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Thema: Lichtmaschine (verdammt lang her)...

  1. #13
    Foren Gott Avatar von ZAMsChannel
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    Habe Manfreds Beitrag eben erst gefunden...


    Zitat Zitat von ManfredK Beitrag anzeigen
    1. Durch das trennen der Stromkreises wird jetzt in der Lichtmaschinen Spule die lastfreie Wechselspannung induziert und das können bei hohen Drehzahlen bis zu 150 V AC werden. Diese hohe Spannung wirkt auf der einen Seite auf die Plusdioden des Gleichrichters und auf der anderen Seite auf die Isolation der Spulen.... es bleibt offen ob die Isolation auf Dauer diesen Spannungen genügt.
    Das kann ich nicht beurteilen, dazu müsste man Material, Schichtdicken usw. kennen. In der Regel funktionieren in Öl eingelegte Kupferlackdrähte isolatiostechnisch ganz gut (Energieversorgungstechnik). Es könnte hier ein Problem vorliegen, wenn mit "hohen" Spannungen niemand gerechnet hat. Was die Dioden angeht, muss man einfach die richtigen Bauteile wählen. Eine 1N4007 kann schon 1000 V (aber nur 1 A).

    Zitat Zitat von ManfredK Beitrag anzeigen
    2. Kommt es bei einem Längsregler zu einem Kurzschluss des Reglerteils (Transistor) dann wird die Bordelektronik mit Spannungen jenseits der 30 V versorgt - hier droht der Ausfall von Steuergeräten. Beim Querregler (besser Schaltregler) kommt es in diesem Fall zu einem Ausfall des Ladestromkreises, man bleibt irgendwann mit leerer Batterie liegen.
    Völlig richtig und richtig kritisch. Dieses Problem hatte wir "damals" immer, als wir uns unsere Funkgeräte-Netzeile noch selbst gebaut haben. Kurzwellensender mit 100W -> Einstrahlung in Regler (oder ein Defekt) -> Spannung hochgelaufen -> Sendeendstufe abgeraucht, einige 100 Mark Schaden. Deshalb gabs am Ausgang des Netzgerätes immer ein 15V Z-Diode und einen Thyristor, der das defekte oder "spinnende" Netzteil brutal kurzgeschlossen hat, wenn was "schief" lief. So einen "Notanker" müßte es am Motorrad dann natürlich auch geben. Der Shuntregler ist dabei natürlich besonders praktisch, weil er ja durch ständiges "notankern" die Spannung regelt. Was mir vorschwebt wäre ein notankerungsfähiger Längsregler.

    Zitat Zitat von ManfredK Beitrag anzeigen
    3. Intakte Längsregler neigen bei hohen Drehzahlen zu Schwingungen, die eine korrekte Begrenzung der Ladespannung unmöglich machen, überhöhte Ladespannungen von 16, 17 und mehr Volt sind die Folge (oft nicht die Ausnahme sondern eher die Regel...) Beim Schaltregler muss für dieses Schadensbild ein Defekt des Schaltreglers vorliegen.
    Schwingende Regler sind ein Designfehler. Entweder schon des Chip-Herstellers oder dessen, der den Chip anwendet und die Schaltung drumrum konzipiert. Ich bin sicher, das kann man in den Griff kriegen. Wenn man die Motorrad-Regler-Welt revolutionieren wollte, müssten sich Chip-Entwickler und erfahrene Schaltregler-Entwickler an einen Tisch setzen, um ein wasserdichtes Konzept zu entwickeln. Wenn es einfach wäre, hätte ich es gemacht. Ich weiß nicht, wie gut die "Silent-Hektiker" sind und wie viel Mühe sie sich gegeben haben.


    Zitat Zitat von ManfredK Beitrag anzeigen
    4. Aus den Gründen 2 und 3 sind Dutzende von durch Überspannung zerstörte Steuergeräte für ABS und Einspritzung bekannt.
    Wenn Fehler gemacht werden, entstehen Schäden, so wie beim Motorrad fahren.


