Motorradbatterie entlädt sich während der Fahrt

  • Ersteller Ersteller Gelöschtes Mitglied 3212
  • Erstellt am Erstellt am
G

Gelöschtes Mitglied 3212

Gast
Hey Leute,

ich wende mich mit einem kuriosen Fehler an euch.

Vor 2 Jahren habe ich mein Motorrad gekauft und seitdem 3 Batterie gewechselt. Ich dachte anfänglich, es wäre halt so, weil ich auch im Winter fast durchgehend fahre.
Vor 3 Wochen bin ich aber liegen geblieben: mit Motorrad zur Arbeit, alles top. Danach drehte das Motorrad zwar, wollte aber nicht starten. Batterie leer.

Ich hab die Spannung gemessen: bei 2000 Touren 12,3 Volt. Bei 4500 Touren rum ca. 13,3 Volt. Verdacht fiel auf die LiMa.
LiMa getauscht, Problem blieb. Also zweiter Verdächtiger: der Regler. Regler geprüft, ohne Fehler. Für den Seelenfrieden eine neue gekauft und eingebaut: Problem blieb aber immer noch.

Gestern hab ich die Batteriekabelpole gereinigt und die Sicherungen (die an der Batteriehalterung dran hängen) angeschaut. Die Spitzen waren bläulich und "verkokt", aber nicht durchgebrannt. Also getauscht und zack: 12,9 V bei 2000 Touren, bei 2500 schon 13,6-13,8V und dann auf über 14 hoch.

Das aktuelle Problem:
Wenn ich eine Tour von 60 km oder mehr mache, wird die Batterie komplett entladen. Solang ich fahre, ist es überhaupt kein Problem. Am nächsten Tag lässt sich das Motorrad dann aber nicht mehr starten. Mit dem Booster springt sie hingegen sofort an.

Im ausgeschalteten Zustand zieht sie keinen Strom (0 mAh laut Multimeter).

Was kann so viel Strom fressen, dass sich die Batterie nach 2 Stunden Fahrt komplett entlädt?

Ich danke euch jetzt schon für konstruktive Antworten.

Luke
 
Das Problem mit dem niedrigen Ladestrom bei niedriger Drehzahl habe ich auch seit letztem Sommer.
Untertourig durch die Stadt gebummelt, an der Ampel kurz aus gemacht und sprang nicht mehr an.
Die Idee mit den Sicherungen ist gut, werde ich prüfen.
Bei einer anderen Tour über Land, also mit normaler Drehzahl, gind die Batterie in die Knie
als ich die Heizgriffe für eine halbe Stunde eingeschaltet habe.
Für einen Fotostop kurz ausgemacht, danach sprang sie nicht mehr an.
Zum Glück konnte ich sie anrollen lassen.
Du kannst gerne berichten wie du das Problem gefunden und ggf. gelöst hast.

Gruß Reiner
 
Hallo zusammen,
nach vielen rumhören sagt man teilweise das es an den Reglern liegt. Vielleicht einen originalen probieren ?
Nachdem meine Lima hinüber war vor 2 Jahren habe ich alles getauscht, Stator Rotor ( original Honda ) und seither keinerlei Probleme mehr
 
Hallo zusammen,
nach vielen rumhören sagt man teilweise das es an den Reglern liegt. Vielleicht einen originalen probieren ?
Nachdem meine Lima hinüber war vor 2 Jahren habe ich alles getauscht, Stator Rotor ( original Honda ) und seither keinerlei Probleme mehr
Dachte ich im ersten Moment auch, allerdings hab ich beide geprüft und die gehen auch einwandfrei.

Meine Vermutung ist mittlerweile irgend wo ein Massepunkt. Das Wetter spielt aber nicht mit, deswegen heißt es erstmal warten.
Ich halte euch aber auf dem Laufenden, wenn ich wieder loslegen kann.
 
bei Leerlaufdrehzahl ging bei mir auch dier Spannung regelmäßig runter, besonders wenn dann an der Ampel noch der Lüfter ansprang. Da waren es oft unter10 Volt. Sobald wieder Drehzahl da war lagen wieder 13-14 Volt an., max 14,4 Volt.. Das änderte sich auch nicht nach dem Umbau auf den Regler aus der Suzuki. Die Regler selbst gehen eigentlich kaum kaputt.

Hast Du ein Voltmeter verbaut um die Spannung zu kontrollieren? Ich kann das jedem nur empfehlen. Da sieht man auch, ob die Batterie schon teilentladen ist bevor man sie anschmeißt.
 
Zwei Gedanken zu dazu:

Es gibt USB-Ladebuchsen mit eingebautem Voltmeter. Für mich sehr praktisch, wenn ich das Handy als Navi verwende. Ich komme stets mit vollem Akku an. Wichtig ist ein Schalter an dem Ding, um es ausschalten zu können.

