Hallo zusammen
Leider springt meine CBF1000A das allererste Mal nicht mehr an. Es ist eine Lithium Batterie von Shido verbaut, sie zeigte 3 LEDs an beim Test. Hatte aber bei kalten Temperaturen immer etwas Startschwierigkeiten (sprang trotzdem meistens beim 1. Versuch an).
Nun geht nichts mehr. Standzeit war ca 4 Wochen. Nach ein paar Versuchen ist die Batterie jeweils leer, es leuchtet nur noch eine LED. Hab die Batterie ausgebaut und geladen. Über Nacht im beheizten Raum gelassen. Nach Einbau leider wieder das gleiche.
Ich bin kein Technikexperte, aber ich meinte dass der Anlasser dreht.
Hab hier den Trick mit 2x den Gashahn langsam auf und zudrehen gelesen, hat nichts genützt. Die Batterie ist von Ende 2020. Sollte ja starten, wenn die Batterie voll geladen ist. Was könnte ich noch tun? Komme so auch gar nicht zur Werkstatt.
Nachtrag:
Hatte auch noch ein Startbooster angehängt, startete dabei auch nicht. Weiss aber nicht ob der Booster noch was taugt, ist auch schon älter. Zeigte nach dem Starten aber immer noch an dass der Akku voll sei.
LG Chris
Bitte die LED Anzeigen an den LiFePO4 Akkus immer ignorieren. Die Akkus haben eine so flache Entladekurve, dass diese Anzeigen rein technisch schon nichts vernünftiges Anzeigen können. Ein randvoller LiFePO4 hat ~3,6 V pro Zelle. Das fällt sehr schnell auf ~3,3 V pro Zelle ab und bleibt da bis kurz vor Schluss.
Wenn der Akku also ohne Belastung also grob 13,2 V anzeigt, kann das Ding 90% voll sein oder nur noch 10% Restkapazität haben. Da hilft ein Multimeter schon nur begrenzt, drei LEDs helfen quasi überhaupt nichts. (wenn sie überhaupt nicht leuchten sagt es natürlich was aus)
Wie wurde der Akku geladen? Kannst du sagen ob wirklich Energie in den Akku geflossen ist?
Klingt für mich nach einer defekten Zelle. Sieht im Leerlauf normal aus und hält die Spannung eine ganze Weile, lässt sich aber nicht mehr laden und bricht beim entladen sofort ein.
Ich würde auch mal die Autobatterie zu Hilfe nehmen.
Lithiumbatterien müssen erst "wach" werden, um ihre volle Leistung zu entfalten. Das bedeutet, dass ihr eure Batterie am besten durch Anschalten eines Verbrauchers (z.B. Zündung) sanft "aufwecken" solltet. Die Spannung liegt im Ruhezustand nämlich deutlich unter 12 V und springt dann nach wenigen Sekunden mit einem Verbraucher auf ihre vollen 12,5 V. Erst dann solltet ihr euer Motorrad starten. Wer eine eingebaute Spannungsanzeige besitzt, der kann das Phänomen sogar beobachten.
Die Batterien reagieren auf langfristige Temperaturen unter dem Gefrierpunkt durchaus empfindlich.
Oha. Das würde ich so nicht schreiben. Insbesondere die Spannungen wären (am Akku) nicht gesund.
Halbwegs korrekt wäre: Der Innenwiderstand einer LiFePO4 Zelle schwankt deutlich mehr mit der Temperatur als bei Bleiakkus. Bedeutet, dass wenn der Akku kalt ist einfach nicht so viel Strom geliefert werden kann. Das kann dann bei falscher Dimensionierung und kalten Temperaturen nicht zum starten reichen. Dann kann man tatsächlich Wärme im Akku erzeugen indem man zum Beispiel das Licht anmacht oder einen kurzen Startversuch unternimmt. Durch die Erwärmung der Zelle sinkt dann der Innenwiderstand und man kann erfolgreich starten.
Generell gilt, dass ein LiFePO4 an den Polen und im Leerlauf schon deutlich über 12 Volt liefern sollte. Die Temperatur ist dabei egal, da sich ja nur der Innenwiderstand ändert und solange man keinen Strom zieht, der keinen Einfluss hat.
An der Spannungsanzeige am Moped kann es sich natürlich etwas anders darstellen, da die ja erstens nur angeht wenn die Zündung an ist und damit ja schon Verbraucher wie Licht und Benzinpumpe laufen und zweitens auch immer zu klären ist ob über die Messleitung ein Strom fließt wie bei der klassischen Kombo USB Lader + Spannungsanzeige oder wenn man die Spannung irgendwo vorne an der Lampe und nicht direkt an den Klemmen abgegriffen hat.
Sehr langer Rede, sehr kurzer Sinn:
Akku komplett ohne Last gemessen sollte an den Klemmen mindestens 13 Volt haben um ihn ansatzweise als "voll" bezeichnen zu können.
Kleiner Exkurs aus meiner Garage: Die Aprilia hat ab Werk einen LiFePO4 mit so einer tollen LED Anzeige. Habe ich letzte Woche ausgebaut und mit heim zum laden genommen. Die Anzeige hat sogar 5 Balken und alle 5 haben geleuchtet. Leerlaufspannung war auch bei guten 13 Volt. Ran an den Modellbaulader und, Wunder oh Wunder, es gingen gemessen über 2 Ah rein und das Ding hat nur 4 Ah, sprich es war halb leer. Ich habe fertig
