Mal wieder KFR/unsaubere Gasannahme SC58 2006 33000 km

Moin,


ich habe meine SC58/2006 vor gut einem Jahr mit ca. 25000 km gekauft und bin bis jetzt/34000 km störungsfrei gefahren. Vor ca. 1500 km fing es mit ein wenig unsauberer Gasannahme im kalten Zustand an, seit ca. 1000 km merke ich im Bereich von ca 1800 - 3300 rpm ein Konstantfahrruckeln und eine teilweise verzögerte Gasannahme, das macht mich ziemlich wuschig, macht überhaupt keinen Spaß mehr. Wenn sie höherdreht, ist schlagartig Leistung da.

Da ich so gut wie keine Unterlagen beim Kauf bekommen habe, weiß ich nicht, was genau von den Vorbesitzern schon gemacht wurde. Ein Scheckheft ist soweit vorhanden und ausgefüllt, was genau bei einer freien Werkstatt gemacht wurde und ob der komplette Wartungsplan erledigt wurde, weiß ich daher nicht. Ich wollte nun schon die Zündkerzen (auf Verdacht) wechseln lassen, aber mein Yamahameister, bei der sie noch in Pflege ist, verspricht sich nicht zuviel davon. Er würde dann aber auch gleich einen Kompressionstest machen, um eventuell auf nicht korrekt eingestellte Ventile zu stoßen, ohne gleich alles zu zerlegen. Denn wenn Ventilspiel wirklich bei 24000 geprüft wurde, wäre es ja erst wieder bei 48000 dran. Eben war ich beim FHH, der ist eine kurze Runde gefahren und fand nichts ungewöhnliches. Wir haben auf Verdacht den Luftfilter getauscht, obwohl der noch einigermaßen ging - hat erwartungsgemäß nichts gebracht. Kettensatz ist ca. 5000 km her, halte ich aber auch für eher unwahrscheinlich, denn erstens hat sie einen Kettenöler und zweitens ist es nicht nur ein Ruckeln, sondern auch manchmal unwillige Gasannahme, so als ob Luft oder Gemisch nicht ausreichend einströmen. Nun habe ich hier alles mögliche gelesen von Kerzensteckern, Lambdasonden, eben auch Kettensatz und allem möglichen anderen. Aber ehe man auf Verdacht alles mögliche auswechselt und viel Geld versenkt - gibt es da eine sinnvolle Systematik/Reihenfolge?

Grüße

Andreas
 
Hallo Hermainski, die Ursache für solche Zupfer ist schwer zu orakeln. Eins steht aber fest: Durch einen Kompressionstest bekommst du keine Sicherheit über korrekt eingestellte Ventile. Grund: Kompression wird kalt geprüft. Sollte ein Ventil zB. nur noch 0,01mm Spiel haben (viel zu wenig), wäre der Kompressionstest dennoch völlig iO. Läuft die Maschine aber warm, wird das zu geringe Ventilspiel durch die Längenausdehnung des Ventils genullt und das Ventil kann verbrennen. "Klugscheisserei beendet":narr:! Ich würde eher auf schnöde Dinge wie durchschlagende Funken an Kerzensteckern, Motortemperaturgeber, Falschluft oder eben die Lambdasonde tippen. Nur können Selbstversuche am Ende teuerer werden als eine fachgerechte Suche durch den Schrauber des Vertrauens. Ohne fundiertes Wissen ähnelt die Suche nach der Ursache eher einem Wünschelrutengang. Ich hoffe du findest den Übeltäter und berichtest uns davon..... Damit kannst du dann dem nächsten "Patienten" evtl. helfen.
 
Ich werd' nen Teufel tun und mich da selbst ransetzen... Meine Kenntnisse reichen für Scheibe wechseln und Kette spannen. Ich hatte nur den Eindruck, dass sowohl meine Stammwerkstatt (Yamaha/Suzuki) und auch die Honda-Werkstatt (beide mit einem eigentlich sehr guten Ruf) beide keine echte Idee für die Vorgehensweise hatten. Und das kann auch teuer werden...Und der FHH hat zur Zeit für aufwändigere Fehlersuche einen Vorlauf von 4 Wochen. In gut 2 Wochen soll's aber schon in den Schwarzwald und in die Hochalpen gehen. Und mit einem bockenden Mopped mag ich nicht losfahren. Hat mir schon teilweise das Weserbergland am letzten WE verhagelt. Insofern bin ich ein wenig im Zeitdruck, denn bis vor kurzem lief die Dicke ja noch bestens.

