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Hallo Leute,
gerade eben vom ADAC den neuen Newsletter erhalten, hier der Link für diejenigen, die es betrifft (falls Euch Honda nicht schon direkt angeschrieben hat...


Warum kann man neue Modelle nicht vernünftig austesten???
Weil "Du" nicht breit bist dafür Geld zu zahlen!
Im Falle vom Honda Rückruf, ist es halt ein Zulieferproblem.
Shit happens
Grüße
Blaster





Ich gebe Dir recht Tullio,
das Problem ist sicherlich nicht mit nur einem Satz, wie ich es getan habe, zu "Erklären".
Das Thema an sich ist auch viel zu komplex, um es hier umfänglich auszudiskutieren.
Ich bin aber trotzdem der Meinung, das wir als Verbraucher viel zu dieser Situation beigetragen haben.
Ein schönes Beispiel dafür sind für mich die Baumärkte.
Wir laufen seit Jahrzehnten dorthin, der gute Eisenwarenhändler ist "tot".
Und heute?
Mangels alternativen, kaufen wir vollkommen überteuerten Schrott, der uns von unkundigem Personal angedreht wird.
Läden wie Saturn, sind oft teurer wie der kleine Händler. Die leben aber bis heute von Ihrem "Billig-Mythos"
Welche Marken (nehmen wir mal Akkuschrauber) kann man denn heute noch problemlos kaufen?
Bosch, Black & Decker, noch ein zwei andere - Schluß
Alles andere muss man sich mühselig über Ebay und sonstigen Plattformen organisieren.
Das sind fast Zustände wie in der alten DDR
Stichwort "Monokultur"
Wenn man heute die Einkaufsstraßen dieser Welt betrachtet,
ist es vollkommen egal ob ich in München, Köln oder Timbuktu einkaufe.
H&M, Strauß und Konsorten. Überall das gleiche Bild.
Früher sind wir oft nach Venlo gefahren, weil es dort auch mal was anderes gab.
Die Zeiten sind vorbei.
Zurück zum Motorrad.
BMW ist unter anderem auch deshalb "Hochpreisig" weil sie viel Technik in die Motorräder packen,
die andere erst gar nicht anbieten.
Da wir die Technik wollen, müssen wir auch mit einer erhöhten Fehlerquote leben.
Ist nun mal mehr dran, was kaputtgehen kann.
Wir gönnen dem Händler nicht seine 60,00 Euro Stundenlohn.
Wir wollen beste Qualität zum kleinst möglichen Preis.
Beste Beratung, die immer sofort Verfügbar ist.
etc. etc.
Wir wollen aber auch gut Verdienen.
Fällt der Wiederspruch auf?
Geiz ist geil, nur nicht bei meinem Einkommen.
So funktioniert das eben nicht.
Wenn also Hersteller wie Honda (Motorradherstellung ist eher Manufaktur als Industrie, also nicht mit Autoherstellung zu vergleichen),
Teile Herstellen (lassen) die möglichst Billig verbaut werden können, ist das zum einen auf das Gewinnstreben der Hersteller,
aber auch auf unser Verbraucherverhalten zurückzuführen.
Nebenbei Bemerkt: Kleines Beispiel gefällig.
Es gibt in ganz Köln, keinen Kawasaki Händler mehr.
Wir Verbraucher wollen keine Qualität mehr, die Jahre hält!
Wir wollen uns alle zwei oder mehr Jahre verändern.
Möbel, Auto, Motorrad, TV, Handy, etc.
Was sollen sich die Hersteller dann auch noch anstrengen?
Und da es bei allen gleich ist, welche Alternativen haben wir denn noch?
Das Unternehmen Produkte entwickeln die vorsätzlich kaputt gehen,
ist ein anderes Thema.
Und "on Top" kommt dann auch noch die komplexe Gemängelage von komplizierter Technik im Zusammenspiel mit vielen
anderen technischen Faktoren, die Aufwendig getestet werden müssten / müssen.
Autohersteller tun dies, aber auch dort gibt es Fehler und Mängel.
Wir Verbaucher haben aus meiner Sicht eine Mitschuld an diesen Zuständen.
Immer alles nur auf die anderen zu schieben ist mir zu einfach.
Grüße
Blaster


