Losbrechmoment nach Gabelüberholung

@Monty
ist noch reales Erinnerungsvermögen vorhanden wie die Holme mit neuen Gleithülsen in die Tauchrohre flutschten. Ich geh mal davon aus das vorher alles schön entschmutzt wurde und mit ölgefüllten Holm die Cartrige penibel entlüftet wurden.

Ich selbst hab sowas zuletzt bei einer 1300er Pan gemacht und auch da All Balls Produkte eingesetzt, ich hatte da den Eindruck das die Holme etwas zäher hin und her gingen als vorher. Bei der CBF steht das diesen Winter an, wenn die 60Tkm ereicht sind.

Beim Reifenwechsel richtet sich der linke Holm immer an der Nut aus, ist auch nach mehrmaligem ein und ausfedern noch an dieser Position, so ist es bei mir.
 
@Monty
ist noch reales Erinnerungsvermögen vorhanden wie die Holme mit neuen Gleithülsen in die Tauchrohre flutschten. Ich geh mal davon aus das vorher alles schön entschmutzt wurde und mit ölgefüllten Holm die Cartrige penibel entlüftet wurden.
Ging ohne die Feder eigentlich alles fein und leicht, mit Feder habe ich es auf der Werkbank nicht ausprobiert, und mit den Dichtungen beim Entlüften gings eigentlich auch "normal". Und natürlich wurde die Dämpfereinheit entlüftet. Beim ersten Rohr hab ich die Brühe durch die Werkstatt geschossen... :14 - Sorry:
 
Ich habe mal ein Bild von meiner Achse gemacht. IMG_20180812_200530.jpg

Wenn ich mich richtig an das eine Bild von dir erinnere waren die Löcher teilweise verschwunden. Sprich die Holme wären unten zu weit auseinander. Steck doch mal einen Schraubendreher in die Löcher und drehe. Vielleicht ruckelt es sich ja dann von alleine in die richtige Stellung.
 
meinereiner, Deine Hilfe in allen Ehren, aber das Thema hatte sich mit meinem Nachsatz im bebilderten Beitrag längst erledigt. :Froehlich1: Und Du kannst mir glauben, ich habe alles Mögliche und teils Unmögliche (und auch Unlogische -> es lebe der Irrweg) ausprobiert. Ich bin da einigermaßen erfindungsreich und habe mir in 35 Berufsjahren ein gewisses Maß an technischem Verständnis zugelegt (natürlich lernt man ständig dazu und manchmal dauerts ein wenig, bis der Groschen fällt, siehe eben den bebilderten Beitrag). Darum fuchst es mich ja doppelt und dreifach, dass ich das Problem - wenn es denn überhaupt eins ist - nicht gelöst kriege. :03 - bloed:

Das mag arrogant klingen, ist aber so nicht gemeint. Ich bin dankbar für jeden Input. :Froehlich2:
 
Des Rätsels Lösung liegt im Zubehör von All Balls. :wirr2:

Ich habe heute - nach erneuter Probefahrt und ständigem Vorderbaugewippe - die Gabel erneut zerlegt und die alten Dichtringe und (optisch verschleissfreien) oberen Gleithülsen wieder eingebaut, und siehe da: Die Gabel hat ihr altgewohntes Ansprechverhalten zurück, das Motorrad fährt sich wie früher - ohne spürbaren Mehrkomfort im Abfedern, aber auch nicht mit weniger.

