einbaut und dem Motorrad fahrenden Volk dann für viel Geld und mit ebenso aufgeblasener "must-have" Rethorik schmackhaft machen will, oder
hat die Motorradgemeinde in maßgeblicher Zahl die Hersteller darum förmlich angebettelt???
Spaßmodus an: Ich war´s nicht!!!! :06 - Nein:

Ich denke mal das System geht anders herum.
Hersteller "X" will was ausgefallenes bauen.
Das Produkt wird technikgeilen Fachjournalisten (?) vorgestellt, die ihre Kisten ja nicht bezahlen und unterhalten müssen.
Die geilen sich dran auf und beschreiben die ganzen Gimmiks als super toll- quasi als unverzichtbar.
Und schon fühlt man als Kunde- so wie von Dir beschrieben- in Zugzwang sowas möglicherweise unbedingt haben zu müssen.
Noch schlimmer: Immer mehr Hersteller springen auf diesen Zug mit auf, die Moppeten werden immer unerschwinglicher, auch später in der Wartung und Reparatur.
Und dann kommt erst recht die Falle: Werkstattkosten!!!!

Stundenlöhne in Werkstätten:
Ich gönne einem guten Fachhändler mit ebenso guter Fachwerkstatt gern einen vernünftigen Stundensatz.
Die Leute sollen ja gut ausgebildet sein und mein Mopped nicht verbasteln.
Und leben soll mein guter Fachhändler auch. Sonst: Siehe Dein Hinweis auf (kein) Kawasaki in Köln!
Aber ob Stundensätze wie in einer mir bekannten BMW Niederlassung in NRW, die bei gut 150 Euro liegen, irgendwo gerechtfertigt sind..........lasse ich als Frage mal so im Raum stehen.

Motorradherstellung ist mit Manufaktur vergleichbar: ......naja, darauf reimt sich- sorry- Makulatur!
Das mag eventuell für Horex gelten, wo vermutlich wenige Fahrzeuge von der Werkbank fallen werden.
Zusammengestrickt von wenigen Mechanikern.
Für Großserienhersteller wie Honda ist das völliger Quatsch.
Das ist reine Massenproduktion- weltweit gesehen.

Und zum Thema: Wir wollen uns alle zwei Jahre verändern???

Die Werbung möchte uns das gern aufschwatzen.
Dazu gehören aber immer Zwei!
Einer der versucht aufzuschwatzen- ein anderer der sich was aufschwatzen lässt
Auf die Dinge die Du angesprochen hast kann ICH nur wieder sagen:
Ich brauche weder alle zwei Jahre ein neues Mobiltelefon, neue Möbel, ein neues Auto noch neues Mopped.

Wir selbst sind dafür verantwortlich, was wir uns aufschwatzen lassen.

Und bei einem Motorrad wie der NC 700 herrscht bei Honda sicherlich der spitze Bleistift.
Da wird dann natürlich auch schon mal eine fünfzig Cent teurere Kette auf die Masse gesehen relevant.
Zumindest finde ich es gut, dass Honda da so schnell und kulant reagiert.
Ärgerlich- wenn kurz vor- oder im Urlaub soetwas eventuell ausfällt und schlimmstenfals nicht kurzfristig beschaffbar ist.

Zum Schluss:
Ich will mit meiner Argumentation niemanden angreifen, besonders natürlich nicht Dich.
Aber manchmal lassen wir uns in der Masse ganz schön veräppeln und halten das dann auch noch für völlig normal.
Das kannst Du/Ihr als altmodische Denke ansehen, aber eventuell ist das ein oder andere meiner Argumente zumindest wert,
mal drüber nachzudenken.

Nun noch eine Frage außerhalb der Motorradwelt. Saturn hattest Du angesprochen:
Frag doch mal bei Saturn, was Du als Barzahler beispielsweise für einen Fernseher zahlen sollst, der zum gleichen Preis auch mit einer 0-Prozent
Finanzierung angeboten wird. Kaufst Du den dummerweise zu dem Preis bar, hast Du die Finanzierung für andere gleich mit bezahlt.


Dies ist ein sehr komplexes Thema.
Pauschal gesagt bin ich bereit, einen Rückruf wegen
minderwertiger Zulieferteile beim Kauf eines "Dumpingmodells"
(NC/CBF/GSF)
wesentlich eher zu tolerieren als beim Kauf eines Premiummodells.
Bezeichnenderweise unterliegen Dumpingmodelle beiweitem nicht der Rückrufhäufigkeit wie die teueren
Technologieträger. Ein regionaler BMW Händler hat nach eigener Aussage vor Modellwechsel 14 "alte" Gs 1200
bestellt. Angeblich ist ein deutlicher Trend zu erkennen, daß immer mehr Biker nicht mehr bereit sind dieses
Wettrüsten um jeden Preis mitzumachen.
Wie gesat, ein sehr komplexes Thema mit verschiedenen nachvollziehbaren Denkansätzen!
 
Touran-Heizer

"Vernünftig" heißt also: Kunde mach uns den Testfahrer?
Ich finde es bedenklich wie die Anzahl der Rückrufe nach oben steigt (Toyota, Jeep,...)
Dass fördert nicht unbedingt das Vertrauen...

Warum kann man neue Modelle nicht vernünftig austesten???

Touranheizer, Du hast ja recht, aber falls du wirklich einen Touran fahren solltest, könntest du wissen, dass ein solches Qualitätsproblem nicht immer so vernünftig geregelt wird, wie hier. Bei VW gab es bei den Steuerkettenproblemen beim Touran 1.4 KEINE Rückrufaktion. Da hat man einfach gewartet, bis entweder ein Fehler angezeigt wurde, oder bis der Motor kaputt war. Wohl in der Hoffnung mindestens einen Teil der Kosten auf den Kunden abzuwälzen. Da lobe ich mir doch eine Rückrufaktion.
 
Ein naher Verwandter kauft sich eine Daimler E-KLasse für >80.000€, fährt vom Hof, noch auf dem Nachhauseweg streikt die Servolenkung...
Vom Ärger und der Zeit abgesehen darf er "seinen" Leihwagen den er dringend benötigte auch noch selbst übernehmen.

Bei einem der Firmen-A6 liefen die Lüfter so lange nach bis die Batterie leer war...
Neupreis > 60.000 €

In beiden Fällen wurde bewußt zu hochpreisigen deutschen Qualitätsprodukten gegriffen...

Wenn unsere Firma solche mangelhafte Produkte verkaufen würden wäre wir wohl relativ schnell unseren Job los.


Axo, beim Anmeldetag nannte ich einen Touran mein Eigen. :frech4:
 
OT
...wenn ich mit einem 80k EUR Auto vom Hof fahre, und gleich `nen Leihwagen wegen eines
Defekts brauche, zahle ich den GANZ SICHER nicht - da hat Dein Verwandter was falsch gemacht...
/OT
 
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