Eigenwilliges Schaltverhalten, was könnte es sein?

gregor1990

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Sehr geehrter Forum,

nun bin ich ja schon einige Zeit cbf 1000 Besitzer und sehr zufrieden.
Leider mag das Motorrad den Tüv nicht,
es wurden die Bremsbeläge bemängelt.(heute behoben und neue Brembo Beläge verbaut, und einmal Bremssattelpflege betrieben)
Das ist aber nicht das Problem.
Das eigentliche ist folgendes, auf dem Weg zur Prüfstelle traten die Probleme auf, die es vorher nicht gab.
Es ließen sich nur der 1. bis 4. Gang normal schalten, ab dem 4. bis zum 6. klemmte der Schalthebel und kehrte nicht in die Ausgangslage zurück. 4-1 ging ohne Probleme.
Da der Prüfer die Beläge bemängelte fuhr ich mit dem Problem wieder nach Hause und überlege was es sein könnte
Am nächsten Tag unternahm ich einen Fahrversuch, das Problem besteht weiterhin. Also abgestellt und überlegt.

Nächsten Tag kam leider die Steigerung.
Bei eingelegtem Gang und gezogener Kupplung lässt sich das Rad nicht mehr drehen, im Neutral aber schon.

Könnt ihr mir helfen?
Folgendes wurde schon überprüft:
Kupplungsdruckstange wurde gereinigt
Schalthebel und Umlenkungen sind leichtgängig und gefettet.
Betätigung am Lenker leichtgängig.

Sollte es etwa die Kupplung im Stand zerlegt haben?

Ich sage schon mal vielen Dank und schöne Pfingsten
 
Noch ein Nachtrag,
beim jetzigen Zustand klemmt der Schalthebel beim Hoch/Runtterschalten und Sprint nicht alleine zurück
 
Dass sich das Rad (von Hand, nehme ich an) im Gang nicht oder nur extrem schwer drehen lässt, zumal mit kaltem Motor, ist normal.
 
Kenne ich von der Buell wenn man "falsches" Öl ins Getriebe kippt. Da klebt die Kupplung dann irgendwann und es zeigen sich exakt deine Symptome. Erst schlechtes schalten, dann garnix mehr.

Hast du vielleicht in letzter Zeit Öl gewechselt und welches ist drin?
 
Dass sich das Rad (von Hand, nehme ich an) im Gang nicht oder nur extrem schwer drehen lässt, zumal mit kaltem Motor, ist normal.
Okay, aber mit gezogener Kupplung sollte es doch eigentlich gehen. Oder habe ich gerade einen Denkfehler?
Kenne ich von der Buell wenn man "falsches" Öl ins Getriebe kippt. Da klebt die Kupplung dann irgendwann und es zeigen sich exakt deine Symptome. Erst schlechtes schalten, dann garnix mehr.

Hast du vielleicht in letzter Zeit Öl gewechselt und welches ist drin?
Ich selber habe in der Zeit keinen Öl wechsel gemacht, idef machen lassen.
Somit kann das Öl denke ich, ausgeschlossen werden
 
Füllstand des Öls passt auch? Sehr viel Öl erschwert bei mir das Schalten aber längst nicht so, wie von dir beschrieben.
 
Bremsflüssigkeit am Kupplungshebel geprüft?
Zu wenig davon und die Kupplung trennt nicht mehr richtig.
 
Haztte ich auch schon überlegt, aber dann würde der Schalthebel nicht in der ausgelenkten Position verharren. Ich tippe auf einen Defekt im Getriebe. Empfehlenswerte Videos zum Thema gibt's (wie immer) hier:


Das mit der gezogenen Kupplung: Es gilt, ein gewisses Losbrechmoment zu überwinden, denn auch mit gezogener Kupplung trennen die Scheiben ja nicht hundertprozentig. Und das wird von Hand schwer zu machen sein. Ich kann das aber gleich mal testen, wenn ich die Dose aus der Garage gefahren habe. Vielleicht trügt mich meine Erinnerung ja.
 
So, mein Gedächtnis ist auch nicht mehr das, was es sowieso nie war...

Das Rad lässt sich mit eingelegtem Gang und gezogener Kupplung nach ein wenig Losbrechmoment erstaunlich leicht durchdrehen.
 
