.......zickt rum

Ulli

Member
Hallo,

meine CBF hat im Moment das Problem, dass sie morgens nur schwer anspringen will. Läuft sie dann aber einmal, ist auch alles wieder o.k., sie springt dann normal an. Es geht eben nur um den morgendlichen Erststart. Kann mir da jemand einen Tipp geben?
Neue Kerzen, neue Batterie ist drin, ich komm da irgendwie nicht weiter, muss das Problem aber lösen, denn in acht Wochen steht eine größere Tour an (Kreta-Deutschland-Kreta) und da will ich nicht irgendwo stehenbleiben, is ja klar....

freue mich über jeden Hinweis und wünsche noch einen schönen Sonntag

Ulli
 
Probier mal die Zündung an zu machen und dann erstmal fertig anziehen. Also zwei oder drei Minuten einfach mit Zündung an stehen lassen, während man entspannt die Jacke zumacht, Helm und Handschuhe anlegt, dann aufsitzt. Erst nach diesem Ritual starten. Dann direkt losfahren und in den ersten fünf Minuten möglichst nicht wieder ausmachen. Mit dieser Methodik ging meine selbst bei Minusgraden zuverlässig an.

Erklärung:
Die Dicke läuft anfangs sehr fett und reagiert sauer auf kurze Startversuche. Ist einer mal gescheitert (bzw. war der Motor beim Ausmachen noch nicht warm), hat hier schon mancher anschließend die Batterie leer georgelt.
Das mit der Zündung an lässt ein wenig Strom fließen, wodurch sich die Batterie ein wenig erwärmt und somit das elektrochemische Potential für den anschließenden Startversuch ein wenig höher ist, als wenn man sofort nach Einschalten den Starter bedient.

Dass Luftfilter, Zündkerzen und elektrische Verbindungen (z.B. Masseanschluss des Starters) in Ordnung sind, setze ich jetzt mal voraus!
 
Hallo Ulli,

da du die Zündkerzen gewechselt hast möchte ich mir die Zündkerzenstecker mal genauer angucken besonders die mittigen zwei ob die vielleicht einen Haarriss haben. Bei längerer Standzeit könnten die Feuchtigkeit ziehen und dadurch beim Starten der Zündfunke nicht an die Zündkerze ankommen. Bei Trockenem Wetter (Kreta) während der Fahrt und warmen Motor wird der Stecker trocken und der Motor läuft wieder rund.
Gruß Walze.
 
Probier mal die Zündung an zu machen und dann erstmal fertig anziehen. Also zwei oder drei Minuten einfach mit Zündung an stehen lassen, während man entspannt die Jacke zumacht, Helm und Handschuhe anlegt, dann aufsitzt. Erst nach diesem Ritual starten. Dann direkt losfahren und in den ersten fünf Minuten möglichst nicht wieder ausmachen. Mit dieser Methodik ging meine selbst bei Minusgraden zuverlässig an.

Erklärung:
Die Dicke läuft anfangs sehr fett und reagiert sauer auf kurze Startversuche. Ist einer mal gescheitert (bzw. war der Motor beim Ausmachen noch nicht warm), hat hier schon mancher anschließend die Batterie leer georgelt.
Das mit der Zündung an lässt ein wenig Strom fließen, wodurch sich die Batterie ein wenig erwärmt und somit das elektrochemische Potential für den anschließenden Startversuch ein wenig höher ist, als wenn man sofort nach Einschalten den Starter bedient.

Dass Luftfilter, Zündkerzen und elektrische Verbindungen (z.B. Masseanschluss des Starters) in Ordnung sind, setze ich jetzt mal voraus!

