Optimierte Praktische Fahrerlaubnisprüfung

dachi

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PRAKTISCHE FAHRPRÜFUNG 2021

Ab dem 1. Januar 2021 müssen sich Führerscheinprüflinge auf einige Änderungen vorbereiten. Ab dann gilt bundesweit eine neue Prüfungsordnung mit dem wohlklingenden Namen "Optimierte Praktische Fahrerlaubnisprüfung", kurz OPFEP. Und: Natürlich wird die Prüfung auch teurer.

Die neue Prüfungordnung hat zum Ziel das höhere Unfallrisiko von Fahranfängern vermindern, indem die Fahrprüfung – ob bestanden oder nicht – ein besseres, direktes Feedback für den Fahrschüler zu seinen Stärken und Schwächen ermöglicht. Zur Realisierung haben sich beteiligte Organisationen wie Dekra, TÜV, das Institut für Prävention und Verkehrssicherheit, die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände, Behörden und die Bundesanstalt für Straßenwesen verständigt, die Fahrprüfung standardisiert sowie methodisch und inhaltlich optimiert. Übrigens: Die OPFEP gilt für alle Führerscheinklassen und bringt -wie jede Neuerung – eine satte Erhöhung der Prüfungsgebühren mit sich. Konnte in 2020 noch für gut 118 Euro (16% Mwst.) die praktische Prüfung für die Klasse A ablegt werden, werden 2021 heftige 146 Euro fällig (19% Mwst.). Schnappatmung? Verständlich. Es lohnt sich trotzdem weiterzulesen.

Neue Fahraufgaben, digitale Bewertungen
Neuer Kern der "Optimierte Praktische Fahrerlaubnisprüfung" ist ab 2021 ein Katalog, der die Anforderungen an den Prüfling noch detaillierter beschreibt und Bewertungskriterien durch den Prüfer besser dokumentierbar werden lassen. Also zum Beispiel, wie verhält sich der Prüfling im Kreisverkehr, wechselt er die Spur auf einer Autobahn korrekt oder beachtet er alle Sicherheitsvorgaben beim Abbiegen. Was zuvor vom Prüfer mehr oder weniger individuell auf Papier festgehalten wurden, geschieht nun auf der gleichen Skala, digital, transparent per Punktevergabe und Ampelsystem.

Schriftliche Prüfungszusammenfassung und direktes Feedback
Großen Wert legt die neue Prüfordnung auf das Feedbackgespräch mit dem Prüfling, indem – ob bestanden oder nicht – Stärken und Schwächen direkt dargelegt werden. Festgehalten wird das in einer schriftlichen Zusammenfassung, die der Fahrschule als Grundlage für eine mögliche Nachschulung dienen soll. Möglich wir das vor allem durch die Nutzung eines digitalen Prüfprotokoll (ePp) auf einem Tablet. Dort werden die durchzuführenden Fahraufgaben sowie die jeweiligen Bewertungskriterien angezeigt und vom Prüfer bewertet. Nach der Fahrt wird die Fahrkompetenz bewertet, wobei jedoch das System nur unterstützt. Die finale Entscheidung ob bestanden oder durchgefallen obliegt weiterhin dem Fahrprüfer.

Prüfung dauert 10 Minuten länger
Durch die Neuordnung nach OPFEP dauert die Fahrprüfung ein wenig länger. Die Fahraufgaben während der Prüfung nehmen fünf Minuten mehr Zeit in Anspruch, das Feedbackgespräch mit Kompetenzeinschätzung dauert ebenfalls fünf zusätzliche Minuten. Im Allgemeinen aber gut investierte zehn Minuten, die helfen können die Sicherheit für alle im Straßenverkehr zu erhöhen, denn: Laut aktueller Unfallstatistik des Statistischen Bundesamts wurde 2019 jeder fünfte Unfall mit Personenschaden bei dem Pkw-Fahrer die Hauptverursacher waren, von 18- bis 24-Jährigen verursacht.

"Mit dem neuen Verfahren schaffen wir ausführliche Standards – vom digitalen Prüfprotokoll bis zum Feedbackgespräch. Das sind klare Vorgaben für mehr Verkehrssicherheit", sagt Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU).

Quelle
 
Oha, da hat der Amtsschimmel aber wieder kräftig gewiehert.
In meinen Augen nichts als gequirlte Bürokratenkacke, die, wie immer in solchen Fällen, ausschließlich der Abzocke dient!

Gruß
woodstock:Froehlich3:
 
Huiuiui, bin ich froh alle meine Scheine, die ich will, bereits zu haben.

Fuck, langen die kräftig hin.
 
anstatt Fahrtrainings verpflichtend zu machen... nicht runterfallen konnte man damals schon. Lernen tut man dann im Alltag... und wenn man's macht wie ich, dann lernt man ein Leben lang, jedes Jahr das Gleiche... bis man irgendwannmal zufällig an etwas kommt, was mancher nie macht: ein Fahrtraining. Manchem ist das zu anstrengend, anderen zu teuer, oder es liegt terminlich ungünstig.

Fahrschule kann weiterhin Schilderkunde und Regelsystem des Miteinanders bleiben - wie man das jeweilige Fahrzeug korrekt bedient dauert und wird am Besten auf gesperrten Übungsflächen/-kursen erlernt.

Dass sich Menschen mit dem Problem der unzureichenden Basisausbildung auseinandersetzen, ist ok, aber selbst wenn die Prüfung nach veränderten Standards erfolgt und deshalb womöglich 3 oder 4 Pflichtstunden zusätzlich absolviert werden müssen, bringt das vermutlich kaum die Hälfte von einem spaßgeprägten Lernevent am Kringel, das zudem kaum mehr kosten muss als die besagten 3 Pflichtstunden.

Guter Ansatz - mindestens eine bessere Lösung des Problems ist verfügbar. Wenn jeder regelmäßig ein Training machen müsste, wäre der Hunsrückring nicht zur Abstellfläche geworden, sondern wäre täglich voll mit Pflichtübenden, die nach 20 Minuten Pflicht bis zum Ende des Tages erleben, dass sie nicht für den Prüfer und den Fahrlehrer lernen, sondern weil's Spaß macht wenn man hinterher mehr kann.
 
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