VFR 800 Umstieg auf CBF 1000?

irishrOy

Member
Halli hallo liebe Forengemeinde!

Ich lauer schon länger hier, und habe auch schon zahlreiche Threads durchforstet auf meiner Suche nach Eindrücken und meinungen zur CBF 1000.
Habe mir aber jetzt mal einen account zugelegt, damit ich auch mal einen post machen kann.

Und zwar möchte ich gerne eure Eindrücke sammeln (gerne auch recht kurz), eventuell habe ich ja etwas nicht bedacht und man kann mich noch auf etwas hinweisen.

Zu mir:
zurzeit bin ich auf einer VFR 800 (schon mit ABS) mit Baujahr 2003 unterwegs. Diese fahre ich jetzt schon zwei Jahre, und es macht auch richtig Spaß. Mit ihr fahre ich als Haupt-fortbewegungsmittel, das heißt zur Arbeit, zum einkaufen und als Hobby in der Freizeit.
Und das geht eigentlich auch recht gut, mit Sattel-taschen ist auch ein wenig Stauraum da, allerdings wären seitenkoffer schon nicht schlecht.

Bei einem Parkplatz steht immer eine CBF 1000 und ich komme oft daran vorbei, die blieb mir hängen.
Optisch sagt mir die CBF schon ein wenig zu, aber das Innenleben überzeugt mich noch mehr. Da sind der Motor und das Getriebe ja wirklich fein, habe ich gelesen und schon selbst erfahren.

Die Sitzposition von der VFR ist angenehm sportlich, aber eher angenehm wenn man sportlich unterwegs ist. In der Stadt & co wird das vornüber-gebückt sein etwas schwerer mit der Zeit.
Auch der Kniewinkel ist sportlich spitz.

Jetzt bin ich mal auf einer CB 1000 R und auch auf einer CBF 1000 gefahren und muss sagen, dass mir die CBF schon sehr gut gefällt. Kniewinkel ist dynamisch aber noch angenehm, und der Lenker ist erst recht super.
Insgesamt ist die sitzposition auch durch den verstellbaren Sattel und Lenker sehr komfortabel.

Darum will ich euch mal fragen:

Gibt es hier vielleicht Leute, die auch von einer VFR zu einer CBF 1000 gewechselt sind? Was waren eure Eindrücke nach dem Umstieg? Habt ihrs "bereut"?

Wer benutzt denn (wenn es das Wetter zulässt) seine CBF auch als Haupt-fortbewegungsmittel? Gibt es dinge, auf die man achten sollte?

Modifikationen, Veränderungen, die die alltagstauglichkeit steigern?
 
Alltagstauglichkeit steigern? Dürfte schwierig werden.

Ich hatte meine über 6 Jahre und 50tkm immer dann im täglichen Einsatz wenn kein Salz mehr auf der Straße war und das Thermometer an der Haustür bei wenigsten 5°C stand. Bis auf einen abgerauchten Stator vollkommen problemlos.

Zwei Dinge waren nicht serienmäßig: Heizgriffe und Sitzbank. Da waren dann auch 700 km Landstrasse am Stück möglich ohne dass alles weh tat.

Bei täglichem Allwettereinsatz kann die Kettenpflege machmal nerven.

Die Laufkultur des Motors ist tatsächlich ein Traum, die FJR läuft da deutlich rappeliger. Ist aber im Vergleich mit der KLE meiner Frau jammern auf hohem Niveau...

Als eierlegende Wollmilchsau ist die CBF eindeutig Preis-Leistungs-Sieger.

Gruß

Lars
 
:Froehlich3: irishrOy,

erst einmal willkommen im Forum :zwinkern:



Gibt es hier vielleicht Leute, die auch von einer VFR zu einer CBF 1000 gewechselt sind? Was waren eure Eindrücke nach dem Umstieg? Habt ihrs "bereut"?

Die Frage kann Dir in umgekehrter Version von CBF zu VFR "Der Bernd " beantworten :Froehlich2:
 
Gibt es dinge, auf die man achten sollte?

Modifikationen, Veränderungen, die die alltagstauglichkeit steigern?

Moin und Willkommen :Froehlich3:
Abgesehen von Griffheizung, Sitzheizung, Gelkissen oder sonstiger Sitzbankumbau, Navihalterung, Steckdose und was der eine oder andere halt noch alles gern so hat (oder braucht), und der eine oder andere wieder für völlig unnötig hält, fallen mir eigentlich nur drei Dinge ein, die auch wirklich was im Alltag bringen, und vor allem gut fürs Mopped bzw. die Haltbarkeit sind:
1. Fenderverlängerung vorne => schont die Kühlrippen weil der Dreckeinwurf gemindert wird
2. Hinterradabdeckung => hält das Federbein und die Schwingenaufhängung sauber
3. Schutzblechverlängerung hinten => hält das aufgewirbelte Wasser bei Regenfahrten vom Fahrer- bzw. Soziusrücken fern

Aber hier gilt halt auch: der eine brauchts, oder findet es sinnvoll, der andere brauchts nicht, wills nicht, findet es hässlich, absolutes NoGo. :zwinkern:

Kommt immer auf den Fahrer an. Machen könnte man ne Menge, machen müssen muss man garnix.
 