Es kann nicht sein, das Ausfälle hingenommen werden, weil der Zulieferer 2% billiger ist. 1€ Ersparnis bei einer Stückzahl von 1.000.000. sind schon viel Geld, dabei wird in Kauf genommen, ein Promille Ausfall, wen schert es, 1000 Mopped Fahrer die ihr WE oder Urlaub abschreiben können, steht nicht in der Tageszeitung, der Rückruf von Dacia bestimmt.
Gruß Tullio
Mensch, macht Ihr eine Welle zu dem Thema ...
... und viel Text schreibt ihr!
Gruß von Rita
(die solche Rückruf- Aktionen durchaus akzeptiert)


.Wer unterstellt, dass ein Hersteller bewusst ein Qualitätsproblem, der zum Ausfall eines Fahrzeuges führt, in Kauf nimmt, um Geld bei der Produktion einzusparen, der macht sich nicht klar, was eine nachträgliche Reparatur im Vergleich zum Fließband kostet..... vom Imageverlust ganz zu schweigen.
Wer glaubt, dass es fehlerfreie Technik gibt, macht sich nicht klar, welche Kosten ein Qualitätsmanagement verursacht, das sich zumindest eine Fehlerquote "null" zum Ziel gesetzt, wohl wissend dass dies nicht erreicht werden kann....