Ja vielen dank für den Tipp, das klappt tatsächlich, die Maschine springt dann an. Trotzdem bleibt ein unwohles Gefühl im Bauch, denn früher hat sie sowas
nie gemacht....:Froehlich2:
 
Das Problemchen hat sich in Luft aufgelöst, seitdem ich die Maschine mit SUPER anstatt mit NORMAL betanke (das gibts hier noch in Griechenland)...
Warum die Dame aber nach 13 Jahren NORMAL nun plötzlich SUPER möchte, ist mir ein Rätsel.......:mx11:
 
Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen, aber eventuell ist die Qualität vom Normalbenzin in Griechenland schlechter.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Muss nicht daran liegen, dass sich der Unterschied zwischen Normal und Super geändert hat. Vielleicht hat sich auch was am Motorrad geändert, dass das Normal nicht mehr ausreicht?
 
Was soll sich denn da verändert haben? Super ist hochoktaniger und neigt später zum "klopfen", verträgt also höhere Verdichtung, würde aber bei sinkender Verdichtung durch Verschleiss trotzdem so zünden wie Super. Da der Motor der Dicken keinen Klopfsensor hat, wird er es - zumindest im Startvorgang - nicht merken, ob da nun ROZ95 oder 98 in den Brennraum gelangt. Die Energiedichte und Zündwilligkeit beider Varianten unterscheidet sich so weit ich weiss nicht bzw. wenn, dann nur marginal.

Ich tendiere auch zu der Vermutung, dass der Normalsprit irgendwie eine miese Qualität hatte. Vielleicht hat man ihn ja mit etwas Diesel gestreckt? :Froehlich1: Oder er war überlagert.
 
....das in Luft ausgelöste Problem ist wieder da, sie will und will nicht anspringen, erst nach langer Orgelei, als sei etwas verstopft. Langsam verzweifle ich, denn in sieben Wochen solls losgehen nach Deutschland. Noch jemand eine Idee??

vielen Dank Ulli
 
Rätselraten los.

Wir brauchen:

- Benzin
Benzinpumpe. Arbeitet die zuverlässig? Hörbar beim Einschalten der der Zündung.
Benzindruck. Messbar, aber bei Mangel sollte sie deutlich zu wenig Leistung haben, wenn sie denn läuft.
Ansteuerung der Einspritzdüsen falsch oder fehlt - Sensorfehler oder Steuerung hat nen Hau.​

- Zündfunken
Wäre prüfbar, ist aber aufwändig, weil Kerzenstecker kaum zugänglich. Falls kein Zündfunke vorhanden ist, während sie nicht startet, gibt es diverse Möglichkeiten. Auch hier wieder Sensor oder Steuerung, ferner Kontaktproblem (Kabelbruch oder vergammelte Steckverbindungen). Dass beide Zündspulen gleichzeitig und nur sporadisch ausfallen halte ich für unwahrscheinlich.​

- Luft
Bei einem Mangel durch z.B. völlig verranzten Luftfilter hätte sie auch nach erfolgreichem Start Probleme.​

- Verdichtung
Messbar mit Aufwand. Denkbar wäre eine schlechte Verdichtung durch zu enges Ventilspiel oder eine schlechte Füllung der Brennräume durch zu geringe Öffnung der Ventile - wir kennen ja die sporadisch auftretenden eingelaufenen Shims. Wieviel km hat sie denn auf der Uhr?​

Rätselhaft, warum sie nur manchmal zickt. Wie ist denn das Verhältnis der Häufigkeit von normalen Starts zu verweigerten Starts?
 
@Ulli,
Jetzt ist es an der Zeit die Fragen zu beantworten. [emoji6]

Gesendet von meinem CLT-L29 mit Tapatalk
 
Rätselraten los.

