Versicherungen-ADAC

Tullio

Member
Hallo Gemeinde,
ich muss hier mal was loswerden und weil ich dem ADAC geschrieben habe: DAS mach ich öffentlich seit ihr die ersten. Die Geschichte: Da hat jemand eine Kreditkart von der ADAC-Bank nur aus dem Grund, weil da eine Reiserücktrittskosten-Versicherung mit drin ist wenn Reisen Hotels etc mit dieser Karte bezahlt werden. Er benutzt das Teil über Jahrzehnte, nur auf Reisen und deren Buchung, die Bank verdient. Dann bucht er wohl zum 25x wieder seine Winterreise und bezahlt mit besagter Karte, wegen der Rücktrittsversicherung, Reiseantritt wäre der 15.12.2013 gewesen. Nun stirbt der Mann ende November ( er war fast 86 Jahre, 2012/13 noch mit dem Auto in Portugal, will sagen, hatte nen schönen weitgehend gesunden Lebensabend mit viel Aktivität, nur Moped ist er seit 1965 nicht mehr gefahren) und beauftragt 48 Stunden vor seinem Tod, weil er merkt wird nichts mehr, seinen Sohn, die geplante reise zu stornieren
(dann kriegt vielleicht jemand anderes den Platz im Flieger, sagt er).
Das Reisebüro stoniert und berechnet 3800Euronen Storno, kein Problem denkt der Sohn, ist ja versichert und meldet das im Januar der versicherung, im Vertrag steht, vollständige Erstattung im Todesfall bei Krankheit 80%. Jetzt kommt es, die ADAC-Versicherung meldet sich und sagt Storno erfolgte wegen Krankheit wir zahlen nur 80% und das auch erst wenn die vier Fragebögen von zuständigen Ärzten ausgefüllt worden sind.
Ich habe gerade den ADAC Brief geöffnet und hab ne Mail an die Vers. geschickt, sagt mir ehrlich, lieg ich falsch, wenn ich das Gefühl habe, hier will jemand besche...?
Der Mann war 50 Jahre im ADAC, ausser der Zeitung brauchte er nie Leistungen des Vereins und nun wollen die noch 700 Euronen sparen, weil er krank war bevor er starb.
So ich bin es nun los geworden.
Gruß Tullio

P.S. es gibt natürlich keine ADAC-Bank, nur im Briefkopf, das ist die Berliner Bank, auf der Kreditkarte steht ADAC, drin ist Visa, und die versicherung hat im Briefkopf ADAC, der Versicherer ist AXA.
Ich trette aus aus dem Laden, Zahle für meine Familie pro Jahr 134€ , die Kohle lege ich zur Seite und zahl die Pannenhilfe selbst.
(hab ja ne BMW kann also vorkommen:Konfus2:)

 
Hallo Tullio

Ich kann deine Aufregung verstehen aber die Versicherung handelt zumindest nach ihren Richtlinien und dem abgeschlossenen Vertrag richtig.
Die Reise wurde ja aufgrund Krankheit durch den Sohn storniert und nicht durch den plötzlichen Todesfall, somit zahlt die Versicherung auch nur die 80% und das mit den vier Seiten ist vollkommen normal. Die wollen halt durch die Formulare, die ja der Arzt ausfüllen muss und nicht du, unberechtigte Forderungen ausschließen.

Man darf halt nicht vergessen, dass für Versicherungsgesellschaften nur die Zahlen und Verträge gelten; Menschlichkeit ist in dem System nicht vorgesehen.
Von daher würde ich einfach raten, die Formulare ausfüllen zu lassen und zumindest die 80% geltend zu machen.

Und denk an Murphys Gesetz: Sobald die Abschlepphilfe durch den ADAC gekündigt ist, bleibt man auch liegen.
 
Hallo Tullio

Ich kann deine Aufregung verstehen aber die Versicherung handelt zumindest nach ihren Richtlinien und dem abgeschlossenen Vertrag richtig.
Die Reise wurde ja aufgrund Krankheit durch den Sohn storniert und nicht durch den plötzlichen Todesfall, somit zahlt die Versicherung auch nur die 80% und das mit den vier Seiten ist vollkommen normal. Die wollen halt durch die Formulare, die ja der Arzt ausfüllen muss und nicht du, unberechtigte Forderungen ausschließen.