NEIN!Nur zwei-drei Dinge:
Gaaaaaaanz kurz!!!???
Den Begriff "Ich als Verbraucher" - zumindest in der verallgeneinernden Form - lasse ich für mich so nicht gelten.
Besipielsweise weil:
Das was BMW alles an überbordender Technik in die Moppeds einbaut will ICH gar nicht haben
Schon wieder weil: Was nicht dran ist, geht nicht in die Wicken. ABS nehme ich aus, gar nicht hab ansonsten für mich nur das, was unbedingt zum Fahren benötigt wird.
Fahrstabilitätsprogramme in Böcke einbauen, deren Motoren man erst mit viel Aufwand richtig "Pferde" anzüchtet, um sie dann für Normalo-Motorradfahrer wieder halbwegs gefahrlos fahrbar zu machen finde ich
ausgesprochen dämlich.
Auch die elektrisch verstellbaren Fahrwerke machen besonders dann Freude, wenn an deren Technik mal was in die ewigen Jagdgründe geht.
Brauche ich also ebenfalls nicht.
Zudem ist BMW meiner Meinung nach auch mit hochpreisig, weil die damit ganz klar einen gewissen Hauch der Exklusivität aufrecht erhalten wollen.
Ich für meinen Teil will Mopped fahren, nicht mit so einem Stuhl vor anderen glänzen.
Und mit dem was wir angeblich alles haben wollen die Zweite: Ist wie mit dem Huhn und dem Ei!
Wer war zuerst da? Der Hersteller der so viel Technik in eine Moppete einbaut und dem Motorrad fahrenden Volk dann für viel Geld und mit ebenso aufgeblasener "must-have" Rethorik schmackhaft machen will, oder
hat die Motorradgemeinde in maßgeblicher Zahl die Hersteller darum förmlich angebettelt???
Spaßmodus an: Ich war´s nicht!!!!
Ich denke mal das System geht anders herum.
Hersteller "X" will was ausgefallenes bauen.
Das Produkt wird technikgeilen Fachjournalisten (?) vorgestellt, die ihre Kisten ja nicht bezahlen und unterhalten müssen.
Die geilen sich dran auf und beschreiben die ganzen Gimmiks als super toll- quasi als unverzichtbar.
Und schon fühlt man als Kunde- so wie von Dir beschrieben- in Zugzwang sowas möglicherweise unbedingt haben zu müssen.
Noch schlimmer: Immer mehr Hersteller springen auf diesen Zug mit auf, die Moppeten werden immer unerschwinglicher, auch später in der Wartung und Reparatur.
Und dann kommt erst recht die Falle: Werkstattkosten!!!!
Stundenlöhne in Werkstätten:
Ich gönne einem guten Fachhändler mit ebenso guter Fachwerkstatt gern einen vernünftigen Stundensatz.
Die Leute sollen ja gut ausgebildet sein und mein Mopped nicht verbasteln.
Und leben soll mein guter Fachhändler auch. Sonst: Siehe Dein Hinweis auf (kein) Kawasaki in Köln!
Aber ob Stundensätze wie in einer mir bekannten BMW Niederlassung in NRW, die bei gut 150 Euro liegen, irgendwo gerechtfertigt sind..........lasse ich als Frage mal so im Raum stehen.
Motorradherstellung ist mit Manufaktur vergleichbar: ......naja, darauf reimt sich- sorry- Makulatur!
Das mag eventuell für Horex gelten, wo vermutlich wenige Fahrzeuge von der Werkbank fallen werden.
Zusammengestrickt von wenigen Mechanikern.
Für Großserienhersteller wie Honda ist das völliger Quatsch.
Das ist reine Massenproduktion- weltweit gesehen.
Und zum Thema: Wir wollen uns alle zwei Jahre verändern???
Die Werbung möchte uns das gern aufschwatzen.
Dazu gehören aber immer Zwei!
Einer der versucht aufzuschwatzen- ein anderer der sich was aufschwatzen lässt
Auf die Dinge die Du angesprochen hast kann ICH nur wieder sagen:
Ich brauche weder alle zwei Jahre ein neues Mobiltelefon, neue Möbel, ein neues Auto noch neues Mopped.
Wir selbst sind dafür verantwortlich, was wir uns aufschwatzen lassen.
Und bei einem Motorrad wie der NC 700 herrscht bei Honda sicherlich der spitze Bleistift.
Da wird dann natürlich auch schon mal eine fünfzig Cent teurere Kette auf die Masse gesehen relevant.
Zumindest finde ich es gut, dass Honda da so schnell und kulant reagiert.
Ärgerlich- wenn kurz vor- oder im Urlaub soetwas eventuell ausfällt und schlimmstenfals nicht kurzfristig beschaffbar ist.
Zum Schluss:
Ich will mit meiner Argumentation niemanden angreifen, besonders natürlich nicht Dich.
Aber manchmal lassen wir uns in der Masse ganz schön veräppeln und halten das dann auch noch für völlig normal.
Das kannst Du/Ihr als altmodische Denke ansehen, aber eventuell ist das ein oder andere meiner Argumente zumindest wert,
mal drüber nachzudenken.
Nun noch eine Frage außerhalb der Motorradwelt. Saturn hattest Du angesprochen:
Frag doch mal bei Saturn, was Du als Barzahler beispielsweise für einen Fernseher zahlen sollst, der zum gleichen Preis auch mit einer 0-Prozent
Finanzierung angeboten wird. Kaufst Du den dummerweise zu dem Preis bar, hast Du die Finanzierung für andere gleich mit bezahlt.
Dies ist ein sehr komplexes Thema.
Pauschal gesagt bin ich bereit, einen Rückruf wegen minderwertiger Zulieferteile beim Kauf eines "Dumpingmodells"
(NC/CBF/GSF) wesentlich eher zu tolerieren als beim Kauf eines Premiummodells.
Bezeichnenderweise unterliegen Dumpingmodelle beiweitem nicht der Rückrufhäufigkeit wie die teueren
Technologieträger. Ein regionaler BMW Händler hat nach eigener Aussage vor Modellwechsel 14 "alte" Gs 1200
bestellt. Angeblich ist ein deutlicher Trend zu erkennen, daß immer mehr Biker nicht mehr bereit sind dieses
Wettrüsten um jeden Preis mitzumachen.
Wie gesat, ein sehr komplexes Thema mit verschiedenen nachvollziehbaren Denkansätzen!
"Vernünftig" heißt also: Kunde mach uns den Testfahrer?
Ich finde es bedenklich wie die Anzahl der Rückrufe nach oben steigt (Toyota, Jeep,...)
Dass fördert nicht unbedingt das Vertrauen...
Warum kann man neue Modelle nicht vernünftig austesten???

OT
...wenn ich mit einem 80k EUR Auto vom Hof fahre, und gleich `nen Leihwagen wegen eines
Defekts brauche, zahle ich den GANZ SICHER nicht - da hat Dein Verwandter was falsch gemacht...
/OT