Guten Abend zusammen,
habe meine Hausaufgaben erledigt😊
- Motorölstand ist in Ordnung(Schauglas komplett gefüllt)
- Ölstand der Kupplung (3/4 voll, Dichtung und Belüftungsschlitze sauber)
-Quickshifter ist mir nicht bekannt ob einer verbaut wurde, Verkäufer sagt auch nein
Das Rad lässt sich mit eingelegtem Gang UND gezogener Kupplung nicht drehen. Aus diesem Grund habe ich erstmal auf das Starten und dem Einlegen eines Ganges verzichtet.
Wie äußert sich denn Luft in der Kupplung?

Wegen der Rückholfeder wird morgen geschaut, ist doch der Deckel oberhalb vom Ritzel?
 
Bei meiner war beim Kauf mehr ne Paste als Bremsflüssigkeit im Kupplungssystem. Wartungsstau vom Übelsten. Die Kupplung hat kaum noch getrennt und kam auf den ersten paar Millimetern. Allerdings passt diese Symptomatik nicht ansatzweise zu Deinem in Positionen verharrenden Schalthebel. Vielleicht kommen hier zwei Fehler zusammen...?
 
Ich muss jetzt fairer Weise dazusagen, dass die ,,Kupplungsflüssigkeit" auch schon mehr wie Honig aussieht.
Daher steht das auch auf meiner Dringlichkeitsliste.
In wie, dabei ein Zusammenhang besteht, kann ich aber nicht sagen.
 

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Ja, das fürchte ich leider auch.
Habe mir schon mal ein wenig Arbeitsmaterial gekauft.
Bremsflüssigkeit, Motoröl und Filter und der Gleichen.
Einmal einen Service bitte.
Habe mir nochmal die alten Rechnungen vor Vorbesitzer zur Hand genommen. Vor einem Jahr erfolgte Wechsel von Öl( 10w30 wurde befüllt) und Bremsflüssigkeit und Einstellung des Ventilspiels.

Was mir bisher immer noch unklar ist, wieso ließen sich die Gänge 1-4 schalten und 5-6 ,,nicht"

Aber ich hoffe das es mit dem Wechsel der ,,Kupplungsflüssigkeit" getan ist.
Ich denke aber auch das es 2 Ursachen sind. Einmal die Kupplung, und einmal Getriebe.

Vielen Dank noch für den Tipp mit den Videos
 
Habe mir nochmal die alten Rechnungen vor Vorbesitzer zur Hand genommen. Vor einem Jahr erfolgte Wechsel von Öl( 10w30 wurde befüllt) und Bremsflüssigkeit und Einstellung des Ventilspiels.
Das Problem bei einem Service ist, das man der Werkstatt explizit sagen muss das auch die "Bremsflüssigkeit" für die Kupplung mit gewechselt werden soll.
 
Also bevor jetzt hier der komplette Hobel zerlegt und ein neues Getriebe eingebaut wird würde ich persönlich erstmal die Hydraulikflüssigkeit für die Kupplung tauschen und dann einen Ölwechsel mit ordentlichem Motorrad-Öl machen.

Offenbar trennt deine Kupplung nicht mehr bzw. ist vielleicht sogar verklebt. Also erstmal sicherstellen, dass vom Hebel zur Kupplung alles passt und neue Hydraulikflüssigkeit rein.
Wenn das passt Mal den Ölwechsel versuchen und Mal ne Weile testen ob der Hebel sich wieder besser bewegen lässt.
Kostet nicht viel und man muss den Motor nicht öffnen.
Danach würde ich erst den Motor öffnen.

Ich hatte damals einfach billigstes mineralisches Öl ins Getriebe eingefüllt weil ich den Motor nach der Hubraumerweiterung einlaufen lassen musste. Da hab ich dann in ein paar Wochen locker 5 Ölwechsel gemacht. Um Geld zu sparen hab ich in Motor und Getriebe das gleiche Billigöl geschüttet und nach ner Weile ging der Schalthebel wie in Honig, dann die höheren Gänge nicht mehr und irgendwann garnix mehr (also wie bei dir). Frisches, gutes Öl ins Getriebe und kurz darauf war alles wie vorher.
 
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