Das bringt mich zu folgendem Fazit:

Die beiden Reparatursets von All Balls (Dichtung und Abstreifer sowie Gleithülsen) sind zu straff! Einmal war da wie hinlänglich bekannt das hohe Losbrechmoment, zum anderen sind auf einmal feine Riefen in den Rohren, die definitiv vorher nicht da waren und die ich den offenbar zu strammen Gleithülsen anlaste. Die alten Gleithülsen gingen auch etwas williger in das Tauchrohr, ebenso flutschen die alten Dichtringe sehr fein über das Rohr. Ob dies dem Alter, dem Originalteil oder einer Fertigungstoleranz geschuldet ist, wage ich nicht zu beurteilen. Der Effekt jedenfalls ist enorm. Auf der Werkbank war der Unterschied ohne Feder eigentlich nur heute im direkten Vergleich zu spüren. Anfangs hatte ich natürlich beide Rohre gleichzeitig mit den neuen Teilen versehen und nichts gemerkt.

Zudem waren im Dichtsatz O-Ringe für die Stopfen der Standrohre dabei: Das eine Paar war zu groß im Durchmesser, das andere zu dick im Querschnitt. Ganz toll. :boewu7:

Zum Thema Wilbers und Komfortgewinn: Ich kann abgesehen von der höheren Progression der Federn auch mit dem nun funktionierenden Dichtsatz keinerlei Verbesserung spüren, die das "Zero Friction" angeblich bringen soll. Gute Federn, keine Frage, aber das Zero Friction ist für mich Marketing-Blabla.

Es gibt natürlich auch Gutes zu berichten: Die Vorderhand fühlt sich (jetzt!) noch vertrauensvoller an (das war mit dem spacken Dichtsatz übrigens nicht der Fall - auch ein Grund für das viele Gebastel), und hinten nimmt das auf mich Leichtgewicht abgestimmte Federbein tatsächlich auch mal spürbar seine Arbeit auf. :mx1:

Die 15mm Höherlegung sind wohl tatsächlich vorhanden, auch wenn das ausgebaute Bein exakt so lang ist wie das alte. Gemerkt habe ich es zum einen am Abstand des Hinterrades zum Boden auf dem Hauptständer, zum anderen an den plötzlich zu hoch stehenden Rückspiegeln. Die Fußrasten indes scheinen dem keinen Respekt zu zollen...

Würde ich das Geld nochmal investieren? Jein. Ich hatte etwas mehr erwartet. Dass die Dicke damit nicht zur GS oder zu einer DS (Citroen, schweben wie Gott in Frankreich) mutiert, war klar. Aber vom oftmals hier zu lesenden "wirst sie nicht wiedererkennen" ist das meilenweit entfernt. Fährt sich nicht so viel anders als früher, der Erfolg liegt in den Nuancen. Und dafür ist es ne Menge Kohle.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vorne fand ich auch nicht "weltbewegend" anders, aber schon besser mit neuem Öl und neuen Federn - etwas weniger eintauchen beim Anbremsen war angenehm. Das Federbein hat eine ganze Menge mehr gekopnnt als der ausgelutsche Seriendämpfer und ich bin wirklich traurig, dass wir so schnell voneinander getrennt wurden. Fahr mal eine Weile und Du wirst sicherlich merken, dass bekannte Bodenwellen in bekannten Kurven sich jetzt anders anfühlen - kein Nachwippen, manche Stöße etwas härter, aber manche Hubbel auch komplett weg..
Mehr Komfort hatte ich nicht wirklich festgestellt, aber Madame war in stramm gefahrenen Kurven auch auf welligem Belag recht spurstabil - die größere Schräglagenfreiheit dazu hat mir auch gepasst. Also weit weniger Wackeldackel und viel mehr Motorrad.
Ich glaub der Quirl kann fahrwerkstechnisch ab Werk mehr als die Dicke mit Wilberslösung - gefühlt ist da auch schon die Rahmensteifigkeit ein Thema.

Wenn ich nochmal die Dicke kaufen würde, tät ich mir vermutlich in der ersten Woche Federbein und Gabel aufrüsten. So wie meine nach 70-80tkm war tät ich heute nichtmehr rumfahren wollen...

Dass das Ganze jetzt bei Dir wieder einigermaßen funktioniert, freut mich!
 
Des Rätsels Lösung liegt im Zubehör von All Balls.