Wir brauchen:

- Benzin
Benzinpumpe. Arbeitet die zuverlässig? Hörbar beim Einschalten der der Zündung.
Benzindruck. Messbar, aber bei Mangel sollte sie deutlich zu wenig Leistung haben, wenn sie denn läuft.
Ansteuerung der Einspritzdüsen falsch oder fehlt - Sensorfehler oder Steuerung hat nen Hau.​

- Zündfunken
Wäre prüfbar, ist aber aufwändig, weil Kerzenstecker kaum zugänglich. Falls kein Zündfunke vorhanden ist, während sie nicht startet, gibt es diverse Möglichkeiten. Auch hier wieder Sensor oder Steuerung, ferner Kontaktproblem (Kabelbruch oder vergammelte Steckverbindungen). Dass beide Zündspulen gleichzeitig und nur sporadisch ausfallen halte ich für unwahrscheinlich.​

- Luft
Bei einem Mangel durch z.B. völlig verranzten Luftfilter hätte sie auch nach erfolgreichem Start Probleme.​

- Verdichtung
Messbar mit Aufwand. Denkbar wäre eine schlechte Verdichtung durch zu enges Ventilspiel oder eine schlechte Füllung der Brennräume durch zu geringe Öffnung der Ventile - wir kennen ja die sporadisch auftretenden eingelaufenen Shims. Wieviel km hat sie denn auf der Uhr?​

Rätselhaft, warum sie nur manchmal zickt. Wie ist denn das Verhältnis der Häufigkeit von normalen Starts zu verweigerten Starts?

Also erstens mach ich ja nix selbst dran, das macht der freundliche HH hier in Chania.

-Benzinpumpe arbeitet normal
-Zündfunken auch normal mit neuen Kerzen
-Luftfilter ist mal gerade 1500km alt
-Verdichtung (kann ich nix zu sagen) - hat mal gerade 56000km auf der Uhr

Da gibts Tage, da läuft sie einwandfrei und ohne Mucken und dann will sie wieder nur mit großer Mühe anspringen, aber wenn sie läuft, läuft sie wie immer klasse.
Ich hab sie nun 13 Jahre und Anspringen war nie ein Thema, dewegen mach ich mir ein paar Sorgen....Keule

Komme gerade vom HH und hab einen Termin für nächsten Dienstag. Der tippt mehr und mehr auf verdrecktes Benzin und will den Tank spülen (da hat sich vielleicht in den letzten dreizehn Jahren was angesammelt) , die Einspritzdüsen (wenn ich das Wort richtig verstanden habe) reinigen lassen, alles nochmal durchmessen und so weiter. Werde dann weiter berichten...

P.S.: Heute tut die Dame übrigens so, als sei nie was gewesen, springt normal an :wirr2: :wirr2:

also bis dahin Ulli
 
An meiner XS650 läuft der Anlasser immer nur, wenn der Masseanschraubpunkt am Rahmen frisch gereinigt ist. Sobald sich an der Öse etwas Oxid gebildet hat (dauert bei dem alten Bock zwischen 10 Tage und 3 Monate) ist wohl der Übergangswiderstand zu groß (wieviel 0,01 Ohm mehr oder weniger den Startvorgang beeinflussen kann, hab ich andernorts schon grob abgeschätzt).
Ist bei der XS kein Thema, weil die einen Kickstarter hat.
Wenn's bei der CBF so einen geschraubten Masseanschlusspunkt gibt (war auch nie Selbstschrauber), tät ich den mal auf Oxidation untersuchen und ggf. blank putzen.
Dass es mal geht und mal nicht kann dann ggf. an 5 Grad Temperaturunterschied liegen. Bisschen zäheres Öl, bisschen müdere Batterie, bisschen hier, bisschen da... guck mal, oder lass gucken. Wäre ggf. die billigste Lösung und ist vor allem ganz schnell gecheckt.
 
.............- hat mal gerade 56000km auf der Uhr

..................... Der tippt mehr und mehr auf verdrecktes Benzin und will den Tank spülen (da hat sich vielleicht in den letzten dreizehn Jahren was angesammelt) ...........

das könnte schon sein bei 56000 in 13 Jahren, sie hat sicher nicht immer mit vollem Tank in den Nutzungspausen geruht. :zwinkern:
 
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