    Zitat Zitat von ManfredK Beitrag anzeigen
    Da sich an der Antriebsenergie des Generators unabhängig vom Regler nichts verändert, ist die Funktion eines Fensters für 100erdte von Jahren gegeben, die eines Thermostaten nur für begrenzte Zeit.... Die Ausfallwahrscheinlichkeit des Thermostaten liegt um ein vielfaches höher als die des Fensters....
    Ja, natürlich ist es einfacher und billiger und im Fehlerfall auch noch eigensicher. Kann man so machen, ist das bequemste, schließen wir unsere Spannungsquelle halt kurz. Nicht mal den Faktor Energieverschwendung könnte man anführen, um "flächendeckend" für eine Längsregelung zu argumentieren. Wenn bei einem 70 kW-Motorrad 0,4 kW elektrische Leistung erzeugt und 0,2 kW davon sinnlos verheizt werden, dann ist das in Benzin ausgedrückt nicht mehr als ein unnötiger Gasstoß. Es wird sich also niemand hinsetzen und die angesprochenen Probleme lösen, es lohnt ich einfach nicht und die wenigen abgerauchten Statoren bezahl ja der Kunde.
    Solange ich nicht genau weiß, dass die "Silent-Hektiker" einen einwandfreien Job gemacht haben, werde ich wohl auch erst mal bei dem "unnötigen Gasstoß" bleiben.
    Geändert von dachi (25.05.2016 um 17:49 Uhr) Grund: Ich habe die Farben raus genommen, das war leider im blauen Style nicht lesbar ;)
    Gruß, Martin

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  2. #14
    Mitglied Avatar von Tommes
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    Prima beschrieben ManfredK und Martin, Euer Dialog war selbst für mich als Eletroniklaie erklärend und einleuchtend. Danke für die Erhellung.
    Herzliche Grüße aus Hannover
    Tommes

  3. #15
    Tripel-As Avatar von Karlheinz.Z
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    dem "darf" ich mich auch wieder einreihen



    komme gerade aus einer Rhoentour mit "defektem" Motorrad zurück.
    Auch bei meiner wurde bei 25.000km auf Kulanz die LIMA gewechselt. Jetzt mit 74.000 km vermutlich das gleiche. Batterie zusamengefallen. Neue Batterie bei freundlichen Honda-Händler eingebaut - gemessen. Keine Ladespannung. Vermute das Regler und/oder Lima defekt sind. Bin aber mit der neuen Batterie die 250 km nach Hause gefahren. Gleich gemessen : 12,4V.

    Gruß
    Karlheinz

  4. #16
    Mitglied Avatar von Jürgen5er
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    Abend,

    bin bei 44 tkm und habe auch "noch" die erste Lima verbaut. EZ: 2006

    Gruß

    Jürgen
    Grüße aus dem schönen Baden

  5. #17
    Jungspund Avatar von Scootertourist
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    Zitat Zitat von ZAMsChannel Beitrag anzeigen
    wenn ich eine CBF1000 hätte, würde ich wahrscheinlich dazu tendieren, den Regler von Silent Hektik zu verwenden. Ich will das aber jetzt hier nicht öffentlich empfehlen, weil ich es selbst noch nicht ausprobiert habe. Ich halte es für recht wahrscheinlich (ist aber nicht bewiesen!), dass mit diesem (Typ) Regler auch die alte Lima keinen Schaden mehr nimmt.

    Sollte ich mal eine CBF1000 haben, werde ich es ausprobieren und sollte mal der Regler eines meiner Bikes die Grätsche machen, werde ich es auch ausprobieren. Vielleicht probiere ich es auch irgendwann nur aus Spaß aus und wenn ja, lasse ich Euch das Ergebnis wissen.

    Hi Martin,

    eine CBF hast Du doch gerade auf der Bühne, das ist doch eine gelegenheit den SH-Regler zu testen. Sollte bei meiner SC58 die LiMa abrauchen kommt definitiv der SH-Regler rein.

    Ich frage mich nur: Reicht der Platz hinter der Verkleidung für den 44A-SH-Regler und kann man mit einem 80mm oder 90mm PC-Lüfter die Temperaturentwicklung des Reglers in schach halten?

    Viele Grüße, Alex

  6. #18
    Mitglied Avatar von artsailor
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    Hallo Alex,

    zur Info:

    ich habe quasi als Versuchskaninchen prophylaktisch einen Längsregler der neuesten Generation von Shindengen verbaut. Weitere Infos + Fotos ab Seite 68ff des Freds "Noch ne LIMA platt?".

    Die (eventuell) berechtigten Einwände bzgl Spannungsproblemen im Stator von Martin und Manfred habe ich dabei nicht berücksichtigt.

    VG
    Markus

  7. #19
    Mitglied Avatar von artsailor
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    Der Regler ist nicht das eigentliche Problem, sondern die mangelnde Kühlung des Stators. Ich versuche den Weg über den Längsregler.
    Die Lösung scheint der OEM-Tausch von Stator und Rotor- meine vollkommen subjektive Meinung ist folgende: Ein Rotor mit geringerer Leistung, also geringerem Durchmesser mit adäquatem Kabeldurchmesser.....
    FWIW...
    Que sera, sera....

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