Generalüberholung CBF1000

Tron

Member
Moin alle,

seit langer Zeit habe ich mal wieder Zeit meiner alten CBF1000 eine Generalüberholung zu spendieren. Nach einem Jahr Standzeit im Freien und weiteren 2 Jahren Strassenköterdasein wird es wirklich Zeit.

Ich habe vier Problemchen, vielleicht kann mir hier jemand weiter helfen:

1. Dei Ritzelkastenabdeckung ist neben den Schräubchen auch noch mit zwei Metalstiften versehen. Die beiden Metalstifte sind total verranzt (=verrostet, festgerostet) und ich bekomme sie nicht mehr raus, ohne Gewalt anzuwenden. Kann man die Stifte ausbohren oder gibt es hier eine andere Methode? Kann man die Stift irgendwo nachkaufen (nicht unbedingt im Honda-Originalzubehör)?

2. Mein Federbein ist ist teils sehr angefriffen und angerostet. Kann man dieses irgendwo aufarbeiten lassen oder lohnt sich der Aufwand eher nicht und es ist besser ein neues (Wilbers) zu kaufen?

3. Ich sollte mir doch langsam mal ein Werkstatthandbuch zulegen. Weiß jemand, ob dies online verfügbar ist?

Danke im Voraus! Marc
 
Yo, Rostlöser und Co sind drauf, vorsichtig angeschlagen (mit dem Gummihammer) und mit Zangen probiert. Leider ohne Erfolg, nur verbogen hat es die Teile etwas. Werde es mal heiß machen und auf unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten hoffen ;-)

Danke für die Tipps zum Werkstatthandbuch!


https://www.my-bikeshop.de/index.php/fzg/c14251_Werkstatthandbuch.html
Da gibt's das WHB relativ günstig.

Den festgegammelten Bolzen würde ich auch mit WD 40 zu Leibe rücken, immer wieder mal einsprühen, wirken lassen und hier und da mit ner Zange vorsichtig drehen und gleichzeitig ziehen und mit nem Kunststoffhammer VORSICHTIG drauf hauen.
Gruß Gerd


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Die Passstifte wirst Du nicht raus bekommen, ohne sie zu zerstören. Mit einer Gripzange (Feststellzange) spannen und daran irgendwie eine Abzieher oder Gleithammer-Konstuktion ansetzen und dann neue kaufen. Passstifte gibt es "überall", musst nicht original Honda nehmen, brauchst nur die Abmessungen. Man kann die Passstifte auch einfach drin lassen (nicht schön) und mit einem Dremel/Drahtbürste so gut es geht reinigen. Da Du den Deckel ja ab bekommen hast, bekommst Du ihn auch wieder drauf. Dafür muss man sich allerdings vorher entscheiden, denn wenn sie erst mal verbogen sind, "war es das". :frech4:

Federbein restaurieren, kann man machen, habe ich auch schon ein paar mal gemacht. Geht gut, Video:

https://www.zamschannel.de/videos/n...000-bluelady-teil-8-federbein-und-umlenkung-2


Wenn die km-Leistung entsprechend ist und Du vor hast, sie noch lange Zeit zu fahren, dann würde ich über einen Austausch (Wilbers) nachdenken. Vielleicht auch gleich die Gabelfedern. Hier zu sehen: :Froehlich1:

https://www.zamschannel.de/videos/nach-motorrad/cbf1000/cbf1000-sc58-gabelfederwechsel-auf-wilbers


Zum Punkt 3:
Ich weiß, dass und wo es online verfügbar ist, aber es wird nicht gerne gesehen,
wenn man das hier postet. Schließlich ist es ein "copyright" geschütztes Dokument,
welches normalerweise für viel Geld verkauft wird. Also schreibe mir bitte eine Email.

PN
 
Gelöst: Die Stifte sind raus, das war ohne eine Zerstörung selbiger nicht machbar. Mit einer Gripzange die Stifte vorn zugebogen und von der Deckelinnenseite mit einem passenden Schraubendreher ausgetrieben. Zuvor mit Rostlöser behandelt. Danke für die vielen Tipps!!
 
Originalfederbein hätte ich noch rumliegen. Habe es nach 3000km gegen eines von Wilbers getauscht.
 
Kurze Zwischenmitteilung, ein paar Informationen und noch zwei Fragen:

Es war/ ist ganz schön viel kaputt. Insbesondere die Lager haben sehr gelitten. Mag daran liegen, dass das Bike ca 10 Monate im Winter draußen warten musste (bis die Garage fertig war). :-(

Jedenfalls waren folgende Lager total verrostet (inkl Hülsen und Achsen): Schwingenlager - Nadellager und beide Kugellager, Umlenkung - die kleinen Nadellager, Hinterrad alle drei völlig verrostet. Vorn seltsamerweise alles in Ordnung und noch gut gefettet.

Den Stoßdämpfer habe ich halbwegs restauriert und werde diesen nächstes Jahr gegen einen Wilbers ersetzten.

Jetzt meine Fragen an die Gemeinschaft: Das Antriebsritzel ist auf einer Seite "angeschliffen" (siehe Anhang), Kette sieht noch sehr gut aus, Kettenrad hat auch leichte Spuren auf der Innenseite. Ist das noch akzeptable oder würdet ihr besser zu einem Wechsel raten?

Wie bekomme ich die kleinen Nadellager (KOYO 17x24x17) aus der Umlenkung raus? So fest können die doch gar nicht drin sein, oder? Mein Abzieher ist schon verformt und zuviel Kraft will ich auf den Aluminiumkörper auch nicht aufbringen. WD40 etc alles schon probiert.

Vielen Dank an alle!
 

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Angeschliffene Antriebsritzel sind recht normal, kannst einfach zu Ende fahren, bis Du den Kettensatz komplett tauschst. So lange hält das noch.

Die Nadellager kannst mit genau passender Nuss im Schraubstock auspressen. Also eine Nuss die genau auf das Lager passt und eine größere als Gegenlager, wo das Nadellager dann rein "fallen" kann. Wenn Du weißt was ich meine.... :frech4:
 
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