Das bringt mich zu folgendem Fazit:

Die beiden Reparatursets von All Balls (Dichtung und Abstreifer sowie Gleithülsen) sind zu straff!

Würde ich das Geld nochmal investieren? Jein. Ich hatte etwas mehr erwartet. Dass die Dicke damit nicht zur GS oder zu einer DS (Citroen, schweben wie Gott in Frankreich) mutiert, war klar. Aber vom oftmals hier zu lesenden "wirst sie nicht wiedererkennen" ist das meilenweit entfernt. Fährt sich nicht so viel anders als früher, der Erfolg liegt in den Nuancen. Und dafür ist es ne Menge Kohle.

Hatte ich ja fast vermutet, da ich ähnliche Erfahrung bei meiner 1300er Pan gemacht habe.

und dein Statement im letzten Absatz, da bin ich voll bei dir.

Mein Setup mit alles Original lautet,
hinten auf Vorspannung 3, vorne 1,5cm längere Vorspannhülsen und 120mm Luftkammer,
so passt es mir (95 +/- 500g) am besten für die "tollen Straßen" inne Eifel und Belgien.
 
Dieses "neues Motorrad" Gefühl stellt sich wohl auch weitgehend dadurch ein, dass man in der Regel ein altes, ausgelutschtes Original durch ein nagelneues Wilbers ersetzt. Es würde sich wahrscheinlich annähernd auch dann einstellen, wenn man ein neues Original-FB nehmen würde. Realistisch testend müßte man neu gehen neu fahren. Wilbers punktet natürlich durch die Einstellbarkeit deshalb wird man es i.d.R. immer besser hin bekommen als Original, weil man dort nehmen muss, was man bekommt und das passt dann nur zufällig...oder eben nicht.

Aber, interessant die Allballs-Erfahrungen. Habe das Set ja auch schon zig-mal verbaut. :frech4:

:Froehlich3:
 
Fahr mal eine Weile und Du wirst sicherlich merken, dass bekannte Bodenwellen in bekannten Kurven sich jetzt anders anfühlen - kein Nachwippen, manche Stöße etwas härter, aber manche Hubbel auch komplett weg..
Ich war heute in meiner alten Heimat unterwegs, in der ich jeden Stein und jedes Schlagloch seit Ewigkeiten kenne. Schlechte Straße in Gewerbegebiet, sprich ungepflegter Flickenteppich mit Frostausbrüchen und diagonal querenden Bahnschienen, an anderer Stelle Verkehrsberuhigungshubbel der kantigen Art (auch gerne Dreisprung genannt). Da habe ich zum ersten Mal einen richtigen Unterschied erkennen können. Wo sie früher gefühlt rumgesprungen ist (Flicken) oder man das Gefühl hatte, sich trotz moderater Annäherung den Lenkkopf abzureissen (Dreisprung), da fühlt sich das jetzt auf einmal deutlich softer an, ohne jedoch auch nur ansatzweise zu "weich" zu wirken. Klingt komisch, iss aber so. :mx11:
 
Dieses "neues Motorrad" Gefühl stellt sich wohl auch weitgehend dadurch ein, dass man in der Regel ein altes, ausgelutschtes Original durch ein nagelneues Wilbers ersetzt. Es würde sich wahrscheinlich annähernd auch dann einstellen, wenn man ein neues Original-FB nehmen würde. Realistisch testend müßte man neu gehen neu fahren. Wilbers punktet natürlich durch die Einstellbarkeit deshalb wird man es i.d.R. immer besser hin bekommen als Original, weil man dort nehmen muss, was man bekommt und das passt dann nur zufällig...oder eben nicht.