Wenn du die Halogenbirne im Abblendlicht gegen eine H7-LED (z.B. Philips Ultinon) tauschst, dann reduzierst du den Verbrauch um ca. 50 Watt. Das löst das Problem zwar nicht, aber verringert vielleicht die Auswirkung.
 
Klugscheisser an:
Die Philips Ultinon ist nur bei der CBF 1000 SC58 lt. Kompatibilitätsliste Motorrad
nur für das Fernlicht zugelassen.
Die USB-Ladebuchsen mit eingebautem Voltmeter würde ich immer an Zündungsplus anschliessen,
da man das ausschalten gerne mal vergisst und dann der Wandler der Ladebuchse die Batterie entläd.
Klugscheisser aus.
 
Aaaaaaalso: eine Philips Ultinon ist bei mir seit ca. 2 Jahren als Fernlicht drin.

Ich hab eine neuen Rotor, Stator und Regler eingebaut. Sicherungen hab ich alle nacheinander rausgezogen und geprüft. Leuchtmittel hab ich auch nacheinander ausgebaut und gecheckt. Kennzeichenbeleuchtung war defekt. Sonst alles ok.

Im Stand zeigt der Voltmeter 12,8 Volt an (der ist direkt an die Batterie angeschlossen, weil nur vorübergehend), bei Zündung an geht es direkt auf 11,8 Volt runter und bleibt im Leerlauf auch dabei.
Auf der Autobahn komme ich nicht über 14 Volt. Bei Geschwindigkeiten bei ca. 100-120 km/h (ich glaub, ca. 4000 Touren) sind es gerade mal 12,6 Volt laut Anzeige. Für mein Empfinden viel zu wenig - und das bei relativ neuer und voll geladener Batterie. Wenn ich blinke, geht es auf 12,3 Volt runter.

Ich möchte Niemanden verdächtigen oder so, ABER: im Dezember wurde von einer Werkstatt das Lenkkopflager gewechselt und seitdem hab ich so massive Probleme (davor hat die Batterie aber auch nur paar Monate gehalten). Kann es sein, dass bei der Montage / Demontage etwas beschädigt wurde?
 
Hi,

generell alle Bordnetzversorgende Stecker prüfen. Aber wenn keine Ausreichende Ladung kommt, dann priorisiert die Steckverbinder zwischen LiMa und Regler, sowie Regler und Bordnetz.
Die Kontakte in den Sicherungskästen hattest Du ja schon kontrolliert.
 
Hallo - das Problem (springt trotz neuer geladener Batterie nur mit externem Booster an, läuft dann problemlos) hat meine CBF 1000 auch gerade.

Die Honda-Werkstatt, bei der in in 2 Wochen einen Termin habe, meinte per Ferndiagnose, es könnte vielleicht am (verharzten, korrodierten...) Zündschloß liegen und käme gelegentlich vor. Das habe ich ohne Erfolg geprüft. Aber vielleicht ist es ein Tip für Dich?
Wenn mein Motorrad zurück aus der Werkstatt ist, melde ich mich noch einmal.

Gruß: Manfred
 
Hallo - das Problem (springt trotz neuer geladener Batterie nur mit externem Booster an, läuft dann problemlos) hat meine CBF 1000 auch gerade.

Die Honda-Werkstatt, bei der in in 2 Wochen einen Termin habe, meinte per Ferndiagnose, es könnte vielleicht am (verharzten, korrodierten...) Zündschloß liegen und käme gelegentlich vor. Das habe ich ohne Erfolg geprüft. Aber vielleicht ist es ein Tip für Dich?
Wenn mein Motorrad zurück aus der Werkstatt ist, melde ich mich noch einmal.

Gruß: Manfred
Hallo!
Ich hatte ja versprochen, mich noch einmal zu melden. Ich habe meine CBF 1000 gerade von der Honda-Werkstatt in Hamburg-Bergedorf abgeholt. Alles wurde durchgemessen, der Fehler gefunden... Die lahme Batterie, die beim Kauf im Herbst 2024 verbaut war, hatte ich im Februar durch eine neue frische Gel-Batterie vom bekannten Händler "L" aus Hamburg ersetzt. Wie sich beim Belastungstest der Batterie in der Vertragswerkstatt letztlich herausstellte, war die leider defekt (irreparabel sulfatiert). Nun habe ich eine neue 'drin und die Welt ist wieder in Ordnung.
Manchmal können Lösungen auch einfach (und billig) sein!
Gruß: Manfred
 
Hallo!
Ich hatte ja versprochen, mich noch einmal zu melden. Ich habe meine CBF 1000 gerade von der Honda-Werkstatt in Hamburg-Bergedorf abgeholt. Alles wurde durchgemessen, der Fehler gefunden... Die lahme Batterie, die beim Kauf im Herbst 2024 verbaut war, hatte ich im Februar durch eine neue frische Gel-Batterie vom bekannten Händler "L" aus Hamburg ersetzt. Wie sich beim Belastungstest der Batterie in der Vertragswerkstatt letztlich herausstellte, war die leider defekt (irreparabel sulfatiert). Nun habe ich eine neue 'drin und die Welt ist wieder in Ordnung.
Manchmal können Lösungen auch einfach (und billig) sein!
Gruß: Manfred
Vielen Dank für den Tipp. Leider habe ich in 3 Jahren 4 verschiedene Batterien verbaut. Und die aktuelle ist keinen Monat alt.

