Scottoilereinbau

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Die große Schwäche ist die bescheidene Einstellungsmöglichkeit. Na ja, das Teil hat eine Stellrad, nur ist da nie deffiniert, was man genau einstellt.
Das liegt daran, das die Ölmenge absolut von der Umgebungstemperatur abhängt. Von 10°C auf 30°C schwankt die Ölviskosität um 410%. Daher ist eine genaue Einstellung in der Praxis so gut wie unmöglich.

Das können andere Systeme erheblich besser. Da ich 150 000 km mit dem Scottoiler unterwegs war kenn ich das Problem der Dosierung genau. Nach diesen Erfahrungen habe ich zusammen mit einem Freund die Firma CLS gegründet.

Die Dosierung ist ein Indikator für den Ölverbrauch und damit für die Verschmutzung. Ich bin mit den 50 ml im Scottoiler immer so 1700 km weit gekommen. Dann war noch ein bisschen drin und ich habe aufgefüllt. Mit meinem CLS Öler komme ich mit den 80 ml, die in meinem Tank drin sind etwa 14 000 km weit und habe noch einen Daumen breit Öl drin.

Allzeit gute Fahrt

Heiko

Naja, ich fahre die konventionellen Unterdruck gesteuerten Scottis seit sie in D-Land erhältlich sind.
Ich hatte bislang kein Problem mit den Dingern.
Fakt ist: stelle ich die Dosierung bei Ölschmierung des Kettenantriebs zu knapp ein, stirbt in der Regel sehr früh das Antriebsritzel.
Wer sich um Ölkosten für den Scotti Sorgen macht, hat für mich das falsche Hobby.

Dann zu dem angeblichen Problem Sommer/Winter!
Das ist mehr Märchen als Fakt.
Ich fahre ganzjährig den gleichen Typ des Scottöls.
Auch da gibt es überhaupt keine Probleme.

Dann, zum wiederholten Male, zum Sägekettenöl.
Scottöl hat nicht so eine hohe Haftkraft wie Sägekettenöl.
Und genau darin liegt der Vorteil des Scott Öls.
Der feine Staub und Dreck haftet nicht so an der Kette an, es bildet sich keine Polierpaste aus Öl und Staub.
Aber manchmal beschleicht mich auch das Gefühl, über das Thema Öler für Kettenantrieb diskutieren mehr Leute mit wenig bis keiner Erfahrung damit, als Leute die die Dinger seit Jahren über viele Kilometer fahren.
Meine Erfahrungen mit den Scottis resultieren, vorsichtig gesagt, aus mehreren 150000 Kilometern mit etlichen Motorrädern.

Kleine praktische Ergänzung zu den Ölern.
Nach langer Regentour putze ich mit einem Lappen kurz die Kette trocken.
Unter der Sitzbank habe ich eine kleine Dpse mit Pinsel im Deckel.
Damit streiche ich die Kette kurz mit Scottoil ein.
Mein XBR 500 Gespann beispielsweise hat jetzt 157000 Kilometer weg.
Nach dem Original Kettensatz ist jetzt der erste Tauschsatz noch drauf.
Allerdings kein Kettensatz vom Ramschtisch, Antriebsritzel und Kettenrad original Honda, Kette DID.
Und funktioniert tadellos, mit noch nicht defektem Kettensatz.
So viel zur Problemlosigkeit der Scottis mit dem dazugehörigen Scott Oil.
 
Ich befestige den Spender/Dosierer immer in Motornähe.
Foto 1 beispielhaft bei meiner damaligen CBF 1000
Foto 2 beispielhaft an meiner VTR 1000

Scottoiler CBF 1000.jpg

Scotti an VTR 1000 F.JPG

Der Einbau in dieser Position erlaubt es mir, bei Regen die Tröpfchenmenge während der Fahrt zu erhöhen.
Die Länge des Schlachs vom Spender bis zur Dosierdüse am Kettenblatt, sowie dessen geringer Durchmesser,
kühlen das im Dosierer möglicherweise etwas erwärmte Öl wieder ab. Eine Änderung der Dosierer-Einstellung zwischen Winter-
und Sommerbetrieb ist nicht nötig.
 
CLS Kettenöler

Hatte ihn bereits an meiner letzten CBF 1000 F und die Kette war nach 18.000 Km noch gut. Vorteil ist die stufenweise Einstellung nach Geschwindigkeit für die Schmierung,
die über die Hinterradumdrehung gesteuert wird. Ist eine saubere Sache und die Kette wirkt immer sauber.

Gruß

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