Meine Tipps: Kettenöler und Wilbers-Fahrwerk, wenn Du die Maschine länger und viel fahren willst.

Gesendet von meinem SM-A510F mit Tapatalk
 
Ich hatte mal eine CBF(SC58) und habe jetzt eine FJR und eine VFR.
Dass selbst der vielgelobte Motor der FJR rappeliger läuft als der
von der CBF kann ich bestätigen. Auch das FJR Getriebe ist um Welten hakeliger,
so, als wenn ein Sack Schrauben drin läge. Aber darum geht es ja hier nicht.

Der CBF Motor ist zweifellos eine Sahneschnitte, Laufkultur und Leistungsentfaltung
sind vorbildlich und er zieht natürlich unten raus besser als die VFR.
Vom Spaßfaktor her ist allerdings ein VFR-Motor unschlagbar. Behalte sie und nimm
dir eine CBF dazu.
Ein großer Unterschied zwischen CBF und VFR ist die Verarbeitungsqualität,
die VFR war mal Technologieträger. Allein die Einarmschwinge mit dem problemlos
einstellbaren Kettendurchhang lässt einen Kardan nicht vermissen.
Vom ganzen Finish her eine echte Honda made in Japan, also zumindest
meine RC46/1.
Die CBF spielt da eine Liga tiefer, man vergleiche auch die ehemaligen Neupreise.
Trotzdem ist sie auf ihre Art auch eine geniale Honda, wenn auch nicht in Japan hergestellt.

Gruß
Norbert
 
Mein Eindruck von den beiden Motorrädern ist ähnlich wie Norberts.
Ich fahre beide. Vom Spaßfaktor ist mir die 750erVFR am liebsten. Meine 800erVtec hatte mich nicht überzeugt. Die SC58 habe ich etwas umgebaut (Lenker und Scheibe). Den Lenker damit ich nicht auf, sondern im Moped sitze. Die Scheibe damit die Windgeräusche erträglicher werden.
Bei der RC36 habe ich die Kanzelhalterung verändert, damit ich einen höheren Lenker verbauen konnte. Somit ist die Sitzhaltung auch sehr gut für Touren. Bis jetzt habe ich noch keinen Einspritzer gefahren welcher an das Gasfeingefühl eines Vergasermotors kommt. Sie hat jetzt 130.000 drauf, der Motor hat nur Wartungsarbeiten bekommen und läuft astrein.
Die CBF1000 ist für mich im Vergleich eher ein Fahrsimulator, sie ist schön zu fahren.

Gruß Willi
 
Huiui!
Da muss ich mich aber ganz herzlich bei allen bedanken!
Gleich so viele zahlreiche und auch noch ausführliche Antworten in so kurzer Zeit, das hätte ich nicht erwartet. :)
Auf jeden Fall nochmal danke für den vielen input, das hilft schon viel weiter mit der entscheidung. Dann werde ich mir das alles noch weiter durch den kopf gehen lassen.
 
moin moin
Erstmal herzlich willkommen hier im Forum


Ich bin von der Dicken auf einer VFR 800 F RC 79 umgstiegen (hatte aber schon 2 VFR 750 f vor der Dicken gehabt)
Der Motor von der Dicken ist schon eine Wucht(wie ein Elektromotor)
Bei der VFR 800 f lebt der Motor von der Drehzahl (bei den älteren Modelle war das nicht so)
Die VFR fährt sich wie ein ICE durch den Kurven ...handlich ..kein wackeln ..einfach geil(besser als bei der Dicken)
Sitzposition ist bei der Dicken bequemer


Die Dicke ist ein super Tourer
Die VFR ist ein sportlicher Tourer
Beide sind super Mopeds

Gruß Bernd
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ich für die Dicke sofort wieder Kuafen würde sind die SC54 Spielgel.

Die erhöhen die Rücksucht doch wesenltich. Imho die am besten inverstierten 55 Euro überhaupf. ;)
 
Eine VFR gegen eine CBF eintauschen? Du machst Witze!


Ja, einerseits sagt mir die Vollverkleidung nicht so zu, da ich gerne daran werkel, und zum anderen das Sitzdreieck aus Griffe, Sitz und Fußrasten, wie auch die Gepäckunterbringung.
Ich habs ne zeitlang ausgehalten und muss nicht zwingend wechseln.
Aber wenn sich ein guter Deal ergibt ;)

Die Vollverkleidung hab ich auf Dauer unterschätzt, da ich mehr auf eine Front-verkleidung fokussiert war für mehr wind&wetterschutz. An der VFR finde ich die Einarmschwinge echt ne Wucht, nicht nur optisch, sondern v.a. auch fürs Kettenreinigen und -warten. Aber zumindest hat die CBF 1000 auch einen Hauptständer, damit ist ein Kern-problem bei Kettenarbeiten schonmal gelöst, meiner Meinung nach.