Dank Martin von ZAMsChannel habe ich EINE Fehlerquelle finden können: unter dem Tank befindet sich ein Massepunkt, der total verrostet war. Hab dazu zwei Bilder drangehängt. Jetzt läuft das Bike auf Langstrecke problemlos, sobald ich aber in den Berufsverkehr (Lüfter springt permanent an), entlädt es die Batterie vollständig innerhalb von 10 km.
Ich hab mit einem Kfz-Mechaniker gesprochen und der meint, es würde sich nach einem defekten Anlasser anhören (in letzter Zeit hab ich nämlich auch kurze "Aussetzer" beim Starten). Hab jetzt einen neuen auf Risiko gekauft. Der kommt Ende nächster Woche an. Original kann man sich den nicht leisten (Original: 1.100,- €; Drittanbieter: knappe 100,- €).

Ich hoffe, dass ich mit dem Tipp vom Martin helfen kann. Der Fehler scheint nicht selten vorzukommen. Bei der 1000er ist der Massepunkt vorne rechts am Rahmen, bei der 600er wohl auf der linken Seite, ein wenig weiter hinten.
 

Anhänge

  • 20250420_141540.jpg
    20250420_141540.jpg
    1,1 MB · Aufrufe: 34
  • 20250420_141640.jpg
    20250420_141640.jpg
    865,2 KB · Aufrufe: 33
Nachtrag: ich habe anfangs den Rotor, als auch - auf Anraten der Beiträge hier - den Stator gewechselt. Es stellte sich heraus: der Stator der empfohlenen Firma hatte 112mm Durchmesser, der originale allerdings 114mm! Und das hat es ausgemacht: ich hab den neuen Rotor und den alten Stator eingebaut und zack: es lädt wieder einwandfrei!

Unterm Strich war der Rotor kaputt, als auch der Massepunkt unter dem Tank.

Mein abschließender Gedanke: es ist traurig, dass ausgerechnet im Forum ein Tipp von Leuten abgegeben wird, die es höchstwahrscheinlich reparieren lassen und keine Ahnung von der Materie haben.
 
Hallo Luke, schön, dass es wohl wieder läuft. :Froehlich2:

Es ist immer schwierig, per Ferndiagnose zu helfen, da sind dann auch ggf. Tipps dabei, die in die Irre führen oder gar nicht helfen.
Einem oder mehreren Tippgebern gleich Ahnungslosigkeit vorzuwerfen, ist unterm Strich jedenfalls nicht zielführend, wenn man mal wieder ein Problem haben sollte, dass vielfältige Ursachen haben kann.

Welche Firma (mit dem 112mm Stator) wurde dir hier im Thread empfohlen? Ich konnte nichts finden, um ggf. einen Hinweis in den Empfehlungsbeitrag zu schreiben.
 
Mein abschließender Gedanke: es ist traurig, dass ausgerechnet im Forum ein Tipp von Leuten abgegeben wird, die es höchstwahrscheinlich reparieren lassen und keine Ahnung von der Materie haben.

Ganz schön Frech diese Aussage zumal laut Deinem Posting der Strator doch in Ordnung war!
Dachte ich im ersten Moment auch, allerdings hab ich beide geprüft und die gehen auch einwandfrei.

Meine Vermutung ist mittlerweile irgend wo ein Massepunkt. Das Wetter spielt aber nicht mit, deswegen heißt es erstmal warten.
Ich halte euch aber auf dem Laufenden, wenn ich wieder loslegen kann.
 
Der Stator war ja scheinbar auch in Ordnung, der Rotor schien wohl defekt gewesen zu sein.....

Wo im Thema, wurde welcher Stator von welcher Firma empfohlen?
 
Ganz schön Frech diese Aussage zumal laut Deinem Posting der Strator doch in Ordnung war!
An sich ist der auch in Ordnung. Ich hab den Stator bei Götz bestellt. Laut Beschreibung sollte der passen. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass dieser 3 mm kleiner im Durchmesser ist als der originale - und das direkt an der Wicklung.
Ich hab beide mit dem Multimeter durchgemessen und beide laufen theoretisch. Ich hab neuen, gebrauchten, Rotor eingebaut, alten Stator und zack: läuft perfekt. Alle Symptome sind weg, das Klopfen der Zylinder auch weg, der Verbrauch ordentlich runter gegangen.
 
Zurück
Oben Unten