Aber, interessant die Allballs-Erfahrungen. Habe das Set ja auch schon zig-mal verbaut. :frech4:

:Froehlich3:

Bei mir war es damals eine bemerkenswerte Verbesserung, insbesondere bei pickeligem Asphalt. Auch Bodenwellen und Spurrillen steckt sie besser weg. Worauf es aber vor allem ankommt ist, dass das alte Fahrwerk der FF mit meinen damals 100 kg netto überfordert war. Der Negativfederweg konnte weder vorne noch hinten eingehalten werden. Mit Wilbers liegt sie zwar auch nur am Rande der Toleranz, aber immerhin innerhalb. D.h. auch In Grenzsituationen sollte die Dicker sauber reagieren. Darum würde ich bei der FF wieder das Fahrwerk tauschen (bezogen auf mein individuelles Gewicht).
Da man hört, bei der F ist das originale Fahrwerk nicht so gut wie bei der FF, würde ich dann auf jeden Fall tauschen wollen.
 
Heute habe ich die Gabel überholt und ebenfalls nur Teile von AllBalls verwendet.
Dichtring Satz, Gleithülsensatz.
Ich kann nix negatives feststellen.
Kein schleifen, kein losbrechmoment.
Alles Butterweich!
Keine Ahnung was es bei euch war, aber bei mir funktioniert alles wie es soll.


Gruß Jan

Gepostet mit der Tapatalk Pro APP
 
Vorne fand ich auch nicht "weltbewegend" anders, aber schon besser mit neuem Öl und neuen Federn - etwas weniger eintauchen beim Anbremsen war angenehm. Das Federbein hat eine ganze Menge mehr gekopnnt als der ausgelutsche Seriendämpfer und ich bin wirklich traurig, dass wir so schnell voneinander getrennt wurden. Fahr mal eine Weile und Du wirst sicherlich merken, dass bekannte Bodenwellen in bekannten Kurven sich jetzt anders anfühlen - kein Nachwippen, manche Stöße etwas härter, aber manche Hubbel auch komplett weg...

Das kann ich so bestätigen.


Mehr Komfort hatte ich nicht wirklich festgestellt, aber Madame war in stramm gefahrenen Kurven auch auf welligem Belag recht spurstabil - die größere Schräglagenfreiheit dazu hat mir auch gepasst. Also weit weniger Wackeldackel und viel mehr Motorrad.

Ich habe das Federbein noch nicht allerfeinst auch mich abgestimmt. Auch ich vermeine, eine gesteigerte Stabilität in welligen Kurven zu erfahren. Aber stabil im Sinne von stoisch ist sie noch lange nicht. In dieser Hinsicht hat mich ja die Ducati Scrambler Icon überrascht: Schmale 18er Bereifung vorne, hinten ein fetter 180er auf 17er Felge. Egal ob Frostaufbrüche, Wellen oder spiegelglatter Asphalt: Das Mopped lag sehr stabil in den Kurven, war durch nichts aus der Spur zu bringen.


Ich glaub der Quirl kann fahrwerkstechnisch ab Werk mehr als die Dicke mit Wilberslösung - gefühlt ist da auch schon die Rahmensteifigkeit ein Thema.

Ich gehe stark davon aus, dass ein technisch aktuelles und seriennahes Mopped fahrwerkstechnisch mehr kann als eine seriennahe SC58. Andererseits ist die Streety aufgrund ihrer Geometrie deutlich auf Agilität getrimmt. Meine 650er Cagiva Raptor übrigens auch - auch wenn sie etwas schwerer sein dürfte als die Streety. Dennoch empfand ich die Cagiva nie als wirklich agil. Vielleicht liegt´s an den Reifen (BT23), vielleicht fährt sich eine USD-Gabel anders. Keine Ahnung. Gefühlt komme ich mit der Dicken geschmeidiger ums Eck.

Meinst Du, dass der Brückenrahmen mit dem mittragenden Motor die Dicke so "wabbelig" macht? Rein optisch eine stabile Konstruktion. Oder vermutest Du, dass die dynamischen Kräfte und das Gewicht der Dicken dem Ganzen eine gewisse Instabilität verleihen?
 
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