Grüße

Andreas
 
Hallo

Das klingt nach den berühmt-berüchtigten Kerzenstecker, besonders einer aus der Mitte, wo man am schlechtesten rankommt :boewu7:


Gruß Dieter
 
Einfach aus dem nichts zerlegt sich der Stecker natürlich nicht.
Da ich bei meiner Dicken alles selbst mache würde ich mir erstmal die Zündkerzen ansehen. Anhand des Verbrennungsbildes kann man eventuell sehen ob es einen einzelnen Zylinder betrifft oder ob alle gleich schlecht laufen.
Somit weiß man zumindest schonmal ob ich das Problem an Bauteilen eines Zylinder suchen muss oder ob es sich um ein Problem handelt was alle betrifft wie zB. Sensoren der Motorregelung.
Somit lässt sich also eine grobe Richtung eventuell schon durch einen Blick auf die Kerzen vorgeben.
Wenn du das nicht selbst machen willst, frag jemand hier aus dem Forum der das schon gemacht hat und geht da mal zusammen ran. Muss ja nicht sofort gleich die Werkstatt ran.



Gruß Jan

Gepostet mit der Tapatalk Pro APP
 
Kleines Update : Ich habe ja wie gesagt ein wenig Zeitdruck, da demnächst die seit langem geplante Schwarzwald- und Alpentour ansteht, für die ich natürlich ein einwandfrei laufendes Moped brauche. Da habe ich mich kurzerhand entschlossen, meine Dicke gegen eine jüngere einzutauschen (jaja, so sind sie, die Männer um die 50...) Ich habe heute den Tag genutzt und 2 Auserwählte (eine SC58 mit 12000 km und eine SC64 mit 1900 km) näher angesehen und probegefahren. Interessant war bei den Probefahrten, dass ein ähnlicher Effekt bei beiden Maschinen zu beobachten war - bei der anderen SC58 deutlich geringer und bei der SC64 kaum spürbar, aber doch vorhanden, wenn man sensibel darauf achtet - ist halt kein Elektromotor...Der Meister des FHH hatte ja auch schon gesagt, dass die Damen mit zunehmendem Alter und Laufleistung ein wenig zickiger werden. Vielleicht ist das ganze ja auch im normalen Bereich und es ist nichts defekt - ist meine erste CBF. In jedem Fall habe ich mich spontan wenig überraschend für die SC64 entschieden und die alte SC58 geht jetzt demnächst in den Verkauf. Dann muss sich der Käufer sein eigenes Bild machen - schaumermal.

Grüße

Andreas
 
Hallo Andreas,

Glückwunsch zum gebrauchten Neuerwerb.

Um Probleme mit dem Mopped zu umgehen, hat man mindestens zwei Moppeds in der Garage stehen. Oder drei 8-).
 
Ich hatte ja bis vor kurzem zwei - aber nachdem mich meine TRX nach blockiertem Hinterrad bei 215 mit Motorschaden im Ölregen hat stehen lassen, war ich erstmal allein. Und nun auch noch das, das ging ja nun wirklich nicht...
 
Noch ein Update...Gestern spätnachmittags bei feinstem trockenem Sommerwetter war von den beschriebenen Problemen fast nichts mehr zu merken. Seltsam. Wie 1980 bei meinem Malaguti Mofa - die Scheiß Magneti Marelli Zündung mochte damals partout kein feuchtes Wetter.

Spricht ja aber letztlich wohl für die Theorie mit den Kerzensteckern, oder?

Grüße

Andreas
 
Spricht ja aber letztlich wohl für die Theorie mit den Kerzensteckern, oder?

Hm...
Guck mal wo die Kerzenstecker sind. Wenn ich so drüber nachdenke, welche normale Betriebstemperatur an dieser Stelle herrscht, kann ich mir nicht recht vorstellen, dass in paar Grad mehr oder weniger, ein paar % an Luftfeuchtigkeit mehr oder weniger, über Funktion oder Nichtfunktion entscheiden können. Ich würde eher erwarten, dass so ein Kerzenstecker von der Umwelt so gut wie nichts mitbekommt. Zumindest nicht der Teil, der im Loch steckt, für ein angescheuertes Hochspannungskabel sieht das natürlich völlig anders aus. Aber das sieht man ja auch gleich wenn man mal genau hinguckt.