Man darf halt nicht vergessen, dass für Versicherungsgesellschaften nur die Zahlen und Verträge gelten; Menschlichkeit ist in dem System nicht vorgesehen.
Von daher würde ich einfach raten, die Formulare ausfüllen zu lassen und zumindest die 80% geltend zu machen.

Und denk an Murphys Gesetz: Sobald die Abschlepphilfe durch den ADAC gekündigt ist, bleibt man auch liegen.

Mh,
vielleicht hast Du recht, aber mein Vater hat die Reise nicht angetreten, weil er auf seiner letzten Reise ist, als der "Versicherungsfall" eingetreten ist war er schon nicht mehr da. Mich stören auch weniger die 20% Abzug, nur wie soll ein Toter den Arzt von der Schweigepflicht befreien. Die wollen sich ganz raushalten, sprich nichts zahlen oder in ein paar Jahren, in der Hoffnung der Anspruchsteller gibt schon auf, das erwartet man nun vom ADAC eben nicht, also ich nicht, bis eben.:03 - bloed:
 
Ich kann deine Aufregung verstehen aber die Versicherung handelt zumindest nach ihren Richtlinien und dem abgeschlossenen Vertrag richtig.

Sehe ich ähnlich. Auf Mitarbeiterebene gibt es bei allen Versicherungen eindeutige Richtlinien, nach denen der Sachbearbeiter einen Fall bearbeiten muss. Das dient vor allem der Prävention gegen den leider beliebten Volkssport Versicherungsbetrug.

Aber nach meinen Erfahrungen ist gerade der ADAC da auch mal recht flexibel, vor allem wenn man in der Sache mal ein oder zwei Stufen höher in der Hierarchie spricht. Da gibts dann auch mal Lösungen abseits des Schemas F, an dem sich der normale Sachbearbeiter orientieren muss.

Zwei Beispiele:
Meine Tochter verliert auf dem Weg zu Ihrer Haus-Werkstatt ca. 40km davor ein Rad auf der Autobahn. Der vom ADAC beauftragte Abschleppdienst darf sie zurück nach Hause (80km) oder zur nächsten Werkstatt bringen. Aber nicht zur ohnehin geplanten Werkstatt. Nach ein paar Telefonaten mit jeweils Vorgesetzten des jeweils vor gesprochenen Mitarbeiters durfte sie dann doch zur Hauswerkstatt gebracht werden, auch weil ich darauf hingewiesen habe, dass sie von dort, im Gegensatz zu jeder anderen Werkstatt keinen für den ADAC kostenpflichtigen Mietwagen benötigt.

Beispiel 2: Mein Motor schickt auf der Autobahn 50km vor Hannover einige Teile durchs Gehäuse nach draussen und stellt die Arbeit ein :-). Der vom ADAC beauftragte Abschleppdienst holt mich zunächst vom Randstreifen runter und klärt dann die Konditionen mit dem ADAC. Ich dürfte nach Hause (ca. 130km), in die Firma (da Firmenwagen, ca. 200km), in die nächste Werkstatt, aber nicht in meine Hauswerkstatt (170km, übrigens die gleiche). Auch hier wieder Telefonate meinerseits mit der ADAC-NRW-Zentrale in Ratingen und ein Angebot von mir, dass bei Verbringung in die Hauswerkstatt kein Mietwagen nötig ist.
Da gabs meine gewünschte Lösung.

Also erstmal nicht einfach abspeisen lassen, sondern aktiv werden. In Deinem Fall würde ich zunächst (s)einen Arzt konsultieren und fragen, ob er bestätigen kann, dass bei Stornierung das Ableben bereits abzusehen war. Dann mit oder ohne die Bestätigung nochmal beim ADAC (Regionalleitung) vorsprechen und auf die besondere Lage, die Mitgliedschaftsdauer und die bisherige Nichtinanspruchnahme von Leistungen hinweisen. Dazu würde ich darauf hinweisen, dass dem ADAC durch die Stornierung etwaige Kosten der Rückführung des Toten (hier vorher prüfen, ob das eine ADAC-Leistung wäre) oder Schwererkrankten aus dem Urlaub erspart geblieben sind.
Alles natürlich in einem seriösen unaufgeregetem Ton und gern auch mit der Einsicht, dass die Mitarbeiter bisher aus Gründen der Betrugsprävention natürlich sicherlich so nach den festen Richtlinien entscheiden mussten.


