Lenkkopflager gewechselt

200d

Member
Hallo Zusammen,

nach 46tkm habe ich gestern das Lenkkopflager an meiner SC58 gewechselt.
Grund waren spürbare Rastpunkte bei freiem Vorderrad. Während der Fahrt habe ich nichts gespürt.
Es stand eh der Gabelservice an, 25tkm seit letztem Mal, und schlechtes Wetter hatten wir auch.
Ich war überrascht wie stark verschlissen das Lager war. Vor allem das obere.
Eingebaut habe ich jetzt ein Kegelrollenlager von All Balls.

Außenring LKL oben:
LKL_Außenring_oben.jpg

Außenring LKL unten:
LKL_Außenring_unten.jpg

Während der OP:
LKL_CBF_zerlegt.jpg


Gruß
Arne
 
P9130021.jpgP9130018.jpg
Das Lenkkopflager muss mit 28 Nm vorgespannt werden, das passende Werkzeug dazu ist Marke Eigenbau
 
Doch! Aber es muss nicht zwingend gekauft sein. Denn spezial ist das doch auch. :Froehlich1:

Werd ich mir mal abkupfern, dann hat das "nach Gefühl anziehen" ein Ende. :Froehlich2:
 
Hallo,

soweit ich weiß gilt das Anzugsmoment aus dem Werkstatthandbuch für das originale Kugellager und nicht das Kegelrollenlager.

Ich habe übrigens auch ein "sehr spezielles" Werkzeug verwendet. Zum Austreiben des Außenringes des unteren Lagers habe ich das gebastelt:
LKL_Werkzeug.jpg

Eine Unterlegscheibe versetzt an ein Rohr geschweißt. Nicht schön aber funktioniert.
Ich sehe gerade, dass der Autofokus den Fußboden interessanter fand als mein Werkzeug aber ich denke ihr wisst was ich meine.

Gruß
Arne
 
Nicht schlecht! Darf ich fragen bei was man beim Kauf eines (Kegelrollen)-Lagers beachten muss? Wie hast du die Kriterien herausgefinden, nach denen du das Kegelrollenlager bestellt hast?

Grundsätzlich sind mir Begriffe und Dinge beim Motorrad schon geläufig, aber mit Lagern habe ich mich noch nie so viel beschäftigt.
 
Ich schraube ja auch ganz gerne und als ich meine neuen Gabelfedern eingebaut habe sah das in der Garage ähnlich aus. Aber ans Lenkkopflager würde ich mich auch mit Martins Videos nicht heranmachen.
Deshalb habe ich heuer den Wechsel des Lenkkopflagers in der Werkstatt machen lassen. War gar nicht so teuer. Wenn ich die sonstigen Arbeiten mal gedanklich und mit meiner Zeiteinschätzung abziehe, dann bleiben da fürs Lenkkopflager vielleicht 120 - 150 Euro.
 
Ich schraube ja auch ganz gerne und als ich meine neuen Gabelfedern eingebaut habe sah das in der Garage ähnlich aus. Aber ans Lenkkopflager würde ich mich auch mit Martins Videos nicht heranmachen.
Deshalb habe ich heuer den Wechsel des Lenkkopflagers in der Werkstatt machen lassen. War gar nicht so teuer. Wenn ich die sonstigen Arbeiten mal gedanklich und mit meiner Zeiteinschätzung abziehe, dann bleiben da fürs Lenkkopflager vielleicht 120 - 150 Euro.

Hallo, das habe ich schon mehrfach gemacht und es ist wirklich kein Hexenwerk!
Übrigens, wird das Kegelrollenlager nur gut Handfest angezogen, dafür benötigt man keinen Drehmomentschlüssel.
Gruß Gerd
 

Anhänge

  • IMG_20200802_210027.jpg
    IMG_20200802_210027.jpg
    222 KB · Aufrufe: 55
  • IMG_20200715_191858.jpg
    IMG_20200715_191858.jpg
    120,2 KB · Aufrufe: 62
Hallo Zusammen,
[…]
Es stand eh der Gabelservice an, 25tkm seit letztem Mal, […]


:respect: fuer diese Arbeit.

Was genau heisst denn "Gabelservice"? Ist die nicht mehr oder weniger Wartungsfrei? Sorry fuer die vermeintlich bloede Frage. Ich habe zwar ein Werkstatthandbuch gekauft, bei diesem Kapitel war ich aber scheinbar noch nicht. :lachen2:

Gibts denn Erfahrungswerte darueber, wann der Lenkkopflagerwechsel bei der CBF ungefaehr faellig wird? Ich weiss, das kommt auch auf die Fahrweise an, aber kann ja sein, dass man das halbwegs pauschalisieren kann.

Gruesse an alle.
 
Was genau heisst denn "Gabelservice"? Ist die nicht mehr oder weniger Wartungsfrei? Sorry fuer die vermeintlich bloede Frage.

