Erste-Hilfe-Kurs - Schwerpunkt Motorradfahrer

sommerwind

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Am Samstag, 10.12.2016, 9-16 Uhr, findet in München ein Erste-Hilfe-Kurs,
Schwerpunkt Motorradfahrer statt.
Sollte jemand aus der Gegend Interesse haben,
kann er / sie mich anschreiben.
Anmeldeschluss ist 3. Dezember.
Preis 45 Euro incl. Getränke und Mittagessen.
Der Unterricht findet in den Räumen einer Fahrschule statt.
Ich nehme Teil, da ich das Thema wichtig finde.
 
Klasse Idee und auch sehr wichtig! Hab gerade auch den Ersthelfer-Kurs wiederholt !
Allen einen schönen 1. Advent
 
Erste-Hilfe-Kurse sind wichtig und nicht nur auf dem Papier (gut zum Nachlesen).
Handgriffe und Situationen üben geben Sicherheit im Ernstfall.
Mache jedes Jahr einen Kurs und letztendlich habe ich schon
2x in den letzten Jahren Unfallsituationen gehabt, wo Hilfe gebraucht wurde.
Verblüffend, wie ruhig man in einer schwierigen Situation bleibt.
 
Bei unserem Anbieter für Fahrsicherheitstrainings war die Hilfe bei Unfällen Bestandteil der Kurse.
Besonderen Wert legten die Instruktoren auch auf das richtige Abnehmen des Helms bei einem Verunfallten.

Ich war danach auch schon einmal in einer Situation, wo ich einer verunfallten Motorradfahrerin helfen konnte.
Da bewährte sich auch, andere Unbeteiligte direkt anzusprechen bei der Aktion zu helfen, so wie es uns die Instruktoren beigebracht hatten.
Die ersten die bei der Frau waren trauten sich nicht, ihr den Helm abzunehmen.
Als ich dazu kam habe ich meinen Mut zusammengefasst und angefangen. Hab direkt einen Mann angesprochen den Nacken der Frau zu unterstützen, als ich ihr vorsichtig den Helm abnahm.
Zum Glück hatte sie einen Klapphelm auf.
Sie war zudem ansprechbar, konnte also sagen wenn es ihr weh tut.

Das hat aber erstaunlich gut geklappt.
Nach meiner Frage, ob jemand ein kleines Kissen im Auto habe, um den Kopf der Frau darauf zu betten, düste eine pfiffige Frau los und holte aus ihrem Auto vom Einkauf eine Haushaltsrolle.
Die drückten wir flach und legten den Kopf der Verunfallten da drauf.
Schnell kam dann auch jemand mit einer Decke!
Und wenig später kamen die Polizei und ein Rettungswagen.
Die ganze Aktion verlief wirklich Klasse.

Ich war erstaunt wie gut ich das mal Gelernte abspulen konnte, und wie ruhig ich dabei blieb!
Erst als die Sanitäter übernommen hatten merkte ich meine eigene Aufregung.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@Jürgen Klammer: alles richtig gemacht.
Viele trauen sich nicht zu helfen, haben Angst etwas verkehrt zu machen oder sie stehen vor Schreck versteinert herum.
Diese Leute kann man nur gezielt einspannen.

Ich bekomme für meine Ersttätigkeit alle zwei Jahre einen Kurs von meinem Arbeitgeber spendiert - da ich in unserem Gebäude Ersthelfer bin.
Für meine Zweittätigkeit als Tourguide ist es ein Muss, dass ich regelmäßig auffrische.

Einmal gab es einen schweren Unfall in der Gruppe (Rumänien) - der zum Glück glimpflich ausgegangen ist.
Motorrad blieb in Rumänien, Bekannter wurde nach Hause geflogen und dort operiert und versorgt.

Einmal kam ich als Erste an eine Unfallstelle (Bulgarien), vor mir hob ein entgegenkommendes Fahrzeug ab, schleuderte durch die Luft, schlug in ein Feld auf.
Mein Mann dachte erst, das Feld wird gepflügt, bekam zunächst die Situation gar nicht mit, da er einen großen Abstand zu mir hatte.
Das Fahrzeug war leer, lag auf dem Kopf. Den jungen Mann mussten wir suchen. Er war nicht angeschnallt gewesen, lag ein ganzes Stück entfernt vom Auto.
Er war zu schnell ist aufs Bankett gekommen und hat abgehoben und sich mehrfach überschlagen.
Es kamen ein Paar hinzu und die riefen den Krankenwagen. Wir machten die Erstversorgung.
Im Schock wollte der junge Mann davon laufen, was aber nicht ging - da offensichtlich Knochenbrücke vorhanden waren.
Blut lief zudem aus Augen, Mund und Nase. Die Verletzungen schienen schwer.
Ich habe mir nur gewünscht, dass er nicht in meinem Beisein stirbt.
22 Minuten warteten wir auf den Krankenwagen - eine Ewigkeit, wenn man merkt das Puls und Atmung flacher werden.
Die Gegend war einsamen, schneller ging es einfach nicht.
Kopf stützen mit einer Jacke, stabile Seitenlage, dass das Blut abfließen kann und er nicht daran erstickt.
Anfangs war er noch ansprechbar, nach ca. 10 Minuten nicht mehr, Puls fühlen und Atmung beobachten.
Ob er überlebt hat, das habe ich nie erfahren und es hat lange gedauert, bis ich damit abschließen konnte.
Erst nachdem er abtransportiert war und ich wieder am Motorrad stand habe ich endlos gefroren und gezittert -
es war ein sehr heißer Sommertag.
Ich glaube, es ist ein Schutzreflex, dass man in solch einer Situation ruhig bleibt.
Habe dann selber eine halbe Stunde gewartet bis ich weiterfahren konnte - dann ging es wieder.
 
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