vorschlagende Grüße
vom falo
 
Sehe ich ähnlich. Auf Mitarbeiterebene gibt es bei allen Versicherungen eindeutige Richtlinien, nach denen der Sachbearbeiter einen Fall bearbeiten muss. Das dient vor allem der Prävention gegen den leider beliebten Volkssport Versicherungsbetrug.

vorschlagende Grüße
vom falo

Wieder Mh,
Versicherungsbetrug? Hat er bestimmt so geplant, bucht ne Reise , zahlt nen Haufen Kohle an und stirbt, weil er wollte noch mal jemanden betrügen?????
Ne das krieg ich jetzt nicht mehr gewechselt.
Gruß Tullio
 
Hallo Tullio,

erstmal mein herzliches Beileid!
Ich hatte vor 23 Jahren ein ähnliches Problem, als ich die Sterbegeldversicherung meiner alleinstehenden Mutter in Anspruch nehmen wollte, die sehr kurzfristig an einer Tumorerkrankung gestorben war (zw. Diagnose und Tod nur ca. 6 Wochen).
Damals ging es um 7.000 DM, die von der Versicherung mit recht fadenscheinigen Begründungen nicht bezahlt wurden (der Versicherungsnehmer hätte die Krankheit bei Abschluss 2 Jahre vorher verschwiegen).
Das Beerdigungsinstitut sagte damals, dass sie dieses Verhalten leider sehr oft beobachten würden und ich zum Rechtsanwalt müsse, um meine Interessen notfalls gerichtlich durch zu setzen. Dazu fehlte mir damals aber ehrlich gesagt die Kraft und ich habe es darauf beruhen lassen. Für so etwas hatte ich überhaupt keinen Nerv zu dem Zeitpunkt...
Was ich sagen will: Entweder Du nimmst die angebotenen 80% oder ziehst in den Krieg mit der ADAC-Versicherung. Ein guter Anwalt kann zumindest die konkreten Versicherungsbedingungen und entsprechende Vergleichsurteile analysieren und sagen, in wie weit da Chancen bestehen.
 
Auch von meiner Seite erst mal mein herzliches Beileid. Das ist so eine Sache die kein Mensch braucht. Da die Versicherung sich hier jedoch strikt an ihre Versicherungsbedingungen hält, liegt sie wohl formal rechtlich richtig. Ich würde daher auch versuchen den von falo beschriebenen moderateren Weg zu gehen. Ein zwei Etagen höher können Entscheidungsspielräume schon ganz anders aussehen. Nimmt Du einen Anwalt kostet Dich das nur Geld und die Versicherung schaltet dann eh auf stur. Bilateral läßt sich da sicher eher etwas auf dem Kulanzwege erreichen. Einen Versuch ist es immer wert.
 
Ende gut

Hallo Gemeinde,
erstmal vielen Dank für Mitgefühl und Rat.
Ich habe Kontakt zum ADAC aufgenommen, die waren nett, aber die Versicherung der ADAC (Visa) Kreditkarte ist gar keine ADAC Versicherung, sondern eine Gruppenversicherung von weis der Teufel und mit denen müsste ich halt klar kommen. Dafür hatte ich nicht die Kraft und habe einem Anwalt die Sache übergeben. In meiner Enttäuschung habe ich dem Vorstand des ADAC ne Mail geschickt (mitten der Nacht), Antwort per Telefon am nächsten Vormittag. Sie entschuldigen sich und werden die Stornierungskosten übernehmen.
Das Anwaltschreiben liegt mir nunmehr vor ( der war noch wütender als ich, aber es musste nicht mehr geschickt werden), dessen Fazit ist interessant, der ADAC macht Geschäfte mit allen möglichen Dienstleistern, die haben im Wettbewerb gute Karten, weil sie arbeiten ja für den ADAC, aber drin ist eben nur ne normale Versicherung oder Werkstatt etc. .
Ich Danke Euch für euere Hilfe, euer Rat hat mir geholfen.
Dat ist ein super FORUM

Tullio
 
Auch von mir ein herzliches Beileid und gut, dass du die leidige Versicherungssache vom Bein hast.
 
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