Vielleicht ist es ein Sensor, vielleicht die Lambda-Sonde. Ich weiß leider auch nicht, wie tiefgehend die Eigendiagnosemöglichkeit des Steuergeräts bzgl. der Plausibilität der Sensorsignale zueinander so ist. Jedenfalls merkt das Steuergerät, wenn man "vergisst", den MAP-Sensor anzuschließen :08 - boahey::frech4::Konfus2:

Aber was es sonst so prüft/merkt... Keine Ahnung. Wenn es keine Fehlereinträgt gibt, ist es halt schwierig. Man kann sich die Sensorsignale zwar alle schön ansehen, aber ob sie vernünftig sind, weiß man eigentlich nicht, es sei denn, man hat viel Erfahrung (Ausbildung) oder ein Vergleichsfahrzeug. Vom FHH sollte man diese Expertise eigentlich erwarten können, aber... :frech4:

:Froehlich3:
 
Na ja, so weit war der FHH ja noch nicht...Der Meister hat nur eine kleine Runde gedreht und konnte den Fehler nicht nachvollziehen. Am Prüfstand hatte er sie noch nicht. Ich werde mal beobachten, wie es sich so weiterentwickelt. Pressiert ja nicht so, weil die neue, nicht mehr ganz so Dicke ja schon wartet, Dienstag gibt's neue Schuhe und Mittwoch die Ummeldung. Schaumermal. Freue mich schon auf ein fast neues Moped...

Grüße

Andreas
 
Hmmm, heute war ich noch mal mit der Dicken los. Wie bei der letzten kleinen Tour war jetzt wieder vom Problem nichts mehr zu merken, wieder sonniges und trockenes Wetter. Dazu bei wirklich flotter Fahrweise unter 4 Liter verbraucht - habe ich noch nie gehabt. Alles sehr, sehr merkwürdig.

Grüße

Andreas
 
Hallo zusammen,

der letzte Eintrag ist zwar bereits ein Jahr alt, aber das Problem ist bei mir aktuell.

Egal bei welcher Drehzahl, das Konstantfahrruckeln ist immer präsent - je niedriger die Drehzahl, desto stärker das Ruckeln. Gasannahme ist ohne Fehl und Tadel. Der Leerlauf ist stabil, wird aber ab und zu von spür- und hörbaren Rucklern (Aussetzer will ich sie nicht nennen, da bei diesen Rucklern die Leerlaufdrehzahl nicht abfällt).

Wo kann ich bzw. die Werkstatt mit der Fehlersuche ansetzen? Zündung (Kabel, Kerzen), dann Einspritzung? Könnte der Fehlerspeicher beim Auslesen einen Fehler im Zünd- und / oder Einspritzsystem (eindeutig) identifizieren? Oder werden nur allgemeine Fehlermeldungen angezeigt, die einer tiefergehenden Untersuchung bedürfen?
 
Bei gefühlt/gehört ungleichmäßigem Leerlauf mal die Kupplung ziehen und gezogen halten. Wenn's dann besser wird ist nur das Rappeln von der Kupplung - ab 50tkm war Rappeln bei mir auffällig und lies mich zuerst schwere Lagerschäden befürchten - bis ich dann gemerkt habe, dass das mit gezogener Kupplung weg ist.
Wenn bei niedrigen Drehzahlen keine saubere Konstantfahrt mehr geht, ist eine Kette mit >15tkm immer eine Überlegung wert. Zuviel Spiel lässt sich korrigieren, wenn's dadurch nicht besser wird, macht man sie neu. Hat bei mir immer geholfen.
 
Da das ja mindestens 50tkm (von etwa 50 bis über 100) nicht viel schlimmer wurde und zudem keinerlei Beeinträchtigung beim Fahren mit sich brachte, ist das ja unkritisch. Ein neuer Kupplungskorb und neue Kupplungsscheiben täten sicherlich dem Akustikästheten beim Liebhaben helfen... kostet dann auch nicht viel mehr als die Lima, die man ja eh regelmäßig macht...

Das Thema "Kupplungsrappeln" hab ich übrigens hier vor Jahren mal aus dem Forum als Anregung mitgenommen - ist also nicht nur ein Problemchen der 600er, sondern scheint schon mindestens einmal bei einer CBF aufgetreten zu sein, bevor meine Ex diese Eigenart entwickelt hat.
Ich war froh, dass es die Kupplung war, weil mein erster Gedanke wirklich besorgniserregend in Richtung Pleuellager ging...
 
Ja, das macht nichts, ich war am Anfang nur etwas erschrocken, weil ich dachte, ich hätte was falsch zusammen gebaut. Interessanterweise hört mal es eigentlich nicht, man spürt es als Vibration im Hinterteil. Aber als es dann bei gezogener Kupplung weg war, war ich beruhigt. :frech4:

:Froehlich3:
 
@ZAM: Wohl wissend, das wir hier annähernd off-topic zu werden drohen: irgendwelche Verschleißmarker am Kupplungskorb sind Dir aber nicht aufgefallen, oder doch? (ich geb zu, dass ich jetzt zu faul bin, die ganzen Videos zu durchstöbern um was zu sehen, was Du im Detail garnicht beachtet/aufgezeichnet hast)

@shredder: sachma bei Gelegenheit ob dieser ungleichmäßige Leerlauf bei Dir "weggeht" wenn Du die Kupplung ziehst.
 
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