...ich bin ja auch mehr so der "und" als der "oder" Typ...
:sofa:
:11 - lol:
Das wäre auch mein Ziel, allerdings klappt das als junger Erwachsener noch nicht so ganz.
Zurzeit muss erstmal ein Honda Roller als "Zweit"-fahrzeug herhalten :Froehlich2:
 
Hallo irishrOy (willst du wirklich so angesprochen werden, oder hast du auch einen normalen Vornamen?),

ich erfülle deine Voraussetzung als jemand, der (mit Zwischenschritt) von der VFR zur CBF wechselte: Ende der 90er Jahre fuhr ich fast zwei Jahre lang eine VFR800i und war seinerzeit lange begeistert. Die zwei folgenden Dinge störten dann jedoch auf Dauer ...

  • Als erstes die für starken Vortrieb nötige hohe Drehzahl, denn auch wenn ich weiß, dass der Motor dafür gebaut ist, tat mir jedes Ausdrehen innerlich weh. Ich mag keine zumindest gefühlt materialmordende hochtourige Fahrweise und ebenso wenig die damit verbundene Lautstärke, auch wenn der Sound als solcher nicht schlecht war. Viele Kommentatoren schrieben der VFR damals "zwei Motoren" zu, Dr. Jekyll und Mr. Hide sozusagen, wenn (ab 8.500 Touren glaube ich) dann die zusätzlichen Ventile öffneten ...
  • Zum zweiten tat mir besonders bei längeren Touren der Rücken weh, denn meine 179 cm wurden schon recht stark über den Tank nach vorn gezogen. Nach einem Bandscheibenvorfall ging es dann gar nicht mehr, da war ich allerdings auch bereits doppelt so alt wie du heute. Die Lösung bestand dann für mich im Wechsel zur damals neuen Varadero 1000, eine hochbeinige Reiseenduro mit aufrechter Sitzposition wie auf einem Küchenstuhl. Unter den Vara-Treibern gehörte ich dann allerdings zu den kürzesten ...

Nach einer sturzverursachten Motorradpause von knapp fünf Jahren (die Vara hatte leider noch kein ABS) kaufte ich dann Ende 2006 eine CBF-1000 als Vorführer und war restlos angetan: Super Druck auch aus dem Drehzahlkeller, mit Lenkerböckchen sehr angenehme Sitzposition - und kein nervös-aggressives Geheule mehr, wenns mal flotter sein sollte. Auch die Gepäckfragen waren besser zu lösen.

Dreieinhalb Jahre und 36 tkm später habe ich die CBF dann gegen eine CB-1300SA getauscht, die das alles noch einen Tacken besser kann und in der Qualitätsanmutung auch besser an den VFR-Standard anschließt.

Im wesentlichen kann ich die bisherigen Beiträge nur unterstreichen.

Gruß aus Dreieich

Mike
 
Hallo irishrOy (willst du wirklich so angesprochen werden, oder hast du auch einen normalen Vornamen?),
Roy geht natürlich auch!

vielen Dank für die ausführliche Antwort. Deine eindrücke kann ich sehr gut nachvollziehen. Vor allem das mit den 2 Naturen des Motors, über 7000 umdrehungen und darunter.
Der V4-Motor klingt wirklich super, sowohl in niedrigen als auch bei hohen Drehzahlen. Aber so wirklich ausdrehen möchte ich den Motor nicht, noch dazu möchte ich dieses "materialmordend" Klingende über 7000 umdrehungen auch nicht.

Die CBF 1000 zieht nicht nur etwas besser als die VFR sondern kann dabei auch niedriger drehen, was sehr angenehm ist, habe ich jetzt selbst erfahren. Ich denke die CBF 1000 wirds dann auch werden.

Die CB1300 ist mir auch schon über den Weg gelaufen als noch größerer Reihen4Zylinder.
Jetzt hab ich erstmal die CBF im Auge, aber wer weiß, vielleicht wird's im laufe der Zeit ja noch ein dickeres Schiff mit 1300cc ;)
 
Die CBF 1300 säuft und ist ziemlich nackig, da bist Du mit einer 1300er Pan besser bedient, wenn es denn nochmal ein Upgrade werden soll.
 
Nun, vom Klang hört sich die Dicke hochtouriger an als die VFR.
Akustik VFR bei zügiger Fahrt:
https://www.facebook.com/willi.nieberle/videos/997253163737711/
Akustik VFR bei gemütlicher Fahrt:
https://www.facebook.com/willi.nieberle/videos/1000129613450066/
Meine SC58 hört sich im Vergleich mit dem Gesumse bei niedriger Drehzahl viel hochtouriger an. Schau Dir doch mal die Africa Twin an, oder die dicke VFR. Mir Persönlich würde die Twin gut gefallen, aber ich bin keine 170 groß.
Die dicke ist ein Reisetourer, die VFR ein Sporttourer. Die 1200 VFR ist mir mit 267kg etwas zu viel zum Schieben und halten. Sonst wäre das mein Motorrad.


Viel Erfolg und Spaß bei deiner Wahl
Knattermax
 
Zurück
Oben Unten