In den Gabelholmen ist Öl und das "verbraucht" sich. Es verschmutzt auch durch Abrieb. Die Gründe sind nicht so unterschiedlich zu denen, warum man Motoröl wechselt. Wenn Du ein paar Gebelservice sehen möchtest, dann schau mal >>hier<< rein.




Gibts denn Erfahrungswerte darueber, wann der Lenkkopflagerwechsel bei der CBF ungefaehr faellig wird?

Dann schau mal >>hier<< rein...

Zusammenfassend:
Manche LKL sind nach 30T fertig, manche halten 100T. Die Wahrheit liegt dazwischen.

:Froehlich3:
 
Hallo, mal als Zwischenwert bei meiner SC 64 : Bei 108 000 ist nichts zu merken, weder Gabel noch Lenkkopf.

Gruß Dieter
 
Oha, also danke für die Rückmeldungen. Mal ganz verschiedene Aussagen. Dass ein Öl verschleißt und durch mechanische Kräfte langkettige Moleküle aufgespalten werden, ist klar. Ich schätze, das ist so eine Frage wie die nach dem Getriebeölwechsel beim Auto. Manche schwören drauf, andere fahren 300t km ohne (bezogen auf Handschalter, die ab Werk laut Hersteller ja mit "Lifetime" Füllungen ausgestattet sind).
Dass ein Lenkkopflager aber je nach Fahrweise irgendwann einfach durch ist, ist ja auch eigentlich logisch.
 
Die Gabel der CBF ist ja leider nicht einstellbar sonst könntest du ganz einfach "messen" wie das Öl verschleißt. Wenn ich an meinem Rennstreckenmoped die Dämpfung einstelle merke ich sehr wohl wie ich langsam die Dämpfung ändern muss um das gleiche verhalten zu erreichen. Und das dauert weder 100 Tkm noch 10 Jahre. Alle 2-3 Jahre sollte man das bei einem Landstraßenmoped schon machen. Rennstrecke mache ich einmal im Jahr.
 
Die Gabel der CBF ist ja leider nicht einstellbar sonst könntest du ganz einfach "messen" wie das Öl verschleißt. Wenn ich an meinem Rennstreckenmoped die Dämpfung einstelle merke ich sehr wohl wie ich langsam die Dämpfung ändern muss um das gleiche verhalten zu erreichen. Und das dauert weder 100 Tkm noch 10 Jahre. Alle 2-3 Jahre sollte man das bei einem Landstraßenmoped schon machen. Rennstrecke mache ich einmal im Jahr.


Nebenbei bemerkt:
Im professionellen Betrieb (Wettbewerbe, sei es Gelände oder Rundkurs) wird der Gabel/Dämpferservice nach Betriebsstunden getaktet und der "Taktschlag" ist keineswegs 2-stellig. Schon daran erkennt man, da passiert ordentlich was unterm Rock der Fahrwerkselemente. Das gilt natürlich auch für unsere "normal" genutzten Motorräder im öffentlichen Straßenverkehr. Natürlich zählen wir keine Betriebsstunden sondern eher km, aber aber ab und zu bzw. regelmäßig mal was machen ist schon angezeigt.
Die Veränderungen sind halt schleichend und daher kaum wahrnehmbar, man gewöhnt sich dran. Wie viel besser es mal gewesen ist, erkennt man nach dem Service, weil die Änderung (Verbesserung) dann plötzlich passiert. Man bekommt also durchaus einen WOW-Effekt für das investierte Geld (oder die Arbeit). Das gilt sowohl für die Feder/Dämpfungselemente als auch für die Lager (im Vordergrund das LKL). Und mit Verkehrssicherheit hat es natürlich auch was zu Tun, nicht nur mit Fahrspaß.
Also, Mädels, ran an'n Speck... :001:

:Froehlich3:
 
Hallo Zusammen,

ich habe den ersten Gabelservice bei 21tkm gemacht und war überrascht, wieviel glänzender Abrieb da im Öl schwamm.
Den zweiten Gabelservice dann wie beschrieben bei 46tkm zusammen mit dem Lenkkopflager. Wieder sehr viel glänzender Abrieb im Öl.
Geschadet hat der Ölwechsel also sicher nicht.
Eine Änderung des Fahrverhaltens durch Dämpferservice und Lenkkopflagertausch konnte ich nicht feststellen. Lediglich das "shimmy" ist weniger geworden.
Vielleicht bin ich einfach zu unsensibel? Egal, das gute Gewissen alles frisch zu haben ist es mir wert. Und wie auf den Fotos zu sehen war das LKL ferig.

Gruß
Arne
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,
hat jemand eine Idee von welchen Bauteilen der Abrieb herkommt? Ensteht dann ein dort erhöhtes Spiel welches dann auch mal korrigiert werden muss? Die Gleitbuchsen können es ja eigentlich nicht sein.....
 
